Klassischer bayerischer Rettichsalat mit Schnittlauch

Fein gehobelter weißer Rettich zieht mit Salz Wasser und bleibt im Essig-Öl-Dressing würzig statt wässrig.

Sanftes Ausdrücken ist entscheidend: Die Rettichstreifen geben Flüssigkeit ab, werden aber nicht gequetscht. Schnittlauch kommt zuletzt dazu.

Klassischer bayerischer Rettichsalat mit Schnittlauch fertig angerichtet
Vorbereitung

15 min

Ruhezeit

35 min

Kochen

0 min

Zutaten

Rettich

Essig-Öl-Dressing

Zum Fertigstellen

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Rettich vorbereiten und entwässern

  2. 1

    Rettich schälen und fein hobeln

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Rettich schälen, die Enden knapp abschneiden und längs in handliche Stücke teilen. Auf dem Gemüsehobel in sehr feine, gleichmäßige Scheiben oder Streifen hobeln; ideal ist eine Einstellung, bei der die Stücke biegsam bleiben und nicht brechen. Ungleich dicke Stücke ziehen später ungleich Wasser und wirken im Salat schnell grob.

    Notiz

    Holzige oder glasige Stellen großzügig entfernen, weil sie auch nach dem Salzen faserig bleiben.

  3. 2

    Salzen und sichtbar Wasser ziehen lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den gehobelten Rettich in einer weiten Schüssel mit dem Salz gründlich, aber locker vermengen. Die Streifen sollen überall leicht glänzen, ohne zerdrückt zu werden. 20 Minuten bei Raumtemperatur ziehen lassen, bis sich am Schüsselboden deutlich Flüssigkeit sammelt und der Rettich biegsamer, aber noch nicht schlapp wirkt.

    Notiz

    Die Ziehzeit nicht stark verkürzen: Ohne diesen Schritt wird das Dressing später verdünnt und der Salat schmeckt trotz Essig flach.

  4. 3

    Rettich kontrolliert ausdrücken

    Den Rettich portionsweise mit den Händen aufnehmen und nur so fest ausdrücken, dass die überschüssige Flüssigkeit abläuft. Die Streifen nicht auswringen wie ein Tuch, sonst werden sie gequetscht und verlieren den schönen Biss. Die ausgetretene Flüssigkeit wegschütten und die Schüssel kurz auswischen, damit das Dressing nicht sofort verwässert.

    Notiz

    Nicht abspülen: Dabei gehen Salz und Retticharoma verloren, und der Salat schmeckt anschließend deutlich flacher.

  5. Abschnitt

    Dressing, Nachziehen und Servieren

  6. 4

    Essig-Öl-Dressing ausgewogen rühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Weißweinessig, Zucker und schwarzen Pfeffer in der sauberen Schüssel verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann das Sonnenblumenöl kräftig unterschlagen, sodass ein leicht gebundenes, glänzendes Dressing entsteht. Es soll klar säuerlich schmecken, aber nicht beißend; der ausgedrückte Rettich nimmt die Spitze gleich etwas zurück.

    Notiz

    Ein zu mildes Dressing wirkt nach dem Mischen oft langweilig, weil der Rettich immer noch etwas eigene Feuchtigkeit abgibt.

  7. 5

    Rettich mit Schnittlauch locker mischen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den ausgedrückten Rettich in das Dressing geben und mit zwei Löffeln locker wenden, bis alle Streifen gleichmäßig benetzt sind. Den Schnittlauch erst jetzt unterheben, damit er frisch grün bleibt und nicht durch zu starkes Kneten zerquetscht wird. Der Salat soll saftig glänzen, aber nicht in Dressing schwimmen.

    Notiz

    Falls sich Streifen verklumpt haben, vorsichtig mit den Fingern auflockern, statt kräftig zu rühren.

  8. 6

    Kurz nachziehen lassen und frisch servieren

    Den Rettichsalat 15 Minuten bei Raumtemperatur nachziehen lassen, dann noch einmal vom Schüsselboden nach oben wenden. Probieren: Er ist richtig, wenn die Streifen knackig sind, die Schärfe angenehm wirkt und am Boden nur wenig Flüssigkeit steht. Zum Servieren mit einer Gabel oder einem Schaumlöffel anheben, damit überschüssiger Saft in der Schüssel bleibt.

    Notiz

    Für die Brotzeit am besten frisch servieren. Nach längerer Standzeit erneut wenden und nicht zusätzlich quetschen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

111.4 kcal

pro Portion

445.5 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

6.04 g

pro Portion

24.2 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

1.39 g

pro Portion

5.55 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

8.17 g

pro Portion

32.7 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

2.99 g

pro Portion

11.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

4.52 g

pro Portion

18.1 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

2.66 g

pro Portion

10.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Der Salat schmeckt am besten frisch zur Brotzeit, zu Brezen, Bauernbrot, Obazda, Wurstsalat oder gegrilltem Fleisch. Sehr scharfer Rettich wird durch die Salzziehzeit milder; bitte nicht abspülen, sonst verliert er Aroma und wird schnell flach.

FAQ

Häufige Fragen

Das Salz zieht überschüssiges Wasser aus dem Rettich und mildert seine Schärfe. Durch sanftes Ausdrücken bleibt das Essig-Öl-Dressing konzentriert, der Salat wird würzig und verwässert nicht so schnell.

Wichtig sind dünn und gleichmäßig gehobelte Streifen, genügend Salzziehzeit und eine saubere Schüssel nach dem Ausdrücken. Außerdem sollte der Salat nur kurz im Dressing nachziehen und vor dem Servieren noch einmal locker gewendet werden.

Ja. Den Rettich vorab hobeln, salzen, ausdrücken und abgedeckt kalt stellen. Dressing und Schnittlauch erst kurz vor dem Servieren untermischen, damit der Salat frisch, grün und knackig bleibt.

Gut abgedeckt hält er sich etwa einen Tag im Kühlschrank. Danach ist er meist noch essbar, verliert aber deutlich an Biss und gibt mehr Flüssigkeit ab. Vor dem Essen gründlich wenden und überschüssigen Saft nicht mit auf den Teller geben.

Ja, das ist eine beliebte Variante, aber ein anderes Geschmacksprofil. Sahne oder Rahm machen den Salat milder und cremiger, während die klassische bayerische Version mit Essig und Öl frischer, klarer und brotzeittauglicher schmeckt.

Schwarzer Rettich ist fester, schärfer und oft erdiger im Geschmack. Er braucht meist etwas mehr Ziehzeit und sehr dünne Scheiben. Für klassischen bayerischen Rettichsalat ist weißer Rettich die passendere und mildere Wahl.

Veröffentlicht: Aktualisiert:

Bewertung abgeben

Aktuelle GesamtbewertungNoch ohne
5 Sterne
0
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0

0/400 Zeichen

Bewertungen aus der Community

Noch keine Bewertungen vorhanden.