Bärlauchöl mit kurz blanchierten Blättern

Kurz blanchierter Bärlauch wird mit neutralem Rapsöl zerkleinert und im Kühlschrank zu einem klaren Würzöl gefiltert.

Blanchieren hält die Farbe grün, ersetzt aber keine sichere Lagerung. Der Ansatz wird kalt gefiltert, sofort gekühlt und spätestens am folgenden Tag vollständig verbraucht.

Leuchtend grünes Bärlauchöl in einer Glasflasche mit frischen Bärlauchblättern
Gesamtzeit
56 min
Schwierigkeit
Einfach
ZeitplanIn 56 min auf dem Tisch
Vorbereiten
25 min
Ruhen
30 min
Kochen
1 min

Zutaten

Personen

Ergibt ca. 220 ml Bärlauchöl · Pro Person: etwa 22 ml Bärlauchöl

So gelingt das Rezept

Für 10 Personen bereitest du insgesamt ca. 220 ml Bärlauchöl zu. Pro Person: etwa 22 ml Bärlauchöl. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.

  1. 1

    Bärlauch sicher auswählen und gründlich waschen

    Zutaten für diesen Schritt

    Nur Bärlauch aus kontrolliertem Anbau oder einer nachvollziehbaren Handelsquelle verwenden. Die Blätter einzeln prüfen und gelbe, welke oder beschädigte Exemplare vollständig aussortieren. Unter fließendem kaltem Trinkwasser Blatt für Blatt waschen, bis keine Erde oder Sandkörner mehr haften, anschließend in einem sauberen Sieb abtropfen lassen.

  2. 2

    Blanchierbad und Eisbad getrennt vorbereiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Den größeren Wasseranteil in einem ausreichend großen Topf sprudelnd aufkochen und das Salz vollständig darin lösen. Den übrigen Wasseranteil mit den Eiswürfeln in einer zweiten großen Schüssel mischen. Das Eisbad direkt neben den Herd stellen, bevor die Blätter in den Topf kommen.

  3. 3

    Blätter acht bis zehn Sekunden blanchieren

    Den Bärlauch vollständig in das sprudelnd kochende Salzwasser tauchen und 8 bis 10 Sekunden bewegen. Sobald alle Blätter zusammengefallen und kräftiger grün sind, sofort mit einer sauberen Zange oder einem Schaumlöffel herausheben. Das kurze Blanchieren dient der Farbe; es macht ein Kräuteröl nicht vorratssicher.

  4. 4

    Sofort abkühlen und oberflächlich trocken bekommen

    Die heißen Blätter unmittelbar vollständig ins Eisbad geben und 30 Sekunden bewegen. Danach in einem sauberen Sieb abtropfen lassen, in der Salatschleuder gründlich trocknen und zwischen zwei frischen Küchentüchern vorsichtig trocken tupfen. Es darf kein Wasser mehr ablaufen oder auf den Tüchern stehen. Auch sorgfältiges Trocknen ersetzt keine kurze, durchgehende Kühllagerung.

  5. 5

    Bärlauch mit Rapsöl fein zerkleinern

    Zutaten für diesen Schritt

    Bärlauch und Rapsöl in einen vollständig sauberen und trockenen Mixbehälter geben. Mit dem Stabmixer oder im Standmixer 60 bis 90 Sekunden in kurzen Intervallen zerkleinern. Zwischendurch die Behälterwand mit einem sauberen, trockenen Teigschaber abstreifen. Fertig ist die Mischung, wenn sie gleichmäßig sattgrün aussieht und keine großen Blattstücke mehr enthält.

  6. 6

    Abgedeckt im Kühlschrank ohne Druck filtern

    Ein sauberes, trockenes Passiertuch in ein feines Sieb legen und beides auf ein trockenes Auffanggefäß setzen. Die Kräuter-Öl-Mischung hineingeben, locker abdecken und 30 Minuten bei höchstens 5 °C im Kühlschrank ablaufen lassen. Das Tuch nicht auswringen oder fest ausdrücken; andernfalls gelangen Wasser und feine Pflanzenpartikel zurück ins Öl.

  7. 7

    Trocken abfüllen, datieren und sofort kühlen

    Schon vorbereitet

    • gefiltertes Bärlauchöl

    Das gefilterte Öl mit einem sauberen, trockenen Trichter in eine vollständig trockene Flasche füllen, sofort verschließen und mit Herstellungsdatum sowie Uhrzeit beschriften. Die Flasche ohne Zwischenlagerung in den Kühlschrank stellen; dort darf die Temperatur 5 °C nicht überschreiten. Der Ansatz muss bis zum Ende des nächsten Kalendertags vollständig aufgebraucht sein. Niemals als Vorrat bei Raumtemperatur aufbewahren oder zur Sicherheitsprüfung probieren.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.

Berechnungsgrundlage pro Person: etwa 22 ml Bärlauchöl. Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (ca. 220 ml Bärlauchöl).

Kalorien

186.4 kcal

pro Person

1863.9 kcal

gesamtes Rezept (ca. 220 ml Bärlauchöl)

Kohlenhydrate

0.008 g

pro Person

0.075 g

gesamtes Rezept (ca. 220 ml Bärlauchöl)

Protein

0.006 g

pro Person

0.06 g

gesamtes Rezept (ca. 220 ml Bärlauchöl)

Fett

20.7 g

pro Person

207 g

gesamtes Rezept (ca. 220 ml Bärlauchöl)

Ballaststoffe

0.005 g

pro Person

0.053 g

gesamtes Rezept (ca. 220 ml Bärlauchöl)

Zucker

0.003 g

pro Person

0.025 g

gesamtes Rezept (ca. 220 ml Bärlauchöl)

Salz

0 g

pro Person

0.001 g

gesamtes Rezept (ca. 220 ml Bärlauchöl)

Mehr zum Rezept

Für ein besonders klares Ergebnis die gefilterte Flüssigkeit kurz ruhen lassen, dann vorsichtig abgießen und den Bodensatz zurücklassen. Wird kräftiger Geschmack bevorzugt, kann nach dem Mixen nur grob passiert werden; dann ist das Ergebnis eher cremig und sollte schneller verbraucht werden. Wenn ein sehr intensiver Duft gewünscht ist, die Basis vorab kühl stellen und beim Mixen darauf achten, dass die Masse nicht warm wird. Die zurückbleibenden Fasern können in einer Kräuterbutter oder in einem Teig weiterverwendet werden, sofern sie sofort gekühlt werden.

Häufige Fragen

Das kurze Erhitzen stabilisiert vor allem die grüne Farbe und mildert den rohen Geschmack. Es ist keine sichere Konservierung: Sporen von Clostridium botulinum werden durch haushaltsübliches Blanchieren nicht zuverlässig abgetötet.

Frische Kräuter bringen Wasser und möglicherweise Sporen mit. Öl schafft eine sauerstoffarme Umgebung, in der sich unter ungünstigen Bedingungen Botulinum-Neurotoxin bilden kann. Waschen, Trocknen und Filtern senken einzelne Belastungen, machen den Ansatz aber nicht vorratssicher.

Nach dem Filtern kommt das Öl ohne Verzögerung in den Kühlschrank. Dort darf es nicht wärmer als 5 °C werden, und bis zum Ende des folgenden Kalendertags muss der Ansatz vollständig verbraucht sein. Das BfR rät von einer Vorratsproduktion selbst hergestellter Kräuteröle ab.

Nein. Stelle nur die unmittelbar benötigte Menge zum Servieren bereit und bewahre den übrigen Ansatz durchgehend im Kühlschrank auf. Bei unterbrochener Kühlkette oder unbekannter Standzeit wird das Öl entsorgt.

Nein. Botulinum-Neurotoxin ist nicht zuverlässig an Aussehen, Geruch oder Geschmack zu erkennen. Verdächtiges oder zu lange gelagertes Öl darf deshalb niemals probiert werden, sondern gehört ungeöffnet in den Abfall.

Dieses Rezept gibt keine validierte Vorratsmethode vor. Die sichere Haushaltslösung ist ein frisch zubereiteter Ansatz, sofortige Kühllagerung und vollständiger Verbrauch spätestens am folgenden Tag; für längere Lagerung sollte kein selbst gemachtes Kräuteröl angesetzt werden.

Kaufe den Bärlauch als eindeutig gekennzeichnete Handelsware aus kontrolliertem Anbau. Bei unbekannter Herkunft oder eigener Sammlung besteht eine gefährliche Verwechslungsgefahr, etwa mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Auch knoblauchartiger Geruch schließt eine falsche Pflanzenart nicht sicher aus.

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Meike

★★★★★ 5.0/5

Die Farbe wurde richtig kräftig grün, im Glas sah das Öl sofort nach Frühling aus