Klassischer bayerischer Rettichsalat mit Schnittlauch
Fein gehobelter weißer Rettich zieht mit Salz Wasser und bleibt im Essig-Öl-Dressing würzig statt wässrig.
Sanftes Ausdrücken ist entscheidend: Die Rettichstreifen geben Flüssigkeit ab, werden aber nicht gequetscht. Schnittlauch kommt zuletzt dazu.

Zutaten
Rettich
Essig-Öl-Dressing
Zum Fertigstellen
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Rettich vorbereiten und entwässern
- 1
Rettich schälen und fein hobeln
Zutaten für diesen Schritt
Den Rettich schälen, die Enden knapp abschneiden und längs in handliche Stücke teilen. Auf dem Gemüsehobel in sehr feine, gleichmäßige Scheiben oder Streifen hobeln; ideal ist eine Einstellung, bei der die Stücke biegsam bleiben und nicht brechen. Ungleich dicke Stücke ziehen später ungleich Wasser und wirken im Salat schnell grob.
Notiz
Holzige oder glasige Stellen großzügig entfernen, weil sie auch nach dem Salzen faserig bleiben.
- 2
Salzen und sichtbar Wasser ziehen lassen
Zutaten für diesen Schritt
Den gehobelten Rettich in einer weiten Schüssel mit dem Salz gründlich, aber locker vermengen. Die Streifen sollen überall leicht glänzen, ohne zerdrückt zu werden. 20 Minuten bei Raumtemperatur ziehen lassen, bis sich am Schüsselboden deutlich Flüssigkeit sammelt und der Rettich biegsamer, aber noch nicht schlapp wirkt.
Notiz
Die Ziehzeit nicht stark verkürzen: Ohne diesen Schritt wird das Dressing später verdünnt und der Salat schmeckt trotz Essig flach.
- 3
Rettich kontrolliert ausdrücken
Den Rettich portionsweise mit den Händen aufnehmen und nur so fest ausdrücken, dass die überschüssige Flüssigkeit abläuft. Die Streifen nicht auswringen wie ein Tuch, sonst werden sie gequetscht und verlieren den schönen Biss. Die ausgetretene Flüssigkeit wegschütten und die Schüssel kurz auswischen, damit das Dressing nicht sofort verwässert.
Notiz
Nicht abspülen: Dabei gehen Salz und Retticharoma verloren, und der Salat schmeckt anschließend deutlich flacher.
Abschnitt
Dressing, Nachziehen und Servieren
- 4
Essig-Öl-Dressing ausgewogen rühren
Zutaten für diesen Schritt
Weißweinessig, Zucker und schwarzen Pfeffer in der sauberen Schüssel verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann das Sonnenblumenöl kräftig unterschlagen, sodass ein leicht gebundenes, glänzendes Dressing entsteht. Es soll klar säuerlich schmecken, aber nicht beißend; der ausgedrückte Rettich nimmt die Spitze gleich etwas zurück.
Notiz
Ein zu mildes Dressing wirkt nach dem Mischen oft langweilig, weil der Rettich immer noch etwas eigene Feuchtigkeit abgibt.
- 5
Rettich mit Schnittlauch locker mischen
Zutaten für diesen Schritt
Den ausgedrückten Rettich in das Dressing geben und mit zwei Löffeln locker wenden, bis alle Streifen gleichmäßig benetzt sind. Den Schnittlauch erst jetzt unterheben, damit er frisch grün bleibt und nicht durch zu starkes Kneten zerquetscht wird. Der Salat soll saftig glänzen, aber nicht in Dressing schwimmen.
Notiz
Falls sich Streifen verklumpt haben, vorsichtig mit den Fingern auflockern, statt kräftig zu rühren.
- 6
Kurz nachziehen lassen und frisch servieren
Den Rettichsalat 15 Minuten bei Raumtemperatur nachziehen lassen, dann noch einmal vom Schüsselboden nach oben wenden. Probieren: Er ist richtig, wenn die Streifen knackig sind, die Schärfe angenehm wirkt und am Boden nur wenig Flüssigkeit steht. Zum Servieren mit einer Gabel oder einem Schaumlöffel anheben, damit überschüssiger Saft in der Schüssel bleibt.
Notiz
Für die Brotzeit am besten frisch servieren. Nach längerer Standzeit erneut wenden und nicht zusätzlich quetschen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
111.4 kcal
pro Portion
445.5 kcal
gesamt aktuell (4 Portionen)
Kohlenhydrate
6.04 g
pro Portion
24.2 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Protein
1.39 g
pro Portion
5.55 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Fett
8.17 g
pro Portion
32.7 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Ballaststoffe
2.99 g
pro Portion
11.9 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Zucker
4.52 g
pro Portion
18.1 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Salz
2.66 g
pro Portion
10.6 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Anmerkung
Der Salat schmeckt am besten frisch zur Brotzeit, zu Brezen, Bauernbrot, Obazda, Wurstsalat oder gegrilltem Fleisch. Sehr scharfer Rettich wird durch die Salzziehzeit milder; bitte nicht abspülen, sonst verliert er Aroma und wird schnell flach.
FAQ
Häufige Fragen
Das Salz zieht überschüssiges Wasser aus dem Rettich und mildert seine Schärfe. Durch sanftes Ausdrücken bleibt das Essig-Öl-Dressing konzentriert, der Salat wird würzig und verwässert nicht so schnell.
Wichtig sind dünn und gleichmäßig gehobelte Streifen, genügend Salzziehzeit und eine saubere Schüssel nach dem Ausdrücken. Außerdem sollte der Salat nur kurz im Dressing nachziehen und vor dem Servieren noch einmal locker gewendet werden.
Ja. Den Rettich vorab hobeln, salzen, ausdrücken und abgedeckt kalt stellen. Dressing und Schnittlauch erst kurz vor dem Servieren untermischen, damit der Salat frisch, grün und knackig bleibt.
Gut abgedeckt hält er sich etwa einen Tag im Kühlschrank. Danach ist er meist noch essbar, verliert aber deutlich an Biss und gibt mehr Flüssigkeit ab. Vor dem Essen gründlich wenden und überschüssigen Saft nicht mit auf den Teller geben.
Ja, das ist eine beliebte Variante, aber ein anderes Geschmacksprofil. Sahne oder Rahm machen den Salat milder und cremiger, während die klassische bayerische Version mit Essig und Öl frischer, klarer und brotzeittauglicher schmeckt.
Schwarzer Rettich ist fester, schärfer und oft erdiger im Geschmack. Er braucht meist etwas mehr Ziehzeit und sehr dünne Scheiben. Für klassischen bayerischen Rettichsalat ist weißer Rettich die passendere und mildere Wahl.