Leuchtend grünes Bärlauchöl

Kurz blanchierter Bärlauch wird mit mildem Rapsöl püriert und ruhig zu klarem Kräuteröl gefiltert.

Blanchieren und Eisbad stabilisieren die grüne Farbe. Danach müssen die Blätter sehr gründlich trocknen, bevor sie mit Öl püriert und ohne starkes Ausdrücken gefiltert werden.

Leuchtend grünes Bärlauchöl in einer Glasflasche mit frischen Bärlauchblättern
Vorbereitung

20 min

Ruhezeit

20 min

Kochen

5 min

Zutaten

Für das Öl

Für Blanchierbad und Eisbad

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Vorbereiten

  2. 1

    Bärlauch waschen und sortieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Bärlauch gründlich in kaltem Wasser waschen, Sand und Erde entfernen und welke oder beschädigte Blätter aussortieren. Danach gut abtropfen lassen. Vor dem Blanchieren darf der Bärlauch noch feucht sein, entscheidend ist vor allem das sehr gründliche Trocknen nach dem Eisbad.

    Notiz

    Junge, saftige Blätter ergeben meist das frischeste Aroma und die schönste Farbe.

  3. 2

    Blanchierwasser und Eisbad bereitstellen

    Zutaten für diesen Schritt

    Wasser in einem Topf kräftig aufkochen und das Salz darin lösen. Parallel in einer großen Schüssel eiskaltes Wasser mit den Eiswürfeln mischen. Das Eisbad muss fertig bereitstehen, bevor der Bärlauch ins kochende Wasser kommt.

    Notiz

    So stoppst du die Hitze sofort und stabilisierst die intensive grüne Farbe besser.

  4. 3

    Bärlauch nur ganz kurz blanchieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Bärlauch in das sprudelnd kochende Salzwasser geben und nur 8 bis 10 Sekunden blanchieren. Sobald die Blätter zusammenfallen und deutlich kräftiger grün wirken, sofort mit einer Zange oder einem Schaumlöffel herausheben.

    Notiz

    Länger sollte der Bärlauch nicht im Wasser bleiben, sonst verliert er unnötig Frische und Aroma.

  5. 4

    Sofort abschrecken und sehr gründlich trocknen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den heißen Bärlauch direkt ins Eisbad geben und 20 bis 30 Sekunden vollständig abkühlen lassen. Danach sehr gut abtropfen lassen und die Blätter in einer Salatschleuder oder zwischen sauberen Küchentüchern gründlich trocknen. Drücke dabei so viel Wasser wie möglich heraus, bis der Bärlauch nur noch minimal feucht wirkt.

    Notiz

    Dieser Schritt entscheidet mit über Klarheit, Farbe und kurze sichere Lagerung des Öls.

  6. Abschnitt

    Pürieren und filtern

  7. 5

    Mit Öl fein pürieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den gut getrockneten Bärlauch in ein hohes Gefäß geben, das milde Rapsöl zufügen und alles 1 bis 2 Minuten fein pürieren. Arbeite in kurzen Intervallen, bis keine groben Blattstücke mehr zu sehen sind und die Mischung gleichmäßig sattgrün aussieht.

    Notiz

    Ein eher mildes Öl lässt dem Bärlauch den Vortritt und macht das Ergebnis harmonischer.

  8. 6

    In Ruhe filtern

    Zutaten für diesen Schritt

    Gieße die grüne Mischung durch ein feines Sieb in ein sauberes Gefäß und lasse sie 15 bis 20 Minuten ablaufen. Für ein klareres Öl filterst du sie danach noch einmal durch ein Passiertuch, ohne die Fasern stark auszudrücken.

    Notiz

    Die Filterzeit ist passive Zeit und verbessert Optik und Textur deutlich.

  9. Abschnitt

    Abfüllen und lagern

  10. 7

    Sauber abfüllen und kalt lagern

    Zutaten für diesen Schritt

    Das gefilterte Bärlauchöl in eine sehr saubere, trockene Flasche oder ein kleines Glas füllen und sofort verschließen. Je nach Bärlauch und Filterung kann die Ausbeute leicht variieren. Lagere es direkt im Kühlschrank und verwende es am besten innerhalb von 3 Tagen, spätestens nach 5 Tagen. Für längere Aufbewahrung das Öl portionsweise einfrieren und nur die benötigte Menge auftauen.

    Notiz

    Nicht bei Raumtemperatur lagern.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

204.3 kcal

pro Portion

2043 kcal

gesamt aktuell (10 Portionen)

Kohlenhydrate

0.15 g

pro Portion

1.5 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Protein

0.12 g

pro Portion

1.2 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Fett

23 g

pro Portion

230.4 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Ballaststoffe

0.105 g

pro Portion

1.05 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Zucker

0.05 g

pro Portion

0.5 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Salz

1 g

pro Portion

10 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Anmerkung

Arbeite mit sehr sauberen, trockenen Flaschen und möglichst trockenem Bärlauch. Das Öl gehört immer in den Kühlschrank und nicht bei Raumtemperatur aufbewahrt. Am besten innerhalb von 3 Tagen verbrauchen, spätestens nach 5 Tagen aufbrauchen. Für längere Aufbewahrung portionsweise einfrieren. Wenn Geruch, Geschmack oder Aussehen auffällig werden, lieber entsorgen.

Mehr zum Rezept

Für ein besonders klares Ergebnis die gefilterte Flüssigkeit kurz ruhen lassen, dann vorsichtig abgießen und den Bodensatz zurücklassen. Wird kräftiger Geschmack bevorzugt, kann nach dem Mixen nur grob passiert werden; dann ist das Ergebnis eher cremig und sollte schneller verbraucht werden. Wenn ein sehr intensiver Duft gewünscht ist, die Basis vorab kühl stellen und beim Mixen darauf achten, dass die Masse nicht warm wird. Die zurückbleibenden Fasern können in einer Kräuterbutter oder in einem Teig weiterverwendet werden, sofern sie sofort gekühlt werden.

FAQ

Häufige Fragen

Das sehr kurze Blanchieren hilft dabei, die grüne Farbe zu stabilisieren und den Geschmack etwas runder zu machen. Wichtig ist, wirklich nur wenige Sekunden zu blanchieren und sofort im Eisbad abzuschrecken.

Am besten verbrauchst du es innerhalb von 3 Tagen, spätestens nach 5 Tagen. Es sollte immer gut gekühlt stehen und nur mit sauberen Löffeln oder Ausgießern entnommen werden.

Nein, das ist keine gute Idee. Dieses Öl ist nicht für die Lagerung bei Raumtemperatur gedacht, sondern gehört direkt nach dem Abfüllen in den Kühlschrank oder für längere Aufbewahrung ins Gefrierfach.

Ja, das ist die beste Lösung, wenn du es nicht innerhalb weniger Tage verbrauchst. Friere es am besten portionsweise ein, zum Beispiel in kleinen Dosen oder Eiswürfelformen, und taue nur so viel auf, wie du gerade brauchst.

Ja, technisch funktioniert das ebenfalls. Das Öl wird dann oft etwas dunkler, schmeckt grasiger und wirkt weniger stabil in Farbe und Aroma. Für ein leuchtend grünes, feineres Ergebnis ist die kurze Blanchier-Methode die bessere Wahl.

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Meike

★★★★★ 5.0/5

Die Farbe wurde richtig kräftig grün, im Glas sah das Öl sofort nach Frühling aus