Quittengelee aus selbst gewonnenem Saft
Quitten werden schonend entsaftet; der klare Saft wird mit Zitronensaft und Gelierzucker gekocht, geprüft, heiß abgefüllt und im Wasserbad verarbeitet.
Vom Waschen der Quitten bis zur Vakuumkontrolle führt dieses Rezept durch Saftgewinnung, Gelierprobe, Heißabfüllung und höhenangepasstes Wasserbad.

- Vorbereiten
- 45 min
- Ruhen
- 12 h
- Kochen
- 55 min
Zutaten
Ergibt ca. 6 Gläser · Pro Portion: etwa 24 ml Quittengelee
Für die Saftgewinnung
Für das Quittengelee
So gelingt das Rezept
Du bereitest insgesamt ca. 6 Gläser für 50 Portionen zu. Eine Portion entspricht etwa 24 ml Quittengelee. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Gläser und Wasserbad sicher vorbereiten
- 1
Gläser, Deckel und Einkocher vorbereiten
Sieben geeignete Einmachgläser mit jeweils etwa 200 Millilitern Fassungsvermögen – sechs für die erwartete Füllung und eines als Reserve – auf einem Einsatz in einen hohen Topf stellen, vollständig mit Wasser bedecken und 10 Minuten sprudelnd auskochen. Die Gläser mit einem Glasheber auf eine hitzefeste Unterlage stellen und warm halten. Neue passende Deckel nach Herstellerangabe vorbereiten. Den gereinigten Einkocher mit Einsatz so weit mit frischem Wasser füllen, dass es die später eingesetzten Gläser mindestens 2,5 Zentimeter überdecken kann, und für die Heißabfüllung auf etwa 82 °C vorwärmen.
Abschnitt
Klaren Quittensaft selbst gewinnen
- 2
Quitten sortieren, waschen und klein schneiden
Zutaten für diesen Schritt
Beschädigte oder verdorbene Früchte aussortieren. Den Flaum der übrigen Quitten mit einem trockenen Tuch abreiben, die Früchte unter fließendem Wasser gründlich waschen und abtrocknen. Stiel- und Blütenansätze entfernen, die Quitten aber weder schälen noch entkernen. Das harte Fruchtfleisch samt Kerngehäuse in höchstens 1 Zentimeter breite Stücke schneiden, ohne die Kerne zu zermahlen oder zu zerdrücken. Drei Stücke vergleichen und deutlich größere Stücke nachschneiden.
- 3
Quitten abgedeckt weich kochen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Klein geschnittene Quitten mit Schale und Kerngehäuse
Die vorbereiteten Quitten mit dem Wasser in einen breiten Topf geben, abdecken und bei hoher Hitze vollständig aufkochen. Direkt danach auf eine ruhige Kochbewegung herunterstellen und 25 Minuten abgedeckt garen; alle 5 Minuten kurz umrühren, damit nichts am Boden ansetzt. Anschließend drei Stücke aus verschiedenen Bereichen testen. Lassen sie sich bis zur Mitte leicht mit einem Löffel zerdrücken, den Topf vom Herd nehmen. Zeigt eines noch einen harten Kern, jeweils 5 Minuten länger garen und nach jeder Verlängerung drei andere Stücke testen. Nicht länger als für diesen Endpunkt nötig kochen, damit Farbe, Aroma und Pektin erhalten bleiben.
- 4
Quittensaft ohne Pressen klar ablaufen lassen und abmessen
Schon vorbereitet
- Vollständig weiche Quittenstücke mit heißer Kochflüssigkeit
Einen sauberen Geleebeutel mit kochendem Wasser anfeuchten, gründlich auswringen und über einem sauberen ausreichend großen Gefäß aufhängen. Die heiße Fruchtmasse samt Flüssigkeit hineingeben und ungestört abtropfen lassen. Den Beutel weder drücken noch auswringen. Erst abnehmen, wenn innerhalb einer Minute kein weiterer Tropfen fällt. Den klaren Saft im Messbecher abmessen und für den nächsten Abschnitt ausschließlich die dort in den Step-Zutaten ausgewiesene Menge bereitstellen. Überschüssigen Saft getrennt kühlen; bei Minderertrag nicht mit Wasser auffüllen, sondern eine neue Einzelcharge ansetzen.
Abschnitt
Quittengelee kochen, abfüllen und im Wasserbad verarbeiten
- 5
Quittensaft, Zitronensaft und Gelierzucker homogen mischen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Klar abgetropfter und exakt abgemessener selbst gewonnener Quittensaft
Quittensaft und Zitronensaft im hohen Geliertopf vereinigen. Den Gelierzucker mit dem Schneebesen vollständig einarbeiten. Anschließend mit einem Silikonspatel Boden und Topfrand sorgfältig abstreichen. Erst weiterarbeiten, wenn weder trockener Zucker noch Bodensatz oder Zuckernester sichtbar sind. Diese Einzelcharge nicht vergrößern oder teilen.
- 6
Gelieransatz drei Minuten sprudelnd kochen
Schon vorbereitet
- Homogener Quitten-Gelieransatz ohne trockenen Zucker
Den Ansatz unter ständigem Rühren bei hoher Hitze zum Kochen bringen. Sobald die gesamte Oberfläche auch beim Rühren kräftig sprudelt, einen Timer starten und genau 3 Minuten unter ständigem Rühren kochen. Mit einem langstieligen Spatel fortlaufend über den Topfboden gehen und die Hitze nur so weit reduzieren, dass der Ansatz nicht überkocht, aber vollständig sprudelnd bleibt. Danach sofort die Gelierprobe durchführen.
- 7
Gelierpunkt auf einem kalten Teller prüfen
Schon vorbereitet
- Drei Minuten vollständig sprudelnd gekochtes Quittengelee
Einen Teelöffel des heißen Gelees auf einen sehr kalten Teller geben und 1 Minute abkühlen lassen. Den Tropfen seitlich mit einem sauberen Löffel anschieben. Das Gelee ist bereit, wenn die Oberfläche feine Falten bildet und die Spur nicht sofort wieder zusammenläuft. Bleibt die Probe flüssig, den Ansatz genau 1 Minute weiter sprudelnd kochen und die Probe wiederholen. Nach bestandener Probe den Topf sofort vom Herd nehmen, damit das Pektin nicht durch unnötiges Weiterkochen geschädigt wird.
- 8
Gelee heiß mit sauberem Kopfraum abfüllen
Schon vorbereitet
- Durch feste Tellerprobe freigegebenes heißes Quittengelee
Hellen Schaum bei Bedarf zügig nur von der Oberfläche abnehmen. Das heiße Gelee sofort mit dem Marmeladentrichter nacheinander in so viele der sieben warmen Gläser füllen, wie der tatsächliche Ertrag benötigt, und jeweils etwa 6 Millimeter Kopfraum lassen. Luftblasen mit einem sauberen Kunststoffspatel lösen, den Kopfraum erneut prüfen und bei Bedarf angleichen. Die Glasränder mit sauberem feuchtem Küchenpapier abwischen, die vorbereiteten Deckel aufsetzen und nach Herstellerangabe schließen. Jedes gefüllte Glas aufrecht halten; unbenutzte Reservegläser bleiben leer.
- 9
Gefüllte Gläser höhenangepasst im Wasserbad verarbeiten
Schon vorbereitet
- Heiß gefüllte, verschlossene Geleegläser
Sämtliche tatsächlich gefüllten heißen Gläser mit dem Glasheber aufrecht auf den Einsatz im vorgewärmten Einkocher stellen; sie dürfen weder Boden noch einander berühren. Unbenutzte Reservegläser nicht mitverarbeiten. Falls nötig, heißes Wasser seitlich ergänzen, bis es die Deckel mindestens 2,5 Zentimeter überdeckt. Den Topf abdecken und vollständig aufkochen. Ab diesem Zeitpunkt bis 300 Meter Höhe 5 Minuten, oberhalb von 300 bis 1800 Meter 10 Minuten und oberhalb von 1800 Meter 15 Minuten durchgehend kochend verarbeiten. Stoppt das Kochen, nach erneutem Aufkochen die gesamte Zeit von vorn messen. Danach die Hitze ausschalten, den Deckel abnehmen und 5 Minuten warten.
- 10
Gläser ungestört abkühlen lassen und Verschlüsse prüfen
Schon vorbereitet
- Eingekochte Quittengelee-Gläser
Alle wasserbadverarbeiteten Gläser mit dem Glasheber aufrecht und ohne Kippen auf eine hitzefeste Unterlage stellen; rundherum mindestens 2,5 Zentimeter Abstand lassen. 12 bis 24 Stunden ungestört bei Raumtemperatur abkühlen lassen. In dieser Zeit Deckel weder nachziehen noch eindrücken. Danach Ringbänder entfernen und jeden Deckel prüfen: Er muss nach innen gewölbt sein, fest sitzen und darf bei leichtem Druck nicht federn. Nicht verschlossene Gläser sofort kühlen und zuerst verwenden.
- 11
Versiegelte Gläser beschriften und geschützt lagern
Schon vorbereitet
- Sämtliche vollständig abgekühlten Quittengelee-Gläser mit geprüftem Vakuum
Die versiegelten Gläser außen sauber und trocken wischen, mit Inhalt und Herstellungsdatum beschriften und ohne Ringband kühl, trocken und dunkel lagern. Vor jedem Öffnen Deckel, Glas und Inhalt prüfen. Gläser mit gelöstem Deckel, Leckage, Schimmel, gärigem Geruch oder aufsteigenden Bläschen nicht probieren, sondern vollständig entsorgen. Angebrochene Gläser gehören in den Kühlschrank; zur Entnahme stets frisches, sauberes Besteck benutzen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Berechnungsgrundlage pro Portion: etwa 24 ml Quittengelee. Angezeigt werden die Werte pro Portion und für das gesamte Rezept (ca. 6 Gläser).
Kalorien
44.5 kcal
pro Portion
2226.2 kcal
gesamtes Rezept (ca. 6 Gläser)
Kohlenhydrate
11 g
pro Portion
549.8 g
gesamtes Rezept (ca. 6 Gläser)
Protein
0.022 g
pro Portion
1.12 g
gesamtes Rezept (ca. 6 Gläser)
Fett
0.005 g
pro Portion
0.228 g
gesamtes Rezept (ca. 6 Gläser)
Ballaststoffe
0.137 g
pro Portion
6.83 g
gesamtes Rezept (ca. 6 Gläser)
Zucker
10.9 g
pro Portion
545.6 g
gesamtes Rezept (ca. 6 Gläser)
Salz
0.005 g
pro Portion
0.274 g
gesamtes Rezept (ca. 6 Gläser)
Häufige Fragen
Saftgewinnung ist der Kern der gebundenen Suchintention. Der kontrollierte Weg aus ganzen Früchten verbindet Reifegrad, Pektinquellen, Kochzeit und klares Ablaufen. Handelsüblicher Direktsaft kann anders konzentriert oder pektinärmer sein und ist deshalb nicht derselbe Hauptweg.
Knappreife Früchte liefern gewöhnlich mehr natürliches Pektin, reife Früchte mehr Aroma. Die getrennten Zutatenzeilen binden dieses Verhältnis bereits beim Einkauf und vermeiden eine unklare Auswahl im Arbeitsschritt.
Dort sitzt besonders viel natürliches Pektin. Die gekochte Fruchtmasse wird vollständig durch den Geleebeutel zurückgehalten und nicht mitgegessen. Kerne werden dabei weder gemahlen noch ausgepresst.
Die weich gekochte Fruchtmasse läuft durch einen angefeuchteten Geleebeutel frei ab. Drücken, Auswringen oder späteres Aufrühren presst feine Fruchtteilchen in den Saft und macht das Gelee trüber.
Nicht mit Wasser auffüllen, weil dies Geschmack, Säure und Gelierung verändert. Der vorhandene Saft wird getrennt gekühlt und mit einer neuen kleinen Saftcharge bis zum in den Step-Zutaten festgelegten Ziel ergänzt.
Der auf dem kalten Teller abgekühlte Tropfen bildet beim Anschieben feine Falten, und die freigelegte Spur läuft nicht sofort wieder zusammen. Die Probe beurteilt den abgekühlten Zustand; heißes Gelee bleibt deutlich weicher.
Das Wasserbad verbessert die Wärmebehandlung, reduziert das Risiko von Schimmelverderb und erzeugt bei korrekt aufgesetztem Deckel ein belastbareres Vakuum als reines Heißabfüllen. Die Gläser bleiben dabei aufrecht.
Mit zunehmender Höhe sinkt die Siedetemperatur des Wassers. Die gestaffelte Zeit gleicht die geringere Temperatur aus. Entscheidend ist die Höhe des Einkochorts, nicht die spätere Lagerhöhe.
Ein nicht fest verschlossenes Glas kommt sofort in den Kühlschrank und wird zuerst verbraucht. Es wird nicht zusammen mit den korrekt versiegelten Gläsern ungekühlt gelagert. Für ein erneutes Einkochen wäre eine vollständige validierte Wiederaufbereitungsanleitung nötig.
Warnzeichen sind ein gelöster oder gewölbter Deckel, Leckage, Schimmel, gäriger oder alkoholischer Geruch und aufsteigende Bläschen. Den Inhalt nicht probieren und Schimmel nicht nur abheben; das gesamte betroffene Glas wird entsorgt.