Entenbraten aus dem Backofen mit Bratensatzsoße

Die ganze Ente gart erst auf der Brustseite und erhält zum Schluss kräftige Hitze; Röstgemüse und Bratensatz liefern die Soßenbasis.

Apfel-Zwiebel-Füllung und trockene Haut prägen den Braten. Messpunkte für Brust, Keule und Füllung sichern Garpunkt und Lebensmittelsicherheit.

Entenbraten im Backofen mit Bratensatzsoße fertig angerichtet
Vorbereitung

35 min

Ruhezeit

20 min

Kochen

3 h

Zutaten

Ente

Apfel-Zwiebel-Füllung

Füllung und Soße

Bräter und Soße

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Ente und Füllung vorbereiten

  2. 1

    Aufgetaute Ente hygienisch trocken vorbereiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die vollständig im Kühlschrank aufgetaute Ente in einer sauberen Spüle auspacken. Auftauflüssigkeit sofort entsorgen; Hals und Innereienbeutel aus der Bauchhöhle nehmen. Die Ente nicht waschen, sondern innen und außen mit Einmalpapier gründlich trocken tupfen. Lose Fettlappen an Halsansatz und Bauchöffnung entfernen, die Haut jedoch nicht verletzen. Papier entsorgen und anschließend Hände, Messer, Brett, Spüle sowie alle Kontaktflächen gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen.

  3. 2

    Apfel-Zwiebel-Füllung locker einfüllen

    Zutaten für diesen Schritt

    Äpfel unter fließendem Wasser waschen, sorgfältig trocknen, entkernen und grob würfeln. Den für die Füllung vorgesehenen Zwiebelanteil schälen und ebenfalls grob würfeln. Beides mit Majoran und Beifuß mischen. Die Bauchhöhle gleichmäßig mit dem kleineren Salz- und Pfefferanteil würzen, dann die Mischung locker einfüllen. Nicht stopfen: Zwischen den Stücken muss Raum bleiben, damit heiße Luft bis in die Mitte gelangt.

  4. 3

    Fetthaut flach anstechen und außen würzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Haut nur über gut erkennbaren Fettpolstern an Brustseiten, Keulenansatz und Bürzel mit einer feinen Spitze mehrfach flach anstechen. Nicht bis ins Fleisch stechen. Die Haut noch einmal trocken tupfen und die Außenseite vollständig mit dem restlichen Salz und Pfeffer einreiben. Offene Fleischstellen nicht einstechen; aus tiefen Verletzungen würde Fleischsaft austreten.

  5. Abschnitt

    Im offenen Bräter garen und ausknuspern

  6. 4

    Mit der Brustseite nach unten angaren

    Zutaten für diesen Schritt

    Vor dem Einsetzen des Bräters den Ofen bei Ober-/Unterhitze vollständig auf 180 °C bringen. Die Ente mit der Brustseite nach unten mittig in einen offenen Bräter legen und den ersten Fondanteil seitlich angießen, ohne die Haut zu benetzen. Den Bräter auf die untere Schiene stellen und 60 Minuten garen. Am Ende muss sichtbar Fett ausgetreten sein; die Haut darf noch hell sein.

  7. 5

    Wenden, Fett abschöpfen und Röstgemüse ansetzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Bräter auf eine hitzefeste Fläche ziehen. Die Ente mit zwei stabilen Bratenwendern vorsichtig auf die Brustseite nach oben drehen. Das oben schwimmende Fett weitgehend in ein separates hitzefestes Gefäß abschöpfen. Karotten gründlich bürsten oder schälen, Sellerie und den restlichen Zwiebelanteil schälen, alles grob würfeln und um die Ente im Bratensatz verteilen. Weitere 20 bis 25 Minuten garen, bis das Gemüse an den Kanten deutlich bräunt, aber nicht schwarz wird.

  8. 6

    Tomatenmark rösten und Bratensatz vollständig lösen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Ente kurz auf einen hitzefesten Teller oder Rost heben. Einen herdgeeigneten Bräter bei mittlerer bis hoher Hitze auf eine passende Kochzone stellen, Tomatenmark unter das Gemüse rühren und 1 bis 2 Minuten dunkelrot rösten, ohne es schwarz werden zu lassen. Ist der Bräter nicht herdgeeignet, Gemüse und losen Bratensaft stattdessen in einen breiten Topf umfüllen und dort rösten. Mit dem restlichen Fond und dem Apfelsaft ablöschen und sprudelnd aufkochen. Bei der Topfvariante etwas heiße Flüssigkeit in den Bräter geben, sämtliche braunen Röststoffe mit einem Holzlöffel lösen und alles in den Topf zurückgießen. Die vollständige Soßenbasis wieder in den Bräter geben und die Ente mit der Brustseite nach oben zurücksetzen.

  9. 7

    Keule kontrolliert bis vor die Knusperphase garen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Ente offen weitergaren. Nach weiteren 75 Minuten erstmals in der dicksten Keulenstelle messen, ohne den Knochen zu berühren; danach im Abstand von 15 Minuten erneut prüfen. Bei 75 bis 78 °C beginnt die Knusperphase. Sinkt der Flüssigkeitsspiegel stark, nur die vorhandene Bräterflüssigkeit über das Gemüse verteilen, niemals über die Haut. Zu dunkles Gemüse mit Flüssigkeit bedecken.

  10. 8

    Haut bei hoher Hitze trocken ausknuspern

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Ofentemperatur auf 220 °C Ober-/Unterhitze erhöhen und die Ente 10 bis 20 Minuten weitergaren. Den Bräter bei ungleichmäßiger Bräunung einmal drehen. Fertig ist die Haut, wenn sie mahagonibraun, trocken und beim leichten Antippen fest wirkt. Wird eine Stelle zu dunkel, die Temperatur sofort wieder senken; Flüssigkeit oder Dampf dürfen die Haut nicht benetzen.

  11. 9

    Fleisch und Füllung sicher prüfen und ruhen lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Temperatur ohne Knochenkontakt in der dicksten Brust, der dicksten Keulenstelle und im Zentrum der Füllung messen. Als sicher gelten Brustfleisch und Füllung erst, wenn dort 70 °C über zwei zusammenhängende Minuten anliegen; für mürbe Keulen sind 80 bis 82 °C ein gutes Ziel. Ist eine Messstelle zu kalt, die Ente weitergaren. Bleibt nur die Füllung darunter, diese herausnehmen und separat vollständig erhitzen. Die sichere Ente auf einen warmen Teller heben und 20 Minuten unbedeckt ruhen lassen; der Bratenansatz bleibt im Bräter.

  12. Abschnitt

    Bratensatzsoße fertigstellen und anrichten

  13. 10

    Bratensatz passieren und gründlich entfetten

    Zutaten für diesen Schritt

    Ein feines Sieb über einen ausreichend großen Topf setzen und den gesamten Bräterinhalt hineingießen. Das Gemüse mit einem Löffel ausdrücken, bis kein flüssiger Bratensaft mehr austritt; die trockenen Feststoffe anschließend entsorgen. Den Bräter mit etwas aufgefangener heißer Flüssigkeit ausschwenken und gelöste Röststoffe ebenfalls passieren. Die Flüssigkeit kurz stehen lassen und das oben schwimmende Fett sorgfältig abnehmen, bis nur noch dunkler Bratensaft bleibt.

  14. 11

    Soße reduzieren und ohne Klümpchen binden

    Zutaten für diesen Schritt

    Die passierte Soßenbasis offen lebhaft einkochen, bis ihr Geschmack konzentriert ist und sie den Löffel noch dünn benetzt. Den Topf vom Herd nehmen und die gesamte Soßenbasis unter gelegentlichem Rühren auf höchstens 50 °C abkühlen lassen. Die Speisestärke mit dem Schneebesen vollständig klümpchenfrei einarbeiten, alles erneut aufkochen und mindestens eine Minute köcheln lassen. Die fertige Soße soll fließen und den Löffel mit einem dünnen Film überziehen; bei zu dicker Bindung nicht weiter reduzieren.

  15. 12

    Ente tranchieren, Füllung prüfen und heiß anrichten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Füllung vollständig aus der Bauchhöhle nehmen und nur servieren, wenn die sichere Kerntemperatur zuvor bestätigt oder sie separat durcherhitzt wurde. Die Keulen im Gelenk abtrennen. Beide Brüste dicht am Brustbein vom Knochen lösen und das Fleisch anschließend quer zur Faser aufschneiden. Fleisch und Füllung auf vorgewärmten Tellern anrichten, die heiße Bratensatzsoße daneben geben und sofort servieren, damit die Haut trocken bleibt.

Nährwerte nicht verfügbar

Hygienisch vorbereitete ganze Ente: Bei der ganzen Ente bleiben Knochen und Karkasse zurück; zusätzlich wird eine nicht gemessene Menge ausgelassenes Entenfett abgeschöpft und nicht mitverzehrt. Locker mit Apfel und Zwiebel gefüllte Ente: Bei der ganzen Ente bleiben Knochen und Karkasse zurück; zusätzlich wird eine nicht gemessene Menge ausgelassenes Entenfett abgeschöpft und nicht mitverzehrt. Garfertig gewürzte und gefüllte Ente: Bei der ganzen Ente bleiben Knochen und Karkasse zurück; zusätzlich wird eine nicht gemessene Menge ausgelassenes Entenfett abgeschöpft und nicht mitverzehrt. Angegarte Ente mit Bratenflüssigkeit: Knochen, Karkasse und eine nicht gemessene Menge Entenfett werden nicht verzehrt; später ausgesiebte Soßenfeststoffe haben ebenfalls keine gemessene Ausbeute. Ente mit angeröstetem Brätergemüse: Knochen, Karkasse und eine nicht gemessene Menge Entenfett werden nicht verzehrt; später ausgesiebte Soßenfeststoffe haben ebenfalls keine gemessene Ausbeute. Ente im gelösten Bratensatz: Knochen, Karkasse und eine nicht gemessene Menge Entenfett werden nicht verzehrt; später ausgesiebte Soßenfeststoffe haben ebenfalls keine gemessene Ausbeute. Fast gare Ente im Bratenansatz: Knochen, Karkasse und eine nicht gemessene Menge Entenfett werden nicht verzehrt; später ausgesiebte Soßenfeststoffe haben ebenfalls keine gemessene Ausbeute. Knusprige Ente im Bratenansatz: Knochen, Karkasse und eine nicht gemessene Menge Entenfett werden nicht verzehrt; später ausgesiebte Soßenfeststoffe haben ebenfalls keine gemessene Ausbeute. Sicher gegarter und geruhter Entenbraten: Bei der ganzen Ente bleiben Knochen und Karkasse zurück; zusätzlich wird eine nicht gemessene Menge ausgelassenes Entenfett abgeschöpft und nicht mitverzehrt. Bratensatz mit Röstgemüse: Aus der Soßenbasis werden eine nicht gemessene Menge Entenfett sowie Zwiebel-, Karotten- und Selleriefeststoffe entfernt; ein belastbarer Verbrauchsfaktor fehlt. Entfettete und passierte Soßenbasis: Aus der Soßenbasis werden eine nicht gemessene Menge Entenfett sowie Zwiebel-, Karotten- und Selleriefeststoffe entfernt; ein belastbarer Verbrauchsfaktor fehlt. Gebundene Bratensatzsoße: Aus der Soßenbasis werden eine nicht gemessene Menge Entenfett sowie Zwiebel-, Karotten- und Selleriefeststoffe entfernt; ein belastbarer Verbrauchsfaktor fehlt.

FAQ

Häufige Fragen

Wasser entfernt Keime nicht zuverlässig, kann sie durch Spritzer aber auf Spüle, Hände und Arbeitsflächen verteilen. Die vollständig aufgetaute Ente wird mit Einmalpapier trocken getupft. Tauwasser und Papier werden entsorgt; alle Kontaktflächen und Geräte werden anschließend gründlich gereinigt.

Gemessen wird ohne Knochenkontakt in der dicksten Brust, in der dicksten Keulenstelle und im Zentrum der Füllung. Bei Brust und Füllung müssen 70 °C über zwei durchgehende Minuten anliegen. Für eine mürbe Keule darf die Temperatur höher liegen; eine zu kalte Füllung wird separat vollständig erhitzt.

Die Haut muss vor dem Garen trocken sein und darf nur flach über Fettpolstern angestochen werden. Während des Garens wird Fett abgeschöpft und Flüssigkeit ausschließlich über das Gemüse gegeben. Erst kurz vor Garende folgt die hohe Hitze; beim Ruhen bleibt die Ente unbedeckt, damit sich kein Dampf auf der Haut sammelt.

Die Ente kann vollständig abgedeckt im Kühlschrank auftauen. Würzen und füllen sollte erst unmittelbar vor dem Garen erfolgen, damit die rohe Füllung nicht unnötig lange im Geflügel liegt. Vorbereitete Gemüseanteile bleiben getrennt vom rohen Geflügel und werden gekühlt aufbewahrt.

Ja, wenn ihre Temperatur im Zentrum sicher geprüft wurde. Die Füllungsmitte braucht eine zweiminütige Haltephase bei 70 °C. Bleibt sie darunter, wird die Füllung aus der Ente genommen und separat vollständig erhitzt, bevor sie auf den Teller kommt.

Fleisch zeitnah von den Knochen lösen und zusammen mit Füllung und Soße getrennt in flachen Behältern zügig auf unter 7 °C abkühlen. Abgedeckt gekühlt möglichst innerhalb von zwei Tagen verbrauchen und vor dem Essen vollständig durcherhitzen. Unsicher gekühlte oder auffällige Reste werden verworfen.

Majoran ist geschmacklich am nächsten und bereits Bestandteil der Füllung. Getrockneter Thymian ergibt eine deutlich andere, aber passende Kräuternote. Bei einem Austausch die neue Zutat bewusst abschmecken; trockene Haut, korrektes Fettmanagement und sichere Kerntemperatur bleiben wichtiger als ein einzelnes Kraut.

Sellerie ist enthalten. Bei Geflügelfond, Speisestärke und allen weiteren verpackten Zutaten müssen zusätzlich die vollständige Zutatenliste und mögliche Spurenhinweise geprüft werden, weil Rezepturen je nach Hersteller weitere kennzeichnungspflichtige Allergene enthalten können.

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