Pizza Margherita aus dem Backofen

Pizza Margherita mit kalt gereiftem Tipo-00-Teig, dicker Tomatensauce, trocken vorbereitetem Mozzarella und frischem Basilikum.

Zwei handgeformte Pizzen backen nacheinander auf einer vollständig aufgeheizten Fläche. Sichtbare Gar- und Bräunungsmerkmale führen sicher durch beide Chargen.

Pizza Margherita mit Tomatensauce, geschmolzenem Mozzarella und frischem Basilikum
Gesamtzeit
14 h 58 min
Schwierigkeit
Mittel
ZeitplanIn 14 h 58 min auf dem Tisch
Vorbereiten
40 min
Ruhen
14 h
Kochen
18 min

Zutaten

Personen

Ergibt 2 Pizzen · Pro Person: 1 Pizza

Teig

Teig und Sauce

Sauce und Belag

Zum Formen

So gelingt das Rezept

Für 2 Personen bereitest du insgesamt 2 Pizzen zu. Pro Person: 1 Pizza. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.

  1. Abschnitt

    Teig kneten und kalt reifen lassen

  2. 1

    Elastischen Margherita-Teig auskneten

    Zutaten für diesen Schritt

    Frischhefe im Wasser vollständig auflösen. Das Pizzamehl einstreuen und 2 Minuten zu einer durchgehend befeuchteten Masse vermengen. Anschließend 2 Minuten kneten, das feine Meersalz einarbeiten und den Teig weitere 6 bis 8 Minuten bearbeiten. Zuletzt das Olivenöl restlos aufnehmen lassen. Der fertige Teig ist glatt, elastisch und nur leicht klebrig; eine dünn auseinandergezogene Stelle lässt Licht hindurch, ohne sofort zu reißen.

  3. 2

    Teig anspringen lassen und einmal falten

    Schon vorbereitet

    • Glatter elastischer Margherita-Teig

    Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einer gespannten Kugel ziehen. Mit dem Schluss auf dem Schüsselboden ablegen, luftdicht abdecken und bei 24 bis 26 °C 30 Minuten stehen lassen. Danach nacheinander alle Außenseiten anheben, über die Mitte schlagen und dort sanft festdrücken. Nach dieser vollständigen Faltfolge soll die Masse mehr Spannung besitzen und vereinzelt kleine Gasblasen erkennen lassen.

  4. 3

    Teig exakt zwölf Stunden kalt reifen lassen

    Schon vorbereitet

    • Gefalteter Teig mit beginnender Gare

    Die Schüssel wieder dicht abdecken und den Teig bei 4 bis 6 °C für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Am Ende soll er sichtbar größer sein, feine Gasblasen zeigen und noch genügend Spannung besitzen; bei deutlichem Überlaufen nicht weiter warm stehen lassen.

  5. 4

    Zwei gleich schwere Teiglinge abstechen

    Schon vorbereitet

    • Zwölf Stunden kalt gereifter Pizzateig

    Das Gesamtgewicht des kalten Teigs ermitteln, halbieren und beide Hälften mit der Teigkarte abstechen. Die Waage dient zur Kontrolle, damit beide Portionen gleich schwer ausfallen. Jede Hälfte behutsam zur Kugel formen, auf dem Teigschluss absetzen und abgedeckt bei 22 bis 24 °C zunächst 30 Minuten anwärmen lassen. Eingeschlossene Gase dabei nicht herauspressen.

  6. Abschnitt

    Sauce, Mozzarella und Backfläche vorbereiten

  7. 5

    Ungekochte Tomatensauce glatt rühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Passierte Tomaten, feines Meersalz und Olivenöl glatt verrühren. Die Sauce weder kochen noch verdünnen. Sie soll am Löffel haften und ohne wässrigen Rand in der Schüssel stehen. Bis zum Belegen abgedeckt kühl stellen.

  8. 6

    Mozzarella abtropfen und trocken zupfen

    Zutaten für diesen Schritt

    Mozzarella in ein Sieb geben und 30 Minuten abtropfen lassen. Anschließend in kleine, möglichst gleich große Stücke zupfen und auf saugfähigem Küchenpapier ausbreiten. Auch von oben trocken tupfen. Er ist bereit, sobald die Oberfläche matt wirkt und sich darunter keine neue Molkepfütze bildet.

  9. 7

    Ofenfläche durchheizen und Teiglinge fertig temperieren

    Schon vorbereitet

    • Zwei gleich schwere vortemperierte Teiglinge

    Stein oder Stahl nach dessen Herstellerangabe auf einem Rost im unteren Drittel des Ofens einsetzen. Steht beides nicht zur Verfügung, ein stabiles, dafür geeignetes Blech mit der glatten Unterseite nach oben auf dieser Ebene verwenden. Ober-/Unterhitze auf 250 °C einstellen; liegt die freigegebene Höchsttemperatur eines beteiligten Geräts darunter, gilt der niedrigere Wert. Die Fläche 60 Minuten aufladen. Die Teiglinge bleiben währenddessen zugedeckt und erreichen damit insgesamt ungefähr 90 Minuten bei 22 bis 24 °C. Bereit sind sie, wenn sie luftig, dehnbar und innen nicht mehr kalt wirken und eine vorsichtig eingedrückte Stelle gemächlich zurückfedert.

  10. Abschnitt

    Zwei Pizzen formen, belegen und nacheinander backen

  11. 8

    Zwei runde Pizzaböden von Hand formen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Zwei backbereite Margherita-Teiglinge

    Den feinen Hartweizengrieß auf Arbeitsfläche und Pizzaschieber verteilen. Bei jedem Teigling die Luft mit den Fingerkuppen aus der Mitte Richtung Außenkante schieben, dann den Boden behutsam auf 26 bis 28 cm Durchmesser dehnen. Die äußeren 1 bis 2 cm nicht zusammendrücken. Ein Nudelholz würde die aufgebaute Gare zerstören und bleibt unbenutzt. Den zweiten Boden leicht unterlegt und abgedeckt warten lassen.

  12. 9

    Erste Pizza belegen und zweite Portion bereitstellen

    Schon vorbereitet

    • Dicke ungekochte Margherita-Sauce
    • Abgetropfter und trocken getupfter Mozzarella
    • Zwei handgeformte Margherita-Böden

    Sauce und Mozzarella jeweils in zwei gleich große Portionen teilen. Den ersten Boden dünn mit einer Saucenportion bestreichen und den Rand frei lassen. Eine Mozzarellaportion mit sichtbaren Zwischenräumen verteilen. Den zweiten Boden sowie seine getrennten Sauce- und Mozzarellaportionen abgedeckt bereithalten; er wird erst unmittelbar vor seinem Backdurchgang belegt.

  13. 10

    Erste Pizza backen und Backfläche erholen lassen

    Schon vorbereitet

    • erste belegte und zweite backbereite Pizza

    Die erste belegte Pizza ohne Verzögerung auf die aufgeheizte Fläche befördern und die Ofentür schließen. Nach 7 bis 9 Minuten prüfen: Der Rand muss aufgegangen und goldbraun, der Mozzarella geschmolzen und die stabile Unterseite punktuell braun geröstet sein. Die fertige Pizza herausnehmen. Danach den leeren Ofen 5 Minuten geschlossen lassen, damit die Backfläche wieder Energie speichert. Roher Teig ist nicht zum Probieren geeignet; Hände, Geräte und Arbeitsflächen nach Kontakt mit Mehl oder Teig mit warmem Spülwasser säubern.

  14. 11

    Zweite Pizza frisch belegen und fertig backen

    Schon vorbereitet

    • erste gebackene und zweite backbereite Pizza

    Den zweiten Boden unmittelbar vor dem Backen mit seiner bereitgestellten Sauce bestreichen und mit seinem Mozzarella locker belegen. Auf die wieder aufgeheizte Fläche schieben und ebenfalls 7 bis 9 Minuten backen. Sie ist fertig, wenn Rand, Käse und Boden dieselben sichtbaren Merkmale wie bei der ersten Pizza zeigen.

  15. 12

    Basilikum auflegen und sicher servieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Zwei vollständig gebackene Pizza Margherita

    Basilikumblätter erst jetzt von den Stielen zupfen und gleichmäßig auf beide heißen Pizzen verteilen. Jede Pizza 2 Minuten offen ausdampfen lassen, schneiden und sofort servieren. Übrig gebliebene Stücke müssen binnen 2 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank gelangen. Dort bei maximal 4 °C lagern, nach 3 bis 4 Tagen nicht mehr verwenden und beim erneuten Erwärmen überall mindestens 74 °C erreichen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.

Berechnungsgrundlage pro Person: 1 Pizza. Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (2 Pizzen).

Kalorien

921.5 kcal

pro Person

1843.1 kcal

gesamtes Rezept (2 Pizzen)

Kohlenhydrate

135.5 g

pro Person

271.1 g

gesamtes Rezept (2 Pizzen)

Protein

38.9 g

pro Person

77.7 g

gesamtes Rezept (2 Pizzen)

Fett

24.1 g

pro Person

48.2 g

gesamtes Rezept (2 Pizzen)

Ballaststoffe

4.86 g

pro Person

9.73 g

gesamtes Rezept (2 Pizzen)

Zucker

6.27 g

pro Person

12.5 g

gesamtes Rezept (2 Pizzen)

Salz

5.92 g

pro Person

11.8 g

gesamtes Rezept (2 Pizzen)

Mehr zum Rezept

Für mehr Tiefe kann der Teig kalt geführt werden. Längere Ruhe sorgt für besseres Aroma und eine luftigere Krume. Bei stark wasserreichem Käse vor dem Belegen kurz auf Küchenpapier ablegen.

Häufige Fragen

Nein, sie ist eine Margherita-Fassung für den Haushaltsbackofen. Der traditionelle AVPN-Standard arbeitet unter anderem mit einem sehr heißen Holzofen und eigenen Rohstoff- und Verfahrensregeln. Dieses Rezept verspricht deshalb keine geschützte neapolitanische Machart, sondern ein klar geprüftes Ergebnis mit haushaltsüblicher Technik.

Die gebundene kalte Reifezeit entwickelt Aroma und hält die Gare planbar. Danach brauchen die zwei Teiglinge ihre vollständige Warmphase, damit sie sich dehnen lassen und im Ofen aufgehen. Für dieses Rezept gilt genau dieser Zeit- und Temperaturplan.

Für die konkrete Hydration, Kühlschranktemperatur und Reifezeit ist nur die gelistete Frischhefe geprüft. Trockenhefe hat eine andere Triebkraft und benötigt eine eigene Mengen- und Zeitabstimmung; ein ungeprüfter Austausch wird deshalb nicht empfohlen.

Als Ersatz eignet sich ein stabiles Backblech, dessen glatte Unterseite nach oben zeigt. Es heizt zusammen mit dem Ofen durch und bildet so eine ebene Fläche zum Einschieben. Voraussetzung ist, dass Hersteller und Material die gewählte Ofentemperatur erlauben; insbesondere dünne oder empfindlich beschichtete Bleche dürfen nicht ungeprüft eingesetzt werden.

Häufig sind zu viel Sauce, nasser Mozzarella oder eine nicht vollständig aufgeheizte Backfläche verantwortlich. In diesem Ablauf bleibt die Sauce dick, der Käse wird bis zu einem sichtbaren Trockenheitsziel vorbereitet und der Belag liegt locker mit Zwischenräumen auf dem Teig.

Der Rand ist deutlich aufgegangen und goldbraun, der Mozzarella vollständig geschmolzen und der feste Boden mit braunen Röstpunkten versehen. Diese Merkmale sind verlässlicher als eine starre Einzelminute, weil Haushaltsöfen und Backflächen unterschiedlich viel Energie übertragen.

Beim ersten Backdurchgang kühlt die Oberfläche ab, zusätzlich geht beim Öffnen der Tür heiße Luft verloren. Ohne Belag und bei geschlossenem Ofen kann sie wieder ausreichend Energie aufnehmen. So erhält auch die zweite Pizza kräftige Unterhitze statt eines blassen, weichen Bodens.

Eine längere Kühlschrankgare ist mit dieser Hefemenge und Warmphase nicht geprüft. Sie kann Übergare, nachlassende Spannung oder eine veränderte Säure verursachen und braucht eine eigene Abstimmung. Für die veröffentlichte Fassung gilt ausschließlich die gebundene Reifezeit.

Andere Tomatenprodukte unterscheiden sich in Wassergehalt und Konsistenz; zusätzlicher Belag verändert ebenfalls die Feuchte und Backzeit. Ohne eigenen Versuch gibt es dafür keine belastbare Austauschmenge. Die veröffentlichte Fassung ist ausschließlich auf die gelistete Passata und den schlichten Margherita-Belag abgestimmt.

Pizzamehl enthält Gluten, Mozzarella das Allergen Milch. Die Zusammensetzung ist vegetarisch, jedoch nicht glutenfrei, milchfrei oder vegan. Ob weitere Allergene oder Kreuzkontakte relevant sind, muss anhand der Kennzeichnung jedes verwendeten Produkts geprüft werden.

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