Pizza Margherita aus dem Backofen
Pizza Margherita mit kalt gereiftem Tipo-00-Teig, dicker Tomatensauce, trocken vorbereitetem Mozzarella und frischem Basilikum.

Zutaten
Reicht für 2 Personen. Ergibt 2 Pizzen. Pro Person: 1 Pizza.
Teig
- 230 g Wasser
- 350 g Pizzamehl Tipo 00
Teig und Sauce
- 11 g Feines Meersalz
Teig
- 2 g Frischhefe
Teig und Sauce
- 10 g Natives Olivenöl extra
Sauce und Belag
- 180 g Passierte Tomaten
- 180 g Mozzarella
- 6 g Frisches Basilikum
Zum Formen
- 15 g Feiner Hartweizengrieß
Zubereitung
Für 2 Personen bereitest du insgesamt 2 Pizzen zu. Pro Person: 1 Pizza. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst. Das Rezept hat 12 Schritte; die passenden Zutaten stehen direkt im Ablauf.
Teig kneten und kalt reifen lassen
Schritt 1: Elastischen Margherita-Teig auskneten
Zutaten: 230 g Wasser · 2 g Frischhefe · 350 g Pizzamehl Tipo 00 · 8 g Feines Meersalz · 5 g Natives Olivenöl extra
Frischhefe im Wasser vollständig auflösen. Das Pizzamehl einstreuen und 2 Minuten zu einer durchgehend befeuchteten Masse vermengen. Anschließend 2 Minuten kneten, das feine Meersalz einarbeiten und den Teig weitere 6 bis 8 Minuten bearbeiten. Zuletzt das Olivenöl restlos aufnehmen lassen. Der fertige Teig ist glatt, elastisch und nur leicht klebrig; eine dünn auseinandergezogene Stelle lässt Licht hindurch, ohne sofort zu reißen.
Schritt 2: Teig anspringen lassen und einmal falten
Schon vorbereitet: Glatter elastischer Margherita-Teig
Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einer gespannten Kugel ziehen. Mit dem Schluss auf dem Schüsselboden ablegen, luftdicht abdecken und bei 24 bis 26 °C 30 Minuten stehen lassen. Danach nacheinander alle Außenseiten anheben, über die Mitte schlagen und dort sanft festdrücken. Nach dieser vollständigen Faltfolge soll die Masse mehr Spannung besitzen und vereinzelt kleine Gasblasen erkennen lassen.
Schritt 3: Teig exakt zwölf Stunden kalt reifen lassen
Schon vorbereitet: Gefalteter Teig mit beginnender Gare
Die Schüssel wieder dicht abdecken und den Teig bei 4 bis 6 °C für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Am Ende soll er sichtbar größer sein, feine Gasblasen zeigen und noch genügend Spannung besitzen; bei deutlichem Überlaufen nicht weiter warm stehen lassen.
Nährwerte
Richtwerte pro Person und für das gesamte Rezept.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Ist diese Pizza Margherita eine echte neapolitanische Pizza?
Nein, sie ist eine Margherita-Fassung für den Haushaltsbackofen. Der traditionelle AVPN-Standard arbeitet unter anderem mit einem sehr heißen Holzofen und eigenen Rohstoff- und Verfahrensregeln. Dieses Rezept verspricht deshalb keine geschützte neapolitanische Machart, sondern ein klar geprüftes Ergebnis mit haushaltsüblicher Technik.
Warum reift der Teig zwölf Stunden im Kühlschrank?
Die gebundene kalte Reifezeit entwickelt Aroma und hält die Gare planbar. Danach brauchen die zwei Teiglinge ihre vollständige Warmphase, damit sie sich dehnen lassen und im Ofen aufgehen. Für dieses Rezept gilt genau dieser Zeit- und Temperaturplan.
Kann ich Trockenhefe statt Frischhefe verwenden?
Für die konkrete Hydration, Kühlschranktemperatur und Reifezeit ist nur die gelistete Frischhefe geprüft. Trockenhefe hat eine andere Triebkraft und benötigt eine eigene Mengen- und Zeitabstimmung; ein ungeprüfter Austausch wird deshalb nicht empfohlen.
Was kann ich ohne Pizzastein oder Backstahl verwenden?
Als Ersatz eignet sich ein stabiles Backblech, dessen glatte Unterseite nach oben zeigt. Es heizt zusammen mit dem Ofen durch und bildet so eine ebene Fläche zum Einschieben. Voraussetzung ist, dass Hersteller und Material die gewählte Ofentemperatur erlauben; insbesondere dünne oder empfindlich beschichtete Bleche dürfen nicht ungeprüft eingesetzt werden.
Warum wird Pizza Margherita in der Mitte manchmal wässrig?
Häufig sind zu viel Sauce, nasser Mozzarella oder eine nicht vollständig aufgeheizte Backfläche verantwortlich. In diesem Ablauf bleibt die Sauce dick, der Käse wird bis zu einem sichtbaren Trockenheitsziel vorbereitet und der Belag liegt locker mit Zwischenräumen auf dem Teig.
Woran erkenne ich eine fertig gebackene Pizza Margherita?
Der Rand ist deutlich aufgegangen und goldbraun, der Mozzarella vollständig geschmolzen und der feste Boden mit braunen Röstpunkten versehen. Diese Merkmale sind verlässlicher als eine starre Einzelminute, weil Haushaltsöfen und Backflächen unterschiedlich viel Energie übertragen.
Warum braucht die Backfläche zwischen den Pizzen fünf Minuten?
Beim ersten Backdurchgang kühlt die Oberfläche ab, zusätzlich geht beim Öffnen der Tür heiße Luft verloren. Ohne Belag und bei geschlossenem Ofen kann sie wieder ausreichend Energie aufnehmen. So erhält auch die zweite Pizza kräftige Unterhitze statt eines blassen, weichen Bodens.