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Bärlauchöl selber machen – leuchtend grün und aromatisch

Dieses Bärlauchöl ist eine einfache Hausversion für leuchtend grünes, fein gefiltertes Kräuteröl. Der Bärlauch wird nur wenige Sekunden blanchiert, sofort abgeschreckt und danach mit mildem Rapsöl fein püriert. So schmeckt das Öl frisch-würzig, wirkt etwas runder und behält seine intensive Farbe besser als bei einer roh gemixten Variante. Wichtig für ein gutes Ergebnis sind sehr trockene Blätter, sauberes Arbeiten und eine ruhige Filterzeit. Je nach Bärlauch und Filterung erhältst du etwa 180 bis 220 ml Öl. Im Kühlschrank ist es nur kurz haltbar und sollte zügig verbraucht oder portionsweise eingefroren werden.

KategorieBeilage
SchwierigkeitEinfach
Portionen10
Vorbereitung20 min
Kochen5 min
Ruhezeit20 min
Gesamt45 min
Bärlauchöl selber machen – leuchtend grün und aromatisch

Zutaten

Für das Öl

  • 50 g frischer Bärlauch, gründlich waschen; nach dem Abschrecken so trocken wie möglich schleudern oder ausdrücken
  • 250 ml mildes Rapsöl, möglichst geschmacklich zurückhaltend, kaltgepresst oder raffiniert

Für Blanchierbad und Eisbad

  • 1000 ml Wasser, für das Blanchierbad
  • 500 ml Wasser, eiskalt, für das Eisbad
  • 10 g Salz, für das Blanchierbad
  • 500 g Eiswürfel, für das Eisbad

Zubereitung

Vorbereiten

Schritt 1.Bärlauch waschen und sortieren: Den Bärlauch gründlich in kaltem Wasser waschen, Sand und Erde entfernen und welke oder beschädigte Blätter aussortieren. Danach gut abtropfen lassen. Vor dem Blanchieren darf der Bärlauch noch feucht sein, entscheidend ist vor allem das sehr gründliche Trocknen nach dem Eisbad.

Notiz: Junge, saftige Blätter ergeben meist das frischeste Aroma und die schönste Farbe.

Schritt 2.Blanchierwasser und Eisbad bereitstellen: 1 Liter Wasser in einem Topf kräftig aufkochen und das Salz darin lösen. Parallel in einer großen Schüssel 500 ml eiskaltes Wasser mit den Eiswürfeln mischen. Das Eisbad muss fertig bereitstehen, bevor der Bärlauch ins kochende Wasser kommt.

Notiz: So stoppst du die Hitze sofort und stabilisierst die intensive grüne Farbe besser.

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Schritt 3.Bärlauch nur ganz kurz blanchieren: Den Bärlauch in das sprudelnd kochende Salzwasser geben und nur 8 bis 10 Sekunden blanchieren. Sobald die Blätter zusammenfallen und deutlich kräftiger grün wirken, sofort mit einer Zange oder einem Schaumlöffel herausheben.

Notiz: Länger sollte der Bärlauch nicht im Wasser bleiben, sonst verliert er unnötig Frische und Aroma.

Schritt 4.Sofort abschrecken und sehr gründlich trocknen: Den heißen Bärlauch direkt ins Eisbad geben und 20 bis 30 Sekunden vollständig abkühlen lassen. Danach sehr gut abtropfen lassen und die Blätter in einer Salatschleuder oder zwischen sauberen Küchentüchern gründlich trocknen. Drücke dabei so viel Wasser wie möglich heraus, bis der Bärlauch nur noch minimal feucht wirkt.

Notiz: Dieser Schritt entscheidet mit über Klarheit, Farbe und kurze sichere Lagerung des Öls.

Pürieren und filtern

Schritt 5.Mit Öl fein pürieren: Den gut getrockneten Bärlauch in ein hohes Gefäß geben, das milde Rapsöl zufügen und alles 1 bis 2 Minuten fein pürieren. Arbeite in kurzen Intervallen, bis keine groben Blattstücke mehr zu sehen sind und die Mischung gleichmäßig sattgrün aussieht.

Notiz: Ein eher mildes Öl lässt dem Bärlauch den Vortritt und macht das Ergebnis harmonischer.

Schritt 6.In Ruhe filtern: Die grüne Mischung durch ein feinmaschiges Sieb in ein sauberes Gefäß gießen und 15 bis 20 Minuten ruhig ablaufen lassen. Für ein besonders klares Bärlauchöl kannst du es anschließend noch ein zweites Mal durch ein sehr feines Sieb oder ein Passiertuch laufen lassen. Drücke die Fasern am Ende nur leicht an oder lasse sie lieber einfach abtropfen, damit weniger Trubstoffe ins Öl gelangen. Achte bei frischer Bärlauch und mildes Rapsöl auf eine gleichmäßige Verarbeitung, damit Konsistenz und Struktur in diesem Schritt stimmig bleiben.

Notiz: Die Filterzeit ist passive Zeit und verbessert Optik und Textur deutlich.

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Abfüllen und lagern

Schritt 7.Sauber abfüllen und kalt lagern: Das gefilterte Bärlauchöl in eine sehr saubere, trockene Flasche oder ein kleines Glas füllen und sofort verschließen. Je nach Bärlauch und Filterung erhältst du etwa 180 bis 220 ml Öl. Lagere es direkt im Kühlschrank und verwende es am besten innerhalb von 3 Tagen, spätestens nach 5 Tagen. Für längere Aufbewahrung das Öl portionsweise einfrieren und nur die benötigte Menge auftauen.

Notiz: Nicht bei Raumtemperatur lagern.

Anmerkung

Arbeite mit sehr sauberen, trockenen Flaschen und möglichst trockenem Bärlauch. Das Öl gehört immer in den Kühlschrank und nicht bei Raumtemperatur aufbewahrt. Am besten innerhalb von 3 Tagen verbrauchen, spätestens nach 5 Tagen aufbrauchen. Für längere Aufbewahrung portionsweise einfrieren. Wenn Geruch, Geschmack oder Aussehen auffällig werden, lieber entsorgen.

Häufige Fragen

Warum wird der Bärlauch vor dem Mixen blanchiert?

Das sehr kurze Blanchieren hilft dabei, die grüne Farbe zu stabilisieren und den Geschmack etwas runder zu machen. Wichtig ist, wirklich nur wenige Sekunden zu blanchieren und sofort im Eisbad abzuschrecken.

Wie lange hält sich Bärlauchöl im Kühlschrank?

Am besten verbrauchst du es innerhalb von 3 Tagen, spätestens nach 5 Tagen. Es sollte immer gut gekühlt stehen und nur mit sauberen Löffeln oder Ausgießern entnommen werden.

Kann ich Bärlauchöl bei Zimmertemperatur lagern?

Nein, das ist keine gute Idee. Dieses Öl ist nicht für die Lagerung bei Raumtemperatur gedacht, sondern gehört direkt nach dem Abfüllen in den Kühlschrank oder für längere Aufbewahrung ins Gefrierfach.

Kann ich Bärlauchöl einfrieren?

Ja, das ist die beste Lösung, wenn du es nicht innerhalb weniger Tage verbrauchst. Friere es am besten portionsweise ein, zum Beispiel in kleinen Dosen oder Eiswürfelformen, und taue nur so viel auf, wie du gerade brauchst.

Geht das Rezept auch ohne Blanchieren?

Ja, technisch funktioniert das ebenfalls. Das Öl wird dann oft etwas dunkler, schmeckt grasiger und wirkt weniger stabil in Farbe und Aroma. Für ein leuchtend grünes, feineres Ergebnis ist die kurze Blanchier-Methode die bessere Wahl.

Gedruckt am 30.04.2026 | Plany
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