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Entenbrust-Soße mit Rotwein und Orange

Diese Entenbrust-Soße mit Rotwein und Orange ist eine dunkle, aromatische Festtagssauce mit klassisch angelehnter Basis aus Schalotten, Möhre, Sellerie und Tomatenmark. Der Wein wird sauber reduziert, der Fond bringt Tiefe und der Orangensaft sorgt für eine fruchtige, elegante Spitze, ohne die Soße süß wirken zu lassen. Die Konsistenz entsteht in erster Linie durch Reduktion; etwas Speisestärke ist nur eine optionale Feinjustierung. Zum Schluss macht kalte Butter die Soße glänzend und rund.

KategorieBeilage
SchwierigkeitMittel
Portionen4
Vorbereitung20 min
Kochen50 min
Ruhezeit0 min
Gesamt1 h 10 min
Entenbrust-Soße mit Rotwein und Orange

Zutaten

Für die Soße

  • 80 g Schalotten, fein gewürfelt
  • 60 g möhren, klein gewürfelt
  • 40 g Stangensellerie, klein gewürfelt
  • 15 ml rapsoel, neutral
  • 20 g Tomatenmark
  • 10 g Zucker
  • 250 ml trockener rotwein
  • 60 ml Portwein, optional, für mehr Tiefe
  • 400 ml gefluegelfond
  • 80 ml Orangensaft, frisch gepresst, möglichst ohne Fruchtfleisch
  • 2 g frischer thymian, alternativ ein paar kleine Zweige
  • 1 lorbeerblatt

Zum Abschmecken

  • 2 g schwarzer pfeffer grob zerstossen
  • ca. 6 g Salz, zum Abschmecken, je nach Fond

Zum Fertigstellen

  • bis zu 12 g speisestaerke, optional, nur bei Bedarf
  • bis zu 30 ml kaltes wasser, zum Anrühren der Stärke
  • 30 g kalte butter, in kleinen Würfeln

Zubereitung

Schritt 1.Gemüse vorbereiten und anrösten: Brate Schalotten, möhren, Stangensellerie und rapsoel jetzt bei mittlerer bis hoher Hitze an, bis Farbe, Duft und Röstaromen sauber aufgebaut sind. Wende erst, wenn sich eine stabile Bräunung gebildet hat.

Notiz: Zu starke Hitze macht das Tomatenmark bitter. Lieber geduldig rösten als hektisch bräunen.

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Schritt 2.Mit Wein ablöschen und stark reduzieren: Mit dem Rotwein in 2 bis 3 Schüben ablöschen und dabei den Bodensatz jeweils gründlich lösen. Die Flüssigkeit nach jeder Zugabe fast sirupartig einkochen lassen. Wenn du Portwein verwendest, gib ihn jetzt dazu und reduziere auch ihn deutlich mit ein. Am Ende soll die Basis konzentriert und glänzend wirken, nicht mehr wässrig.

Notiz: Gerade diese Reduktion sorgt für Tiefe. Nimm dir hier lieber ein paar Minuten mehr.

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Schritt 3.Fond, Orange und Kräuter köcheln lassen: Geflügelfond oder Entenfond angießen, den Orangensaft dazugeben und alles einmal aufkochen. Thymian und Lorbeerblatt einlegen. Die Soße nun offen bei kleiner bis mittlerer Hitze 20 bis 25 Minuten leise köcheln lassen, bis sie spürbar reduziert ist und das Gemüse sein Aroma vollständig abgegeben hat.

Notiz: Die Soße soll nur sanft blubbern. Starkes Kochen macht sie schneller stumpf und unruhig.

Schritt 4.Passieren und sauber abschmecken: Gieße die Sauce durch ein feines Sieb, streiche aromatische Bestandteile bei Bedarf mit einer Kelle leicht durch und fange die Flüssigkeit vollständig auf. Schmecke danach in kleinen Schritten mit Salz, Säure und eventuell etwas Süße ab, bis die Sauce klar, rund und konzentriert wirkt.

Notiz: Je nach verwendeter Fond-Basis kann deutlich weniger oder etwas mehr Salz nötig sein.

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Schritt 5.Konsistenz nur bei Bedarf binden: Falls die Soße trotz Reduktion noch nicht die gewünschte Konsistenz hat, Speisestärke mit kaltem Wasser glatt verrühren. Die Soße kurz aufkochen und die Stärke-Mischung esslöffelweise einrühren, bis sie leicht nappierend wird. Danach 1 Minute sanft köcheln lassen, damit kein stärkeartiger Eindruck bleibt. Achte bei speisestaerke und kaltes wasser auf eine gleichmäßige Verarbeitung, damit Konsistenz und Struktur in diesem Schritt stimmig bleiben.

Notiz: Die Stärke ist hier nur Reserve. Für eine elegante Sauce lieber sparsam einsetzen.

Schritt 6.Mit Butter montieren: Den Topf von der Hitze ziehen und die kalte Butter nach und nach mit dem Schneebesen oder Kochlöffel einrühren. Die Soße soll dadurch sichtbar glänzen und runder schmecken. Danach nicht mehr stark kochen, sondern nur noch warm halten und möglichst frisch servieren.

Notiz: Wenn die Soße wieder stark kocht, kann die Butter ihre glatte Bindung verlieren.

Anmerkung

Die Soße passt besonders gut zu rosa gebratener Entenbrust, Ofenente, Gänsebraten oder anderem kräftigen Geflügel. Wenn du beim Braten der Entenbrust guten Bratensatz in der Pfanne hast, kannst du 1 bis 2 Esslöffel davon nach dem Passieren mit in die Soße geben. Beim Wiedererwärmen nur sanft erhitzen und die Butter möglichst erst ganz zum Schluss einarbeiten.

Häufige Fragen

Kann ich die Soße ohne Alkohol zubereiten?

Ja. Ersetze Rotwein und Portwein durch roten Traubensaft plus zusätzlichen Geflügelfond. Die Soße wird dann fruchtiger und etwas milder, aber weniger tief und weniger herb als das Original. Am besten reduzierst du den Traubensaft besonders sorgfältig und schmeckst zum Schluss mit etwas mehr Pfeffer und Salz aus.

Wie weit im Voraus kann ich die Soße vorbereiten?

Die Soße lässt sich sehr gut 1 Tag vorher kochen. Am besten bereitest du sie bis einschließlich Passieren und Abschmecken vor und bewahrst sie im Kühlschrank auf. Vor dem Servieren langsam erwärmen und die Butter erst ganz am Ende einrühren.

Kann ich Bratensatz von der Entenbrust einarbeiten?

Ja, das passt sehr gut. Gieße überschüssiges Fett weitgehend ab und löse den aromatischen Bratensatz mit 1 bis 2 Esslöffeln Wasser oder etwas von der fertigen Soße. Diesen Ansatz kannst du nach dem Passieren wieder einrühren oder kurz mitreduzieren lassen.

Was mache ich, wenn die Soße zu dünn ist?

Reduziere sie zuerst ein paar Minuten weiter, denn das gibt den besten Geschmack. Reicht das nicht, rühre wenig angerührte Speisestärke esslöffelweise ein. Die Soße soll am Ende leicht an einem Löffel haften, aber nicht puddingartig werden.

Wie bekomme ich die Soße besonders glänzend?

Wichtig sind drei Dinge: den Wein sauber reduzieren, die Soße nur sanft köcheln lassen und sie nach dem Passieren nicht aggressiv durch das Sieb drücken. Für den letzten Glanz sorgt die kalte Butter, die außerhalb der starken Hitze eingerührt wird.

Was hilft, wenn die Soße zu sauer schmeckt?

Dann braucht sie meist mehr Balance. Lass sie noch kurz mit etwas Fond weiterköcheln oder rühre ein kleines Stück kalte Butter zusätzlich ein. Nur wenn nötig, hilft auch eine winzige Prise Zucker. Zu viel Orangensaft oder ein sehr säurebetonter Wein können die Ursache sein.

Kann ich die Soße einfrieren?

Ja, am besten vor dem Montieren mit Butter. Nach dem Auftauen langsam erwärmen, kurz glatt rühren und erst dann frische kalte Butter einarbeiten. So bleibt die Textur sauberer und der Glanz schöner.

Gedruckt am 30.04.2026 | Plany
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