Quiche Lorraine mit Mürbeteig und Speck
Vorgebackener Mürbeteig mit ausgelassenem Speck und Eier-Sahne-Guss; die Mitte darf beim Rütteln nur leicht wackeln.
Den gekühlten Teig blindbacken, den Boden mit Eiweiß versiegeln und Speck vor dem Füllen abtropfen lassen. Fertig ist die Quiche bei mindestens 71 °C im Zentrum und leicht beweglicher Mitte.

- Vorbereiten
- 40 min
- Ruhen
- 1 h 15 min
- Kochen
- 1 h 5 min
Zutaten
Ergibt 4 Stück · Pro Person: 1 Stück Quiche Lorraine
Für den Mürbeteig
Für Teig und Form
Für Teig, Boden und Guss
Für Teig und Guss
Für die Füllung
Für den Guss
So gelingt das Rezept
Für 4 Personen bereitest du insgesamt 4 Stück zu. Pro Person: 1 Stück Quiche Lorraine. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Mürbeteig mischen, kühlen und ausrollen
- 1
Mehl und kalte Butter höchstens neunzig Sekunden sandig verreiben
Zutaten für diesen Schritt
Mehl, den kalten Butteranteil und das Teigsalz in eine große kühle Schüssel geben. Alles mit den Fingerspitzen höchstens 90 Sekunden verreiben, bis die Mischung gleichmäßig grob-sandig aussieht und keine Butterwürfel größer als eine Erbse bleiben. Nicht kneten und die Masse nicht mit warmen Handflächen bearbeiten; beginnt die Butter sichtbar zu glänzen, die Schüssel vor dem nächsten Schritt 5 Minuten kalt stellen.
- 2
Teig kurz binden und fünfundvierzig Minuten kühlen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Kühle grob-sandige Mehl-Butter-Mischung
Das Teigei und das eiskalte Wasser zur sandigen Mischung geben. Mit einer Gabel 20 Sekunden verteilen und die Krümel anschließend mit beiden Händen höchstens 40 Sekunden zusammendrücken, bis gerade ein geschlossener Teig entsteht. Nicht glatt kneten. Den Teig zu einer etwa 2 Zentimeter dicken Scheibe formen, luftdicht abdecken und 45 Minuten bei höchstens 7 °C kühlen. Er ist bereit, wenn er fest, aber am Rand noch ohne Bruch biegbar ist.
- 3
Teig auf zweiunddreißig Zentimeter ausrollen und erneut kühlen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Fünfundvierzig Minuten gekühlter Mürbeteig
Eine 26-Zentimeter-Metallform mit herausnehmbarem Boden lückenlos dünn mit dem weichen Butteranteil fetten. Das Ausrollmehl gleichmäßig auf Arbeitsfläche und Nudelholz verteilen. Den gekühlten Teig von der Mitte nach außen auf etwa 32 Zentimeter Durchmesser und 3 Millimeter Dicke ausrollen, in die Form heben und ohne Dehnen andrücken. Einen gleichmäßig etwa 3 Zentimeter hohen Rand formen, Überstand bündig abschneiden und nur den Boden im Abstand von etwa 2 Zentimetern mit einer Gabel einstechen. Die ausgelegte Form 15 Minuten bei höchstens 7 °C kühlen.
Abschnitt
Boden blindbacken und mit Eiweiß versiegeln
- 4
Boden auf heißem Metallblech fünfzehn Minuten blindbacken
Schon vorbereitet
- Gekühlter Mürbeteigboden mit gleichmäßigem Rand in Metallform
Ein dunkles Metallblech auf die zweite Schiene von unten setzen und den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze einstellen. Nach bestätigtem Erreichen der Ofentemperatur noch 10 Minuten warten, damit das Metall vollständig durchheizt. Den gekühlten Boden mit Backpapier bis über den Rand bedecken und den Innenraum mit wiederverwendbaren Blindbackgewichten bis an die Seiten füllen. Mit trockenen Ofenhandschuhen die Form waagerecht auf das heiße Blech stellen und 15 Minuten backen. Der Rand muss danach fest stehen und der sichtbare Teig darf nicht mehr roh glänzen.
- 5
Boden acht Minuten trocknen und mit Eiweiß versiegeln
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Beschwert vorgebackener Mürbeteigboden mit festem Rand
Die Form mit trockenen Ofenhandschuhen auf eine hitzefeste Fläche stellen und Backpapier mit Gewichten an den gegenüberliegenden Kanten langsam senkrecht herausheben. Den unbedeckten Boden wieder auf das heiße Blech setzen und 8 Minuten backen, bis Boden und Rand matt, trocken und hell goldgelb sind. Das Versiegelungsei trennen und das Eigelb abgedeckt bei höchstens 7 °C für den Guss aufbewahren. Das Eiweiß dünn und lückenlos auf Boden und Innenrand streichen, ohne Pfützen zu bilden, und 2 Minuten backen, bis der Film vollständig gestockt ist. Form herausnehmen, den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze einstellen und Pinsel sowie Flächen mit Ei-Kontakt reinigen.
Abschnitt
Speck und Eier-Sahne-Guss vorbereiten
- 6
Speckwürfel acht Minuten sanft auslassen und abtropfen
Zutaten für diesen Schritt
Den Speck in etwa 8 Millimeter große Würfel schneiden und in einer Lage in eine kalte unbeschichtete Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze 8 Minuten auslassen und alle 2 Minuten wenden. Fertig ist er, wenn die Würfel sichtbar Fett abgegeben haben, an den Kanten hell goldbraun sind und im Zentrum noch nachgeben; sie dürfen weder dunkel noch hart werden. Den Speck mit einem Schaumlöffel herausheben und 2 Minuten auf doppelt gelegtem Küchenpapier abtropfen lassen. Das ausgelassene Fett nicht in den Guss geben.
- 7
Guss in dreißig Sekunden glatt und blasenarm rühren
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Sauber getrenntes und gekühlt zurückbehaltenes Eigelb
Das gekühlte Eigelb mit den übrigen Eiern, Schlagsahne und Crème fraîche in eine saubere Schüssel geben. Muskatnuss, weißen Pfeffer und den restlichen Salzanteil zufügen. Mit dem Schneebesen 30 Sekunden langsam rühren, bis keine Crème-fraîche-Schlieren bleiben und nur wenige kleine Luftblasen sichtbar sind. Nicht aufschlagen und den rohen Eierguss nicht probieren. Eierspritzer direkt aufnehmen und danach Finger, Schneebesen sowie Arbeitsbereich mit heißem Spülwasser säubern.
- 8
Boden vollständig mit Speck und Guss füllen
Schon vorbereitet
- Trocken gebackener, eiweißversiegelter Mürbeteigboden
- Sanft ausgelassener und zwei Minuten abgetropfter Speck
- Glatter blasenarm gerührter Eier-Sahne-Guss
Den abgetropften Speck gleichmäßig auf dem noch warmen versiegelten Boden verteilen. Den gesamten Eier-Sahne-Guss langsam von der Mitte aus darübergießen. Die Speckwürfel mit einer Gabel einmal gleichmäßig verteilen, ohne den Boden anzustechen. Zwischen Gussoberfläche und Teigrand müssen rundum mindestens 5 Millimeter frei bleiben. Die gefüllte Form sofort zum Ofen bringen und waagerecht halten.
Abschnitt
Quiche sicher backen, ruhen lassen und servieren
- 9
Quiche bis mindestens einundsiebzig Grad im Zentrum backen
Schon vorbereitet
- Unmittelbar gefüllte Quiche mit gleichmäßig verteiltem Speck
Bestätigt die Ofenanzeige 180 °C Ober-/Unterhitze, schiebe die Form auf dem heißen Blech ins untere Ofendrittel und backe 30 Minuten. Bräunt der Rand nach 20 Minuten tief goldbraun, decke nur ihn locker mit einem Folienring ab, ohne den Guss zu berühren. Miss nach 30 Minuten von oben im Zentrum des Gusses, ohne den Boden zu berühren. Fertig ist die Quiche bei mindestens 71 °C: Der Rand ist fest, die Mitte wackelt beim Rütteln leicht, schwappt aber nicht flüssig. Sonst höchstens 9 Minuten in 3-Minuten-Intervallen weiterbacken und nach jedem Intervall prüfen.
- 10
Fünfzehn Minuten ruhen lassen, lösen und sicher aufbewahren
Schon vorbereitet
- Frisch gebackene Quiche Lorraine
Die gebackene Quiche in der Form genau 15 Minuten auf einem hitzefesten Gitter ruhen lassen. Dann mit einem dünnen Messer nur am äußeren Rand entlangfahren, den Formring lösen und die Quiche in vier gleich große Stücke schneiden. Sofort warm servieren; der Guss soll schnittfest, aber nicht trocken sein. Nicht gegessene Stücke binnen 2 Stunden nach Ende der Backzeit portionsweise flach verpacken und zügig auf höchstens 7 °C abkühlen. Im Kühlschrank bis zum Ende des zweiten Folgetags verbrauchen. Für ein einmaliges Aufwärmen jede Portion so lange erhitzen, bis ihr Zentrum für 2 Minuten oberhalb von 70 °C bleibt.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Berechnungsgrundlage pro Person: 1 Stück Quiche Lorraine. Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Stück).
Kalorien
915.1 kcal
pro Person
3660.2 kcal
gesamtes Rezept (4 Stück)
Kohlenhydrate
50.9 g
pro Person
203.7 g
gesamtes Rezept (4 Stück)
Protein
21.9 g
pro Person
87.5 g
gesamtes Rezept (4 Stück)
Fett
69.4 g
pro Person
277.7 g
gesamtes Rezept (4 Stück)
Ballaststoffe
2.14 g
pro Person
8.56 g
gesamtes Rezept (4 Stück)
Zucker
3.7 g
pro Person
14.8 g
gesamtes Rezept (4 Stück)
Salz
1.86 g
pro Person
7.43 g
gesamtes Rezept (4 Stück)
Häufige Fragen
Häufig war der Boden vor dem Füllen noch feucht, die Form stand nicht auf ausreichend heißem Metall oder der Speck brachte zu viel ausgelassenes Fett mit. Diese Fassung bindet deshalb zwei Vorbackphasen, einen dünn gestockten Eiweißfilm, abgetropften Speck und das unmittelbare Füllen des warmen Bodens.
Der Rand steht fest und ist goldbraun, während die Mitte beim sanften Rütteln nur leicht wackelt und nicht flüssig schwappt. Maßgeblich ist zusätzlich das Lebensmittelthermometer: Im Zentrum des Eiergusses müssen mindestens 71 °C erreicht sein.
Die von den offiziellen Tourismusportalen für Frankreich und Grand Est beschriebene Kernform besteht aus Mürbeteig, Eiern, Sahne beziehungsweise Crème fraîche und Speck. Käse ist eine verbreitete Variante, gehört aber nicht zu der hier nachgebildeten lothringischen Kernfassung.
Das Eiweiß bildet auf dem vorgebackenen Boden einen dünnen gestockten Film. Das sauber getrennte und gekühlte Eigelb gelangt anschließend in den Guss. Die Teilmengen an den Arbeitsschritten zeigen die vollständige Eierverteilung, ohne die Einkaufsliste unnötig zu vervielfachen.
Die erste Kühlphase verteilt die Feuchtigkeit und festigt die Butter vor dem Ausrollen. Die zweite stabilisiert den bereits angedrückten Rand in der Metallform. Beide Zustände begrenzen Schrumpfen und Absacken beim beschwerten Vorbacken.
Sanftes Auslassen entwickelt Aroma und entfernt einen Teil des frei austretenden Fetts. Das anschließende Abtropfen verhindert, dass dieses Fett unkontrolliert in den Eierguss oder auf den Mürbeteig gelangt. Dunkel und hart soll der Speck dabei noch nicht werden.
Der gebundene Ablauf verwendet eine runde Metallform mit herausnehmbarem Boden. Metall leitet die Hitze des vorgeheizten Blechs schnell an den Mürbeteig weiter. Keramik folgt einem anderen Wärmeverlauf und benötigt einen eigenen Backtest.
Blätterteig ergibt eine andere Quichevariante mit eigenem Fett-, Kühl- und Backverhalten. Die hier festgelegten Zeiten und Prüfzeichen gelten ausschließlich für selbst gemachten Mürbeteig und lassen sich nicht zuverlässig auf Blätterteig übertragen.
Nicht gegessene Stücke binnen 2 Stunden portionsweise flach verpacken und zügig auf höchstens 7 °C abkühlen. Im Kühlschrank bis zum Ende des zweiten Folgetags verbrauchen. Beim einzigen erneuten Erhitzen muss jede Portion im Zentrum länger als 2 Minuten über 70 °C bleiben.
Weizen beziehungsweise Gluten, Ei und Milch sind kennzeichnungspflichtige Allergene; zusätzlich sind Etiketten und mögliche Spuren der konkreten Produkte maßgeblich. Nährwerte bleiben verborgen, weil die Katalogdaten unbestätigte KI-Schätzungen sind und Ausrollmehl, Formbutter, Speckfett, Backverluste sowie fertige Massen nicht kontrolliert gemessen wurden.