Bärlauchöl selber machen – leuchtend grün und aromatisch
Dieses Bärlauchöl wird durch kurzes Blanchieren besonders grün, schmeckt frisch-würzig und passt als Finish zu Kartoffeln, Spargel, Brot oder in Dressings.
Dieses Bärlauchöl ist eine einfache Hausversion für leuchtend grünes, fein gefiltertes Kräuteröl. Der Bärlauch wird nur wenige Sekunden blanchiert, sofort abgeschreckt und danach mit mildem Rapsöl fein püriert. So schmeckt das Öl frisch-würzig, wirkt etwas runder und behält seine intensive Farbe besser als bei einer roh gemixten Variante. Wichtig für ein gutes Ergebnis sind sehr trockene Blätter, sauberes Arbeiten und eine ruhige Filterzeit. Je nach Bärlauch und Filterung erhältst du etwa 180 bis 220 ml Öl. Im Kühlschrank ist es nur kurz haltbar und sollte zügig verbraucht oder portionsweise eingefroren werden.

Nährwerte
Kalorien
204.3 kcal
pro Portion
2043 kcal
gesamt aktuell (10 Portionen)
Kohlenhydrate
0.15 g
pro Portion
1.5 g
gesamt aktuell (10 Portionen)
Protein
0.12 g
pro Portion
1.2 g
gesamt aktuell (10 Portionen)
Fett
23 g
pro Portion
230.4 g
gesamt aktuell (10 Portionen)
Zutaten
Für das Öl
Für Blanchierbad und Eisbad
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Vorbereiten
- 1
Bärlauch waschen und sortieren
Zutaten für diesen Schritt
Den Bärlauch gründlich in kaltem Wasser waschen, Sand und Erde entfernen und welke oder beschädigte Blätter aussortieren. Danach gut abtropfen lassen. Vor dem Blanchieren darf der Bärlauch noch feucht sein, entscheidend ist vor allem das sehr gründliche Trocknen nach dem Eisbad.
Notiz
Junge, saftige Blätter ergeben meist das frischeste Aroma und die schönste Farbe.
- 2
Blanchierwasser und Eisbad bereitstellen
Zutaten für diesen Schritt
1 Liter Wasser in einem Topf kräftig aufkochen und das Salz darin lösen. Parallel in einer großen Schüssel 500 ml eiskaltes Wasser mit den Eiswürfeln mischen. Das Eisbad muss fertig bereitstehen, bevor der Bärlauch ins kochende Wasser kommt.
Notiz
So stoppst du die Hitze sofort und stabilisierst die intensive grüne Farbe besser.
- 3
Bärlauch nur ganz kurz blanchieren
Zutaten für diesen Schritt
Den Bärlauch in das sprudelnd kochende Salzwasser geben und nur 8 bis 10 Sekunden blanchieren. Sobald die Blätter zusammenfallen und deutlich kräftiger grün wirken, sofort mit einer Zange oder einem Schaumlöffel herausheben.
Notiz
Länger sollte der Bärlauch nicht im Wasser bleiben, sonst verliert er unnötig Frische und Aroma.
- 4
Sofort abschrecken und sehr gründlich trocknen
Zutaten für diesen Schritt
Den heißen Bärlauch direkt ins Eisbad geben und 20 bis 30 Sekunden vollständig abkühlen lassen. Danach sehr gut abtropfen lassen und die Blätter in einer Salatschleuder oder zwischen sauberen Küchentüchern gründlich trocknen. Drücke dabei so viel Wasser wie möglich heraus, bis der Bärlauch nur noch minimal feucht wirkt.
Notiz
Dieser Schritt entscheidet mit über Klarheit, Farbe und kurze sichere Lagerung des Öls.
Abschnitt
Pürieren und filtern
- 5
Mit Öl fein pürieren
Zutaten für diesen Schritt
Den gut getrockneten Bärlauch in ein hohes Gefäß geben, das milde Rapsöl zufügen und alles 1 bis 2 Minuten fein pürieren. Arbeite in kurzen Intervallen, bis keine groben Blattstücke mehr zu sehen sind und die Mischung gleichmäßig sattgrün aussieht.
Notiz
Ein eher mildes Öl lässt dem Bärlauch den Vortritt und macht das Ergebnis harmonischer.
- 6
In Ruhe filtern
Zutaten für diesen Schritt
Die grüne Mischung durch ein feinmaschiges Sieb in ein sauberes Gefäß gießen und 15 bis 20 Minuten ruhig ablaufen lassen. Für ein besonders klares Bärlauchöl kannst du es anschließend noch ein zweites Mal durch ein sehr feines Sieb oder ein Passiertuch laufen lassen. Drücke die Fasern am Ende nur leicht an oder lasse sie lieber einfach abtropfen, damit weniger Trubstoffe ins Öl gelangen. Achte bei frischer Bärlauch und mildes Rapsöl auf eine gleichmäßige Verarbeitung, damit Konsistenz und Struktur in diesem Schritt stimmig bleiben.
Notiz
Die Filterzeit ist passive Zeit und verbessert Optik und Textur deutlich.
Abschnitt
Abfüllen und lagern
- 7
Sauber abfüllen und kalt lagern
Zutaten für diesen Schritt
Das gefilterte Bärlauchöl in eine sehr saubere, trockene Flasche oder ein kleines Glas füllen und sofort verschließen. Je nach Bärlauch und Filterung erhältst du etwa 180 bis 220 ml Öl. Lagere es direkt im Kühlschrank und verwende es am besten innerhalb von 3 Tagen, spätestens nach 5 Tagen. Für längere Aufbewahrung das Öl portionsweise einfrieren und nur die benötigte Menge auftauen.
Notiz
Nicht bei Raumtemperatur lagern.
Anmerkung
Arbeite mit sehr sauberen, trockenen Flaschen und möglichst trockenem Bärlauch. Das Öl gehört immer in den Kühlschrank und nicht bei Raumtemperatur aufbewahrt. Am besten innerhalb von 3 Tagen verbrauchen, spätestens nach 5 Tagen aufbrauchen. Für längere Aufbewahrung portionsweise einfrieren. Wenn Geruch, Geschmack oder Aussehen auffällig werden, lieber entsorgen.
Mehr zum Rezept
Für ein besonders klares Ergebnis die gefilterte Flüssigkeit kurz ruhen lassen, dann vorsichtig abgießen und den Bodensatz zurücklassen. Wird kräftiger Geschmack bevorzugt, kann nach dem Mixen nur grob passiert werden; dann ist das Ergebnis eher cremig und sollte schneller verbraucht werden. Wenn ein sehr intensiver Duft gewünscht ist, die Basis vorab kühl stellen und beim Mixen darauf achten, dass die Masse nicht warm wird. Die zurückbleibenden Fasern können in einer Kräuterbutter oder in einem Teig weiterverwendet werden, sofern sie sofort gekühlt werden.
FAQ
Häufige Fragen
Das sehr kurze Blanchieren hilft dabei, die grüne Farbe zu stabilisieren und den Geschmack etwas runder zu machen. Wichtig ist, wirklich nur wenige Sekunden zu blanchieren und sofort im Eisbad abzuschrecken.
Am besten verbrauchst du es innerhalb von 3 Tagen, spätestens nach 5 Tagen. Es sollte immer gut gekühlt stehen und nur mit sauberen Löffeln oder Ausgießern entnommen werden.
Nein, das ist keine gute Idee. Dieses Öl ist nicht für die Lagerung bei Raumtemperatur gedacht, sondern gehört direkt nach dem Abfüllen in den Kühlschrank oder für längere Aufbewahrung ins Gefrierfach.
Ja, das ist die beste Lösung, wenn du es nicht innerhalb weniger Tage verbrauchst. Friere es am besten portionsweise ein, zum Beispiel in kleinen Dosen oder Eiswürfelformen, und taue nur so viel auf, wie du gerade brauchst.
Ja, technisch funktioniert das ebenfalls. Das Öl wird dann oft etwas dunkler, schmeckt grasiger und wirkt weniger stabil in Farbe und Aroma. Für ein leuchtend grünes, feineres Ergebnis ist die kurze Blanchier-Methode die bessere Wahl.