Pizza Margherita aus dem Backofen
Pizza Margherita mit kalt gereiftem Tipo-00-Teig, dicker Tomatensauce, trocken vorbereitetem Mozzarella und frischem Basilikum.
Zwei handgeformte Pizzen backen nacheinander auf einer vollständig aufgeheizten Fläche. Sichtbare Gar- und Bräunungsmerkmale führen sicher durch beide Chargen.

- Vorbereiten
- 40 min
- Ruhen
- 14 h
- Kochen
- 18 min
Zutaten
Ergibt 2 Pizzen · Pro Person: 1 Pizza
Teig
Teig und Sauce
Sauce und Belag
Zum Formen
So gelingt das Rezept
Für 2 Personen bereitest du insgesamt 2 Pizzen zu. Pro Person: 1 Pizza. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Teig kneten und kalt reifen lassen
- 1
Elastischen Margherita-Teig auskneten
Zutaten für diesen Schritt
Frischhefe im Wasser vollständig auflösen. Das Pizzamehl einstreuen und 2 Minuten zu einer durchgehend befeuchteten Masse vermengen. Anschließend 2 Minuten kneten, das feine Meersalz einarbeiten und den Teig weitere 6 bis 8 Minuten bearbeiten. Zuletzt das Olivenöl restlos aufnehmen lassen. Der fertige Teig ist glatt, elastisch und nur leicht klebrig; eine dünn auseinandergezogene Stelle lässt Licht hindurch, ohne sofort zu reißen.
- 2
Teig anspringen lassen und einmal falten
Schon vorbereitet
- Glatter elastischer Margherita-Teig
Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einer gespannten Kugel ziehen. Mit dem Schluss auf dem Schüsselboden ablegen, luftdicht abdecken und bei 24 bis 26 °C 30 Minuten stehen lassen. Danach nacheinander alle Außenseiten anheben, über die Mitte schlagen und dort sanft festdrücken. Nach dieser vollständigen Faltfolge soll die Masse mehr Spannung besitzen und vereinzelt kleine Gasblasen erkennen lassen.
- 3
Teig exakt zwölf Stunden kalt reifen lassen
Schon vorbereitet
- Gefalteter Teig mit beginnender Gare
Die Schüssel wieder dicht abdecken und den Teig bei 4 bis 6 °C für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Am Ende soll er sichtbar größer sein, feine Gasblasen zeigen und noch genügend Spannung besitzen; bei deutlichem Überlaufen nicht weiter warm stehen lassen.
- 4
Zwei gleich schwere Teiglinge abstechen
Schon vorbereitet
- Zwölf Stunden kalt gereifter Pizzateig
Das Gesamtgewicht des kalten Teigs ermitteln, halbieren und beide Hälften mit der Teigkarte abstechen. Die Waage dient zur Kontrolle, damit beide Portionen gleich schwer ausfallen. Jede Hälfte behutsam zur Kugel formen, auf dem Teigschluss absetzen und abgedeckt bei 22 bis 24 °C zunächst 30 Minuten anwärmen lassen. Eingeschlossene Gase dabei nicht herauspressen.
Abschnitt
Sauce, Mozzarella und Backfläche vorbereiten
- 5
Ungekochte Tomatensauce glatt rühren
Zutaten für diesen Schritt
Passierte Tomaten, feines Meersalz und Olivenöl glatt verrühren. Die Sauce weder kochen noch verdünnen. Sie soll am Löffel haften und ohne wässrigen Rand in der Schüssel stehen. Bis zum Belegen abgedeckt kühl stellen.
- 6
Mozzarella abtropfen und trocken zupfen
Zutaten für diesen Schritt
Mozzarella in ein Sieb geben und 30 Minuten abtropfen lassen. Anschließend in kleine, möglichst gleich große Stücke zupfen und auf saugfähigem Küchenpapier ausbreiten. Auch von oben trocken tupfen. Er ist bereit, sobald die Oberfläche matt wirkt und sich darunter keine neue Molkepfütze bildet.
- 7
Ofenfläche durchheizen und Teiglinge fertig temperieren
Schon vorbereitet
- Zwei gleich schwere vortemperierte Teiglinge
Stein oder Stahl nach dessen Herstellerangabe auf einem Rost im unteren Drittel des Ofens einsetzen. Steht beides nicht zur Verfügung, ein stabiles, dafür geeignetes Blech mit der glatten Unterseite nach oben auf dieser Ebene verwenden. Ober-/Unterhitze auf 250 °C einstellen; liegt die freigegebene Höchsttemperatur eines beteiligten Geräts darunter, gilt der niedrigere Wert. Die Fläche 60 Minuten aufladen. Die Teiglinge bleiben währenddessen zugedeckt und erreichen damit insgesamt ungefähr 90 Minuten bei 22 bis 24 °C. Bereit sind sie, wenn sie luftig, dehnbar und innen nicht mehr kalt wirken und eine vorsichtig eingedrückte Stelle gemächlich zurückfedert.
Abschnitt
Zwei Pizzen formen, belegen und nacheinander backen
- 8
Zwei runde Pizzaböden von Hand formen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Zwei backbereite Margherita-Teiglinge
Den feinen Hartweizengrieß auf Arbeitsfläche und Pizzaschieber verteilen. Bei jedem Teigling die Luft mit den Fingerkuppen aus der Mitte Richtung Außenkante schieben, dann den Boden behutsam auf 26 bis 28 cm Durchmesser dehnen. Die äußeren 1 bis 2 cm nicht zusammendrücken. Ein Nudelholz würde die aufgebaute Gare zerstören und bleibt unbenutzt. Den zweiten Boden leicht unterlegt und abgedeckt warten lassen.
- 9
Erste Pizza belegen und zweite Portion bereitstellen
Schon vorbereitet
- Dicke ungekochte Margherita-Sauce
- Abgetropfter und trocken getupfter Mozzarella
- Zwei handgeformte Margherita-Böden
Sauce und Mozzarella jeweils in zwei gleich große Portionen teilen. Den ersten Boden dünn mit einer Saucenportion bestreichen und den Rand frei lassen. Eine Mozzarellaportion mit sichtbaren Zwischenräumen verteilen. Den zweiten Boden sowie seine getrennten Sauce- und Mozzarellaportionen abgedeckt bereithalten; er wird erst unmittelbar vor seinem Backdurchgang belegt.
- 10
Erste Pizza backen und Backfläche erholen lassen
Schon vorbereitet
- erste belegte und zweite backbereite Pizza
Die erste belegte Pizza ohne Verzögerung auf die aufgeheizte Fläche befördern und die Ofentür schließen. Nach 7 bis 9 Minuten prüfen: Der Rand muss aufgegangen und goldbraun, der Mozzarella geschmolzen und die stabile Unterseite punktuell braun geröstet sein. Die fertige Pizza herausnehmen. Danach den leeren Ofen 5 Minuten geschlossen lassen, damit die Backfläche wieder Energie speichert. Roher Teig ist nicht zum Probieren geeignet; Hände, Geräte und Arbeitsflächen nach Kontakt mit Mehl oder Teig mit warmem Spülwasser säubern.
- 11
Zweite Pizza frisch belegen und fertig backen
Schon vorbereitet
- erste gebackene und zweite backbereite Pizza
Den zweiten Boden unmittelbar vor dem Backen mit seiner bereitgestellten Sauce bestreichen und mit seinem Mozzarella locker belegen. Auf die wieder aufgeheizte Fläche schieben und ebenfalls 7 bis 9 Minuten backen. Sie ist fertig, wenn Rand, Käse und Boden dieselben sichtbaren Merkmale wie bei der ersten Pizza zeigen.
- 12
Basilikum auflegen und sicher servieren
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Zwei vollständig gebackene Pizza Margherita
Basilikumblätter erst jetzt von den Stielen zupfen und gleichmäßig auf beide heißen Pizzen verteilen. Jede Pizza 2 Minuten offen ausdampfen lassen, schneiden und sofort servieren. Übrig gebliebene Stücke müssen binnen 2 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank gelangen. Dort bei maximal 4 °C lagern, nach 3 bis 4 Tagen nicht mehr verwenden und beim erneuten Erwärmen überall mindestens 74 °C erreichen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Berechnungsgrundlage pro Person: 1 Pizza. Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (2 Pizzen).
Kalorien
921.5 kcal
pro Person
1843.1 kcal
gesamtes Rezept (2 Pizzen)
Kohlenhydrate
135.5 g
pro Person
271.1 g
gesamtes Rezept (2 Pizzen)
Protein
38.9 g
pro Person
77.7 g
gesamtes Rezept (2 Pizzen)
Fett
24.1 g
pro Person
48.2 g
gesamtes Rezept (2 Pizzen)
Ballaststoffe
4.86 g
pro Person
9.73 g
gesamtes Rezept (2 Pizzen)
Zucker
6.27 g
pro Person
12.5 g
gesamtes Rezept (2 Pizzen)
Salz
5.92 g
pro Person
11.8 g
gesamtes Rezept (2 Pizzen)
Mehr zum Rezept
Für mehr Tiefe kann der Teig kalt geführt werden. Längere Ruhe sorgt für besseres Aroma und eine luftigere Krume. Bei stark wasserreichem Käse vor dem Belegen kurz auf Küchenpapier ablegen.
Häufige Fragen
Nein, sie ist eine Margherita-Fassung für den Haushaltsbackofen. Der traditionelle AVPN-Standard arbeitet unter anderem mit einem sehr heißen Holzofen und eigenen Rohstoff- und Verfahrensregeln. Dieses Rezept verspricht deshalb keine geschützte neapolitanische Machart, sondern ein klar geprüftes Ergebnis mit haushaltsüblicher Technik.
Die gebundene kalte Reifezeit entwickelt Aroma und hält die Gare planbar. Danach brauchen die zwei Teiglinge ihre vollständige Warmphase, damit sie sich dehnen lassen und im Ofen aufgehen. Für dieses Rezept gilt genau dieser Zeit- und Temperaturplan.
Für die konkrete Hydration, Kühlschranktemperatur und Reifezeit ist nur die gelistete Frischhefe geprüft. Trockenhefe hat eine andere Triebkraft und benötigt eine eigene Mengen- und Zeitabstimmung; ein ungeprüfter Austausch wird deshalb nicht empfohlen.
Als Ersatz eignet sich ein stabiles Backblech, dessen glatte Unterseite nach oben zeigt. Es heizt zusammen mit dem Ofen durch und bildet so eine ebene Fläche zum Einschieben. Voraussetzung ist, dass Hersteller und Material die gewählte Ofentemperatur erlauben; insbesondere dünne oder empfindlich beschichtete Bleche dürfen nicht ungeprüft eingesetzt werden.
Häufig sind zu viel Sauce, nasser Mozzarella oder eine nicht vollständig aufgeheizte Backfläche verantwortlich. In diesem Ablauf bleibt die Sauce dick, der Käse wird bis zu einem sichtbaren Trockenheitsziel vorbereitet und der Belag liegt locker mit Zwischenräumen auf dem Teig.
Der Rand ist deutlich aufgegangen und goldbraun, der Mozzarella vollständig geschmolzen und der feste Boden mit braunen Röstpunkten versehen. Diese Merkmale sind verlässlicher als eine starre Einzelminute, weil Haushaltsöfen und Backflächen unterschiedlich viel Energie übertragen.
Beim ersten Backdurchgang kühlt die Oberfläche ab, zusätzlich geht beim Öffnen der Tür heiße Luft verloren. Ohne Belag und bei geschlossenem Ofen kann sie wieder ausreichend Energie aufnehmen. So erhält auch die zweite Pizza kräftige Unterhitze statt eines blassen, weichen Bodens.
Eine längere Kühlschrankgare ist mit dieser Hefemenge und Warmphase nicht geprüft. Sie kann Übergare, nachlassende Spannung oder eine veränderte Säure verursachen und braucht eine eigene Abstimmung. Für die veröffentlichte Fassung gilt ausschließlich die gebundene Reifezeit.
Andere Tomatenprodukte unterscheiden sich in Wassergehalt und Konsistenz; zusätzlicher Belag verändert ebenfalls die Feuchte und Backzeit. Ohne eigenen Versuch gibt es dafür keine belastbare Austauschmenge. Die veröffentlichte Fassung ist ausschließlich auf die gelistete Passata und den schlichten Margherita-Belag abgestimmt.
Pizzamehl enthält Gluten, Mozzarella das Allergen Milch. Die Zusammensetzung ist vegetarisch, jedoch nicht glutenfrei, milchfrei oder vegan. Ob weitere Allergene oder Kreuzkontakte relevant sind, muss anhand der Kennzeichnung jedes verwendeten Produkts geprüft werden.