Ossobuco alla milanese mit Gremolata

Ossobuco alla milanese mit angebratenen Kalbsbeinscheiben, Weißwein-Fond-Sauce und Zitronen-Petersilien-Gremolata.

Die Kalbsbeinscheiben werden dünn mehliert, kräftig angebraten und bei milder Hitze geschmort. Der Fond reicht nur bis etwa zur halben Fleischhöhe.

Ossobuco alla milanese mit Gremolata fertig angerichtet
Vorbereitung

30 min

Ruhezeit

10 min

Kochen

2 h 30 min

Zutaten

Für das Ossobuco

Für das Ossobuco und die Gremolata

Für die Gremolata

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Vorbereiten und anbraten

  2. 1

    Kalbsbeinscheiben würzen und stabilisieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Kalbsbeinscheiben rundum gründlich trocken tupfen. Die äußere Haut an mehreren Stellen leicht einschneiden, damit sich das Fleisch beim Anbraten nicht wölbt. Mit Meersalz und schwarzem Pfeffer würzen; wer sehr gleichmäßige Stücke möchte, bindet sie locker mit Küchengarn in Form.

    Notiz

    Nicht tief ins Fleisch schneiden, sonst verliert die Scheibe beim Schmoren leichter ihre Struktur.

  3. 2

    Dünn mehlieren statt panieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl Type 405 auf einen flachen Teller geben und die gewürzten Kalbsbeinscheiben nur hauchdünn darin wenden. Überschüssiges Mehl sorgfältig abklopfen, denn eine dicke Mehlschicht würde im Topf schneller bitter werden und die Sauce später stumpf wirken lassen.

    Notiz

    Das Mehl soll binden und Bräunung fördern, aber keine sichtbare Panade bilden.

  4. 3

    Fleisch kräftig anbraten

    Zutaten für diesen Schritt

    Einen schweren, ofenfesten Schmortopf bei mittelhoher bis hoher Hitze vorheizen. Olivenöl und die Butter für diesen Arbeitsschritt hineingeben, dann die Kalbsbeinscheiben portionsweise anbraten, bis beide Schnittflächen goldbraune Röststellen zeigen. Das Fleisch herausnehmen und auf einem Teller sammeln.

    Notiz

    Lieber in zwei Durchgängen arbeiten: Liegt zu viel Fleisch im Topf, kühlt der Boden ab und das Ossobuco kocht statt zu braten.

  5. Abschnitt

    Schmorfond aufbauen

  6. 4

    Gemüse weich anschwitzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und die Butter für diesen Arbeitsschritt in den Topf geben. Zwiebeln, Karotten und Staudensellerie darin anschwitzen, bis die Würfel weich werden und süßlich duften. Knoblauch erst gegen Ende zugeben, damit er aromatisch bleibt und nicht dunkel wird.

    Notiz

    Leichte Bräunung ist gut, schwarze Stellen am Knoblauch würden die helle Sauce bitter machen.

  7. 5

    Mit Weißwein ablöschen und einkochen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den trockenen Weißwein angießen und den Bratensatz mit einem Holzlöffel vom Topfboden lösen. Die Flüssigkeit offen einkochen lassen, bis der scharfe Alkoholduft verflogen ist und der Ansatz runder riecht. Dieser Schritt gibt der Sauce Tiefe, ohne sie schwer zu machen.

    Notiz

    Nicht sofort Fond nachgießen; erst das Reduzieren macht den Wein harmonisch.

  8. 6

    Fond angießen und Fleisch einsetzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Kalbsfond, Lorbeerblatt und Thymian in den Topf geben. Die angebratenen Kalbsbeinscheiben samt ausgetretenem Fleischsaft zurücklegen; die Flüssigkeit soll seitlich etwa bis zur halben Höhe des Fleisches reichen. Alles einmal sanft aufwallen lassen, dann die Hitze reduzieren.

    Notiz

    Ist das Fleisch komplett bedeckt, wird es eher gesiedet und verliert die typische geschmorte Textur.

  9. Abschnitt

    Sanft schmoren und Sauce vollenden

  10. 7

    Bei milder Hitze schmoren

    Den Topf abdecken und das Ossobuco bei 160 °C Ober-/Unterhitze im Ofen schmoren. Nach der Hälfte der Garzeit die Scheiben vorsichtig wenden und prüfen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist. Starkes Blubbern vermeiden und die Hitze bei Bedarf etwas senken.

    Notiz

    Ideal ist ein leises, kaum sichtbares Schmurgeln; so bleibt das Fleisch saftig und wird trotzdem mürbe.

  11. 8

    Garzeichen prüfen und Fleisch ruhen lassen

    Das Ossobuco ist fertig, wenn eine Gabel ohne Druck in das Fleisch gleitet und sich das Bindegewebe weich anfühlt. Die Scheiben vorsichtig aus dem Topf heben und abgedeckt ruhen lassen. Dabei bleibt die Struktur schöner, während die Sauce konzentriert wird.

    Notiz

    Fällt das Fleisch komplett auseinander, war die Hitze meist zu hoch oder die Garzeit deutlich zu lang.

  12. 9

    Sauce reduzieren und abschmecken

    Zutaten für diesen Schritt

    Lorbeerblatt und Thymian entfernen. Die Sauce offen einkochen, bis sie leicht glänzt und das Gemüse weich gebunden wirkt. Mit Meersalz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Wer eine feinere Sauce möchte, streicht sie teilweise durch ein Sieb, lässt aber genug Gemüsecharakter zurück.

    Notiz

    Die Sauce soll nicht dick wie Bratensauce werden, sondern das Fleisch saftig umhüllen.

  13. Abschnitt

    Gremolata mischen und servieren

  14. 10

    Gremolata frisch hacken

    Zutaten für diesen Schritt

    Petersilienblätter fein hacken. Die Bio-Zitrone heiß abspülen, trockenreiben und nur die gelbe Schale fein abreiben, ohne die bittere weiße Schicht mitzunehmen. Knoblauch sehr fein hacken und alles mit Meersalz in einer Schüssel locker mischen.

    Notiz

    Je feiner der Knoblauch geschnitten ist, desto gleichmäßiger verteilt er sich ohne scharfe Stückchen.

  15. 11

    Ossobuco anrichten

    Die Kalbsbeinscheiben zurück in die heiße Sauce legen und nur kurz erwärmen, damit sie saftig bleiben. Auf vorgewärmten Tellern mit Sauce anrichten und die Gremolata direkt darüberstreuen. Dazu passen Risotto alla milanese, cremige Polenta oder Kartoffelpüree besonders gut.

    Notiz

    Das Knochenmark gehört unbedingt dazu: Es ist aromatisch, zart und wird traditionell mit dem Fleisch serviert.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

574.8 kcal

pro Portion

2299.1 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

21.4 g

pro Portion

85.5 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

46.1 g

pro Portion

184.4 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

29.2 g

pro Portion

116.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

3.5 g

pro Portion

14 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

5.63 g

pro Portion

22.5 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

4.49 g

pro Portion

18 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Hauptversion: Ossobuco alla milanese wird hier hell geschmort, also ohne Tomaten, mit Weißwein, Fond und frischer Gremolata. Als Beilage passen Risotto alla milanese, cremige Polenta, Kartoffelpüree oder schlichtes Weißbrot zum Auftunken der Sauce. Für eine tomatigere norditalienische Variante kann im eigenen Variantenlauf etwas Tomatenmark mit dem Gemüse angeröstet werden; die Mailänder Aromatik mit Zitrone, Petersilie und Knoblauch bleibt aber der prägende Akzent.

FAQ

Häufige Fragen

Am besten eignen sich Kalbsbeinscheiben mit Knochen aus der Hinterhaxe, etwa 3–4 cm dick. Sie enthalten Knochenmark und Bindegewebe, das beim Schmoren weich wird und die Sauce natürlich kräftigt.

Die Hauptversion orientiert sich an Ossobuco alla milanese: Kalbshaxe, Weißwein, Fond und frische Gremolata. Auf Tomaten wird bewusst verzichtet, weil die Mailänder Variante traditionell eher hell geschmort wird.

Die bekannteste Beilage zu Ossobuco ist Risotto alla milanese mit Safran. Ebenfalls sehr passend sind cremige Polenta, Kartoffelpüree oder geröstetes Weißbrot, weil alle die Schmorauce gut aufnehmen.

Ja, Ossobuco lässt sich sehr gut am Vortag schmoren. Fleisch und Sauce zusammen abkühlen lassen und langsam wieder erwärmen. Die Gremolata aber erst frisch vor dem Servieren hacken und darübergeben.

Zähes Ossobuco war meist zu kurz gegart oder hat zu stark gekocht. Die Scheiben brauchen sanfte Hitze, damit sich das Kollagen in Gelatine verwandelt. Erst wenn eine Gabel leicht eindringt, ist das Fleisch bereit.

Für die typische Mailänder Aromatik ist Weißwein ideal. Ohne Wein kannst du milden Kalbsfond verwenden und die Sauce am Ende mit wenig Saft aus der Bio-Zitrone ausbalancieren; sie schmeckt dann weniger original, aber trotzdem rund.

Reste in Sauce vollständig abkühlen lassen und luftdicht verschlossen im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen langsam erhitzen, nicht sprudelnd kochen, damit das Fleisch saftig bleibt.

Nein, bei Ossobuco darf das weich geschmorte Gemüse sichtbar bleiben. Für eine elegantere Sauce kannst du einen Teil durch ein Sieb streichen, solltest sie aber nicht komplett glatt pürieren.

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