Plany Rezeptdruck
Leuchtend grünes Bärlauchöl
Blanchieren und Eisbad stabilisieren die grüne Farbe. Danach müssen die Blätter sehr gründlich trocknen, bevor sie mit Öl püriert und ohne starkes Ausdrücken gefiltert werden.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 10 Portionen.
Für das Öl
- 50 g frischer Bärlauch, gründlich waschen; nach dem Abschrecken so trocken wie möglich schleudern oder ausdrücken
- 250 ml mildes Rapsöl, möglichst geschmacklich zurückhaltend, kaltgepresst oder raffiniert
Für Blanchierbad und Eisbad
- 1000 ml Wasser, für das Blanchierbad
- 500 ml Wasser, eiskalt, für das Eisbad
- 10 g Salz, für das Blanchierbad
- 500 g Eiswürfel, für das Eisbad
Zubereitung
7 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Vorbereiten
Bärlauch waschen und sortieren
Zutaten: 50 g frischer Bärlauch
Den Bärlauch gründlich in kaltem Wasser waschen, Sand und Erde entfernen und welke oder beschädigte Blätter aussortieren. Danach gut abtropfen lassen. Vor dem Blanchieren darf der Bärlauch noch feucht sein, entscheidend ist vor allem das sehr gründliche Trocknen nach dem Eisbad.
Notiz: Junge, saftige Blätter ergeben meist das frischeste Aroma und die schönste Farbe.
Blanchierwasser und Eisbad bereitstellen
Zutaten: 1000 ml Wasser · 10 g Salz · 500 ml Wasser · 500 g Eiswürfel
Wasser in einem Topf kräftig aufkochen und das Salz darin lösen. Parallel in einer großen Schüssel eiskaltes Wasser mit den Eiswürfeln mischen. Das Eisbad muss fertig bereitstehen, bevor der Bärlauch ins kochende Wasser kommt.
Notiz: So stoppst du die Hitze sofort und stabilisierst die intensive grüne Farbe besser.
Bärlauch nur ganz kurz blanchieren
Zutaten: frischer Bärlauch
Den Bärlauch in das sprudelnd kochende Salzwasser geben und nur 8 bis 10 Sekunden blanchieren. Sobald die Blätter zusammenfallen und deutlich kräftiger grün wirken, sofort mit einer Zange oder einem Schaumlöffel herausheben.
Notiz: Länger sollte der Bärlauch nicht im Wasser bleiben, sonst verliert er unnötig Frische und Aroma.
Sofort abschrecken und sehr gründlich trocknen
Zutaten: frischer Bärlauch
Den heißen Bärlauch direkt ins Eisbad geben und 20 bis 30 Sekunden vollständig abkühlen lassen. Danach sehr gut abtropfen lassen und die Blätter in einer Salatschleuder oder zwischen sauberen Küchentüchern gründlich trocknen. Drücke dabei so viel Wasser wie möglich heraus, bis der Bärlauch nur noch minimal feucht wirkt.
Notiz: Dieser Schritt entscheidet mit über Klarheit, Farbe und kurze sichere Lagerung des Öls.
Pürieren und filtern
Mit Öl fein pürieren
Zutaten: frischer Bärlauch · 250 ml mildes Rapsöl
Den gut getrockneten Bärlauch in ein hohes Gefäß geben, das milde Rapsöl zufügen und alles 1 bis 2 Minuten fein pürieren. Arbeite in kurzen Intervallen, bis keine groben Blattstücke mehr zu sehen sind und die Mischung gleichmäßig sattgrün aussieht.
Notiz: Ein eher mildes Öl lässt dem Bärlauch den Vortritt und macht das Ergebnis harmonischer.
In Ruhe filtern
Zutaten: frischer Bärlauch · mildes Rapsöl
Gieße die grüne Mischung durch ein feines Sieb in ein sauberes Gefäß und lasse sie 15 bis 20 Minuten ablaufen. Für ein klareres Öl filterst du sie danach noch einmal durch ein Passiertuch, ohne die Fasern stark auszudrücken.
Notiz: Die Filterzeit ist passive Zeit und verbessert Optik und Textur deutlich.
Abfüllen und lagern
Sauber abfüllen und kalt lagern
Zutaten: frischer Bärlauch · mildes Rapsöl
Das gefilterte Bärlauchöl in eine sehr saubere, trockene Flasche oder ein kleines Glas füllen und sofort verschließen. Je nach Bärlauch und Filterung kann die Ausbeute leicht variieren. Lagere es direkt im Kühlschrank und verwende es am besten innerhalb von 3 Tagen, spätestens nach 5 Tagen. Für längere Aufbewahrung das Öl portionsweise einfrieren und nur die benötigte Menge auftauen.
Notiz: Nicht bei Raumtemperatur lagern.
Rezeptnotiz
Arbeite mit sehr sauberen, trockenen Flaschen und möglichst trockenem Bärlauch. Das Öl gehört immer in den Kühlschrank und nicht bei Raumtemperatur aufbewahrt. Am besten innerhalb von 3 Tagen verbrauchen, spätestens nach 5 Tagen aufbrauchen. Für längere Aufbewahrung portionsweise einfrieren. Wenn Geruch, Geschmack oder Aussehen auffällig werden, lieber entsorgen.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum wird der Bärlauch vor dem Mixen blanchiert?
Das sehr kurze Blanchieren hilft dabei, die grüne Farbe zu stabilisieren und den Geschmack etwas runder zu machen. Wichtig ist, wirklich nur wenige Sekunden zu blanchieren und sofort im Eisbad abzuschrecken.
Wie lange hält sich Bärlauchöl im Kühlschrank?
Am besten verbrauchst du es innerhalb von 3 Tagen, spätestens nach 5 Tagen. Es sollte immer gut gekühlt stehen und nur mit sauberen Löffeln oder Ausgießern entnommen werden.
Kann ich Bärlauchöl bei Zimmertemperatur lagern?
Nein, das ist keine gute Idee. Dieses Öl ist nicht für die Lagerung bei Raumtemperatur gedacht, sondern gehört direkt nach dem Abfüllen in den Kühlschrank oder für längere Aufbewahrung ins Gefrierfach.
Kann ich Bärlauchöl einfrieren?
Ja, das ist die beste Lösung, wenn du es nicht innerhalb weniger Tage verbrauchst. Friere es am besten portionsweise ein, zum Beispiel in kleinen Dosen oder Eiswürfelformen, und taue nur so viel auf, wie du gerade brauchst.
Geht das Rezept auch ohne Blanchieren?
Ja, technisch funktioniert das ebenfalls. Das Öl wird dann oft etwas dunkler, schmeckt grasiger und wirkt weniger stabil in Farbe und Aroma. Für ein leuchtend grünes, feineres Ergebnis ist die kurze Blanchier-Methode die bessere Wahl.