Rotkohl mit Apfel, Apfelsaft und Gewürzen
Fein gehobelter Rotkohl wird mit Apfel, Apfelsaft und ganzen Gewürzen leise geschmort, offen reduziert und mit rotem Johannisbeergelee abgerundet.
Säurevorbehandlung, helle Karamellbasis und ein klarer Reduktionspunkt führen zu weichen, noch erkennbaren Kohlstreifen mit fruchtig-würzigem Glanz.

- Vorbereiten
- 30 min
- Ruhen
- 30 min
- Kochen
- 1 h 30 min
Zutaten
Rotkohl und Obst
Zum Ansetzen und Schmoren
Zum Ansetzen und Abschmecken
Zum Schmoren
Zum Ansetzen
Zum Abrunden
Gewürze
Zum Abschmecken
So gelingt das Rezept
Du kochst für 6 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Rotkohl, Äpfel und Zwiebeln vorbereiten
- 1
Rotkohl und Äpfel hygienisch prüfen und waschen
Zutaten für diesen Schritt
Wasche dir gründlich die Hände und säubere Arbeitsfläche sowie Geräte. Entferne vom Rotkohl ausschließlich welke, beschädigte oder schimmelige Außenblätter; ein unangenehm gäriger Geruch ist ein Ausschlussgrund. Sortiere Äpfel mit faulen oder schimmeligen Stellen aus. Wasche Rotkohl und Äpfel gründlich unter fließendem Trinkwasser und trockne die Oberflächen ab.
- 2
Rotkohl gleichmäßig fein hobeln
Schon vorbereitet
- Gewaschener und geprüfter Rotkohl
Viertle den vorbereiteten Kohlkopf auf einem standsicheren Brett und schneide den harten Strunk vollständig heraus. Hobele die Viertel quer in gleichmäßig feine Streifen. Arbeite mit Fingerschutz beziehungsweise Restehalter und beende das Hobeln, bevor ein sicherer Abstand zur Klinge nicht mehr gegeben ist. Halte die Kohlstreifen in einer großen, sauberen Schüssel bereit.
- 3
Äpfel und Zwiebeln für gleichmäßiges Schmoren zerkleinern
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Gewaschene und geprüfte Äpfel
Schäle die vorbereiteten Äpfel, entferne Stiele, Kerngehäuse und Kerne vollständig und reibe das Fruchtfleisch grob. Schäle die Zwiebeln, entferne Wurzelansatz sowie trockene oder auffällige Schichten und würfle sie fein. Halte Apfel und Zwiebel getrennt bereit.
- 4
Kohl mit Salz und Apfelessig gleichmäßig vorbehandeln
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Gleichmäßig fein gehobelter Rotkohl
Verteile Meersalz und den für die Vorbehandlung vorgesehenen Apfelessig über den gehobelten Rotkohl. Knete die Streifen mit frisch gereinigten Händen etwa 2 Minuten, bis sie biegsamer werden und gleichmäßig feucht glänzen, ohne zerdrückt zu sein. Bedecke das Gefäß und gib den Streifen bei Raumtemperatur 20 Minuten zum Durchziehen; stelle sie anschließend ohne weitere Wartezeit auf die Kochstelle bereit.
- 5
Butterschmalz und Johannisbeergelee anhand der Packungen prüfen
Zutaten für diesen Schritt
Lies Zutatenverzeichnis, Allergenhinweise, Lagerbedingungen und Datumsangaben der tatsächlich verwendeten Packungen. Butterschmalz wird aus Milch hergestellt und ist für Personen mit Milchallergie nicht geeignet. Verwende weder das Fett noch das Gelee aus beschädigten, undichten, aufgeblähten oder auffällig riechenden Behältern. Halte beide Zutaten getrennt bereit.
Abschnitt
Zwiebelbasis ansetzen und Rotkohl überziehen
- 6
Zwiebeln im Butterschmalz weich anschwitzen
Schon vorbereitet
- Fein gewürfelte gelbe Zwiebeln
- Geprüftes Butterschmalz
Schmelze das geprüfte Butterschmalz in einem breiten, schweren Schmortopf auf mittlerer Stufe. Gib die Zwiebelwürfel hinein und rühre sie 5 bis 7 Minuten bodennah, bis sie weich, glasig und noch hell sind. Reduziere die Hitze, sobald sich braune Ränder bilden; dunkel gewordene oder bitter riechende Zwiebeln werden nicht weiterverwendet.
- 7
Rohrohrzucker hell karamellisieren
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Helle weiche Zwiebelbasis
Streue die für die Basis vorgesehene Zuckerportion über die weichen Zwiebeln. Rühre ohne Unterbrechung 1 bis 2 Minuten, bis der Zucker vollständig geschmolzen ist und die Mischung hell bernsteinfarben glänzt. Nimm den Topf sofort kurz von der Hitze, wenn dunkle Punkte oder Rauch entstehen; verbrannte Karamellbasis wird verworfen und sauber neu angesetzt.
- 8
Vorbehandelten Rotkohl vollständig mit der Basis verbinden
Schon vorbereitet
- Mit Salz und Apfelessig vorbehandelter Rotkohl
- Helle Zwiebel-Karamell-Basis
Gib den vorbehandelten Rotkohl mitsamt der ausgetretenen Flüssigkeit portionsweise zur hellen Karamellbasis. Hebe jede Portion gründlich unter und rühre 4 bis 5 Minuten bis zum Topfboden, bis alle Streifen glänzend überzogen und sichtbar etwas zusammengefallen sind. Es dürfen keine trockenen Zucker- oder Zwiebelnester am Boden bleiben.
Abschnitt
Mit Apfel und Gewürzen schmoren und fertigstellen
- 9
Äpfel, Apfelsaft und Gewürze kontrolliert zugeben
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Grob geriebene Äpfel
- Glänzend überzogener Rotkohlansatz
Hebe die geriebenen Äpfel unter den Rotkohl und gieße den Apfelsaft an. Lege Lorbeer, Nelken und Wacholder in einen verschließbaren, hitzefesten Gewürzeinsatz und gib ihn zusammen mit dem gemahlenen Zimt in den Topf. Rühre alles gleichmäßig durch und streiche anhaftende Kohlstreifen vom Topfrand zurück in die Flüssigkeit.
- 10
Rotkohl zugedeckt leise bis zum klaren Garpunkt schmoren
Schon vorbereitet
- Gewürzter Apfel-Rotkohlansatz
Bringe den Ansatz unter bodennahem Rühren einmal gleichmäßig zum Sieden. Stelle die Hitze klein, lege den Deckel dicht auf und lasse den Rotkohl 60 bis 75 Minuten leise schmoren. Rühre dabei regelmäßig bis zum Boden. Prüfe anschließend Rand, Mitte und Bodennähe: Der kühlste Punkt muss mindestens 70 °C erreichen und 2 Minuten oder länger darüber bleiben. Die Streifen sollen weich und biegsam sein, aber noch als einzelne Streifen erkennbar bleiben.
- 11
Überschüssige Flüssigkeit offen schonend reduzieren
Schon vorbereitet
- Weich geschmorter Apfel-Rotkohl
Nimm den Deckel ab und lasse den Rotkohl bei milder bis mittlerer Hitze 10 bis 20 Minuten offen ziehen. Rühre häufig mit einem breiten Kochlöffel bis über den gesamten Topfboden. Der Reduktionspunkt ist erreicht, wenn der Löffel kurz eine Spur freilegt, keine freie Flüssigkeitspfütze zurückbleibt und die Kohlstreifen dennoch saftig glänzen. Nimm den Topf dann von der Kochstelle.
- 12
Gewürze entfernen und den Rotkohl vollständig abrunden
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Geprüftes rotes Johannisbeergelee
- Offen reduzierter Apfel-Rotkohl
Nimm den Gewürzeinsatz heraus und kontrolliere, dass sämtliche Lorbeerblätter, Nelken und Wacholderbeeren entfernt sind. Rühre das geprüfte Johannisbeergelee, den restlichen Apfelessig, die letzte Zuckerportion und den schwarzen Pfeffer in den heißen Rotkohl, bis sich Gelee und Zucker vollständig gelöst haben. Lasse den Topf 10 Minuten abgedeckt neben der Kochstelle ruhen und rühre danach einmal gründlich durch.
- 13
Servieren oder nicht ausgegebenen Rotkohl sicher lagern
Schon vorbereitet
- Fertiger Apfel-Rotkohl
Serviere den durchgerührten Rotkohl heiß mit sauberem Besteck. Verteile ausschließlich nicht ausgegebene Reste auf mehrere flache, saubere Behälter, decke sie ab und kühle den Inhalt innerhalb weniger Stunden auf weniger als 7 °C. Lagere ihn in einem auf höchstens 5 °C eingestellten Kühlschrank und verbrauche ihn innerhalb von 2 bis 3 Tagen. Erhitze ihn vor dem erneuten Servieren unter gründlichem Rühren an Rand, Mitte und Boden mindestens 2 Minuten oberhalb von 70 °C. Was bereits auf Tellern stand oder auffällig riecht, wird verworfen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (6 Personen).
Kalorien
222.1 kcal
pro Person
1332.7 kcal
gesamtes Rezept (6 Personen)
Kohlenhydrate
33 g
pro Person
198.1 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Protein
3.13 g
pro Person
18.8 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Fett
7.22 g
pro Person
43.3 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Ballaststoffe
6.66 g
pro Person
39.9 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Zucker
28.2 g
pro Person
168.9 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Salz
0.955 g
pro Person
5.73 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Häufige Fragen
Salz und Säure werden gleichmäßig in die feinen Streifen eingearbeitet, bevor sie auf die heiße Basis treffen. Dadurch startet der Kohl bereits biegsamer und gleichmäßig gewürzt in den Topf. Die Säure unterstützt außerdem die rote bis violette Farbe; starkes Sprudelkochen wird trotzdem vermieden.
Geriebene säuerliche Äpfel zerfallen während des Schmorens teilweise und verbinden Frucht, Säure und Körper. Naturtrüber Apfelsaft liefert die gebundene Schmorflüssigkeit. Zusammen ergeben beide eine nachvollziehbare Apfelbasis, ohne unaufgeführte Ersatzprodukte zu benötigen.
Butterschmalz wird aus Milch hergestellt und ist deshalb bei einer Milchallergie nicht geeignet. Bei allen abgepackten Zutaten gelten zusätzlich Zutatenverzeichnis, Allergenhinweise und Spurenangaben der tatsächlich verwendeten Produkte.
Der Zucker ist vollständig geschmolzen, die Zwiebeln bleiben weich und die Oberfläche glänzt hell bernsteinfarben. Dunkle Punkte, Rauch oder ein bitterer Geruch zeigen, dass die Basis zu weit erhitzt wurde. In diesem Fall wird sie verworfen und sauber neu angesetzt.
Die Streifen sind weich und biegsam, bleiben aber einzeln erkennbar. Zusätzlich gilt der messbare Heißpunkt im Hauptschritt. Nach dem offenen Reduzieren bleibt keine freie Flüssigkeitspfütze zurück, während der Kohl saftig glänzt.
Die ganzen Gewürze kommen gemeinsam in einen verschließbaren, hitzefesten Gewürzeinsatz. So kann der vollständige Inhalt vor dem Finish in einem Arbeitsgang entnommen und anschließend sichtbar kontrolliert werden. Gemahlener Zimt bleibt dagegen im Rotkohl.
Das Gelee soll sich im bereits reduzierten Rotkohl vollständig lösen und Frucht sowie Glanz abrunden. Eine frühe Zugabe würde den Reduktionspunkt schwerer beurteilbar machen. Der veröffentlichte Ablauf bindet deshalb das gesamte Gelee erst nach dem Schmoren ein.
Ja, sofern du nicht ausgegebene Reste zügig in flachen, abgedeckten Behältern unter 7 °C kühlst, anschließend bei höchstens 5 °C lagerst und innerhalb von 2 bis 3 Tagen verbrauchst. Beim Aufwärmen muss der Rotkohl überall wieder mindestens 70 °C erreichen und 2 Minuten darüber bleiben.
Andere Fette verändern Allergene, Schmelzverhalten und Geschmack; andere Fruchtprodukte verändern Süße, Säure und Bindung. Für solche Abwandlungen liegt kein überprüfter Endpunkt dieses Rezepts vor. Verlässlich beschrieben ist deshalb ausschließlich die Kombination der gelisteten Zutaten.
In der kurzen abgedeckten Ruhephase lösen sich Gelee und Zucker vollständig, die Temperatur verteilt sich gleichmäßiger und die Kohlstreifen nehmen die abschließende Würzung auf. Das anschließende gründliche Durchrühren macht den Endzustand im gesamten Topf einheitlich.