Klassischer bayerischer Rettichsalat mit Schnittlauch
Fein gehobelter Bierrettich mit Schnittlauch und einem klaren Essig-Öl-Dressing – knackig, würzig und nicht verwässert.
Der Bierrettich zieht mit Salz Wasser, wird sanft ausgedrückt und mit einem emulgierten Essig-Öl-Dressing mariniert. Frischer Schnittlauch rundet den bayerischen Salat ab.

- Vorbereiten
- 20 min
- Ruhen
- 35 min
- Kochen
- 0 min
Zutaten
Rettich
Essig-Öl-Dressing
Zum Fertigstellen
So gelingt das Rezept
Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Rettich vorbereiten und Wasser ziehen lassen
- 1
Rettich waschen, schälen und fein hobeln
Zutaten für diesen Schritt
Den Bierrettich unter kaltem fließendem Trinkwasser gründlich abbürsten und trocken tupfen. Beide Enden abschneiden, den Rettich schälen und holzige oder glasige Stellen entfernen. Anschließend mit dem Restehalter eines Gemüsehobels in sehr feine, biegsame Scheiben hobeln. Die Scheiben sollen gleichmäßig sein und beim Biegen nicht brechen.
- 2
Rettich salzen und Wasser ziehen lassen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Sauber vorbereitete, sehr fein gehobelte Bierrettichscheiben
Die Rettichscheiben in einer weiten sauberen Schüssel locker mit dem dafür vorgesehenen Salz vermengen. 20 Minuten bei Raumtemperatur ziehen lassen. Am Ende soll sich deutlich Flüssigkeit am Schüsselboden gesammelt haben; die Scheiben sollen biegsam, aber weiterhin bissfest sein.
- 3
Rettich abtropfen und sanft ausdrücken
Schon vorbereitet
- Gesalzener Bierrettich mit sichtbar ausgetretener Flüssigkeit
Den Rettich in einem sauberen feinmaschigen Sieb auffangen. Warten, bis die beim Salzen entstandene Flüssigkeit nicht mehr nachläuft. Die Scheiben portionsweise mit einer sauberen Untertasse sanft gegen das Sieb drücken, bis keine Flüssigkeit mehr herausläuft. Nicht auswringen und nicht abspülen; die Scheiben sollen unversehrt und bissfest bleiben.
Abschnitt
Dressing anrühren, marinieren und kühlen
- 4
Essig-Öl-Dressing emulgieren
Zutaten für diesen Schritt
Weißweinessig, Zucker, das zurückbehaltene Salz und den Pfeffer in der gereinigten Schüssel verrühren, bis Zucker und Salz gelöst sind. Das Sonnenblumenöl langsam einlaufen lassen und dabei kräftig mit dem Schneebesen rühren. Das Dressing ist fertig, wenn es gleichmäßig glänzt und keine Öllachen mehr an der Oberfläche stehen.
- 5
Schnittlauch vorbereiten und Salat mischen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Abgetropfte, sanft ausgedrückte Bierrettichscheiben mit Biss
- Glänzendes, gleichmäßig emulgiertes Essig-Öl-Dressing
Den Schnittlauch behutsam unter kaltem fließendem Trinkwasser reinigen und danach gründlich trockenlegen. Die Halme bündeln und mit einem sauberen Messer fein schneiden. Den ausgedrückten Rettich in das Dressing geben und mit zwei sauberen Löffeln von unten nach oben wenden, bis alle Scheiben benetzt sind. Den Schnittlauch zuletzt kurz unterheben, ohne ihn zu zerdrücken.
- 6
Abgedeckt kühlen und frisch servieren
Schon vorbereitet
- Gleichmäßig marinierter Bierrettichsalat mit frischem Schnittlauch
Die Schüssel abdecken und den Rettichsalat 15 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Danach mit einem frisch genommenen Löffel probieren und einmal behutsam vom Boden nach oben wenden. Der Salat ist servierbereit, wenn die Scheiben knackig sind, gleichmäßig glänzen und nur wenig freie Flüssigkeit am Schüsselboden steht. Bis zum Servieren abgedeckt gekühlt halten.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).
Kalorien
113 kcal
pro Person
452.1 kcal
gesamtes Rezept (4 Personen)
Kohlenhydrate
5.87 g
pro Person
23.5 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Protein
1.21 g
pro Person
4.84 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Fett
8.26 g
pro Person
33 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Ballaststoffe
2.99 g
pro Person
11.9 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Zucker
5.76 g
pro Person
23 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Salz
0.826 g
pro Person
3.3 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Häufige Fragen
Salz entzieht den fein gehobelten Scheiben einen Teil ihres Wassers. Dadurch bleiben sie biegsam und verdünnen das Dressing später weniger. Die Flüssigkeit wird vollständig abgegossen, bevor der Rettich mit dem Dressing in Berührung kommt.
Entscheidend sind gleichmäßig dünne Scheiben, die vollständige Ziehzeit und gründliches Abtropfen. Der Rettich wird nur sanft ausgedrückt, damit die Zellen nicht unnötig gequetscht werden. Erst danach kommt er in das emulgierte Dressing.
Die beste Textur hat der Salat kurz nach der vorgesehenen Kühlzeit. Für eine Vorbereitung werden Rettich und Dressing getrennt abgedeckt gekühlt und erst kurz vor dem Servieren mit frisch geschnittenem Schnittlauch vermischt.
Der Salat sollte möglichst am Zubereitungstag gegessen werden. Wurde er unmittelbar abgedeckt gekühlt und blieb durchgehend bei höchstens 7 °C, besser unter 5 °C, wird der Rest spätestens am Folgetag verbraucht. Länger ungekühlt gestandene Reste werden nicht wieder eingelagert.
Eine Sahnevariante hat eine andere Säure-, Fett- und Salzbalance als dieses klare Essig-Öl-Dressing. Sie sollte deshalb als eigenständige Rezeptur abgestimmt werden und ist kein direkter Austausch innerhalb dieses Rezepts.
Schwarzer Rettich ist meist schärfer und fester als weißer Bierrettich. Ziehzeit, Flüssigkeitsverlust und Würzung müssten dafür neu geprüft werden. Für das reproduzierbare Ergebnis dieses Rezepts bleibt weißer Bierrettich die passende Wahl.
Ja. Anhaftende Erde wird unter fließendem Trinkwasser entfernt, bevor Messer oder Schäler die Oberfläche durchtrennen. Nach dem Waschen wird der Rettich getrocknet, geschält und auf holzige oder glasige Stellen geprüft.
Der Rettich wird in ein gut kontrollierbares Stück geteilt und ausschließlich mit dem Restehalter des Hobels geführt. Gleichmäßig dünne, biegsame Scheiben ziehen ähnlich viel Wasser und ergeben später einen einheitlichen Biss.
Nicht mit zusätzlichem Wasser korrigieren, weil das Retticharoma und die Dressingbalance verloren gehen. Die festgelegte Salzaufteilung verhindert das Problem: Ein Teil zieht Wasser, der andere Teil bleibt für das Dressing reserviert. Wurde versehentlich die gesamte Menge zum Ziehen verwendet, ist ein neuer Ansatz zuverlässiger.
Nein. Beim Auftauen verliert der rohe Rettich viel Wasser und seinen knackigen Biss; zugleich trennt sich das Dressing leichter. Frisch und gekühlt bleibt die vorgesehene Struktur erhalten.