Engelsaugen mit Johannisbeergelee

Formstabile Engelsaugen aus Mandel-Mürbeteig mit glänzender Johannisbeergelee-Mitte, zart und hell gebacken.

Zwei Kühlphasen schützen die Mulden vor dem Verlaufen. Sparsame Vorfüllung und kontrolliertes Nachfüllen halten das rote Gelee sauber in der Mitte.

Engelsaugen mit Johannisbeergelee fertig angerichtet
Vorbereitung

45 min

Ruhezeit

3 h 25 min

Kochen

12 min

Zutaten

Mandel-Mürbeteig

Füllung

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Mürbeteig mischen und sicher kühlen

  2. 1

    Trockene Zutaten fein vermischen

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl Type 405, blanchierte und fein gemahlene Mandeln, gesiebten Puderzucker, Vanillezucker und feines Meersalz in einer großen Schüssel gründlich vermischen. Größere Mandel- oder Zuckerklümpchen mit den Fingern zerreiben, damit die Kugeln später glatt werden und die Muldenränder nicht unnötig aufreißen.

    Notiz

    Je gleichmäßiger die trockene Mischung ist, desto leichter lässt sich der Teig später ohne sichtbare Risse rollen.

  3. 2

    Kalte Butter sandig einarbeiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die kalte Süßrahmbutter in kleine Würfel schneiden, zur trockenen Mischung geben und zügig mit den Fingerspitzen oder dem Flachrührer einarbeiten, bis feine, sandige Krümel entstehen. Die Butter soll nicht cremig werden oder glänzen; kleine sichtbare Butterpunkte sind völlig in Ordnung und machen die Engelsaugen schön mürbe.

    Notiz

    Wird die Masse weich oder schmierig, die Schüssel kurz kalt stellen und erst danach weiterarbeiten.

  4. 3

    Eigelbe kurz einarbeiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Eier sauber trennen und nur die Eigelbe zur krümeligen Butter-Mehl-Mischung geben; das Eiweiß für ein anderes Rezept kühlen. Alles nur so lange zusammendrücken und kurz kneten, bis kein trockenes Mehl mehr am Schüsselboden liegt. Der Teig soll gerade zusammenhalten und nicht elastisch werden.

    Notiz

    Wirkt der Teig zuerst bröselig, mit der Handfläche zusammendrücken statt sofort zusätzliche Flüssigkeit einzuarbeiten.

  5. 4

    Teig flach drücken und durchkühlen

    Den Mürbeteig zu einer flachen Platte formen, luftdicht abdecken und 60 Minuten im Kühlschrank kühlen. Danach soll er durchgehend fest, aber nicht steinhart sein. Die flache Form verhindert, dass der Teig außen weich bleibt und innen noch warm ist.

    Notiz

    Eine gleichmäßig gekühlte Teigplatte verhindert Temperaturunterschiede, die beim Rollen zu Rissen führen können.

  6. Abschnitt

    Formen, füllen und hell backen

  7. 5

    Teig temperieren und gleichmäßig portionieren

    Den gekühlten Teig 5 bis 10 Minuten temperieren, bis er sich ohne tiefe Risse drücken lässt. Dann in etwa 14 Gramm schwere Portionen für ungefähr 48 gleichmäßige Plätzchen teilen. Bricht er hart und kantig, noch kurz warten; wird er klebrig oder fettglänzend, wieder kühlen.

    Notiz

    Bricht der Teig beim Teilen hart und kantig, noch kurz warten; klebt er deutlich, wieder kühlen.

  8. 6

    Glatte Kugeln rollen und Mulden langsam drücken

    Jede Portion zwischen den Handflächen glatt rollen und mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Die Mulde langsam mit einem trockenen Kochlöffelstiel oder kleinen Messlöffel eindrücken. Etwa 3 bis 4 Millimeter Teig müssen als geschlossener Boden stehen bleiben. Kleine Randrisse vor dem Füllen mit den Fingern schließen.

    Notiz

    Kleine Randrisse direkt mit den Fingern zusammenschieben; tiefe Risse werden beim Backen größer.

  9. 7

    Geformte Engelsaugen nochmals kühlen

    Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das fertig geformte Blech gleichzeitig 15 Minuten im Kühlschrank kühlen, bis Kugeln und Muldenrand wieder fest wirken. So läuft die Butter im Ofen weniger schnell aus und die Vertiefung bleibt erhalten.

    Notiz

    Falls im Kühlschrank kein Platz für ein Blech ist, die geformten Plätzchen auf einem Brett kühlen und anschließend vorsichtig aufs Blech setzen.

  10. 8

    Johannisbeergelee glatt rühren und sparsam vorfüllen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Johannisbeergelee glatt rühren oder nur lauwarm erwärmen, bis es geschmeidig, aber nicht heiß ist. Die Mulden höchstens halb bis zu zwei Dritteln füllen. Diese sparsame Vorfüllung setzt im Ofen an, ohne über den Rand zu kochen; der restliche Glanz entsteht erst nach dem Backen.

    Notiz

    Ein kleiner Spritzbeutel, ein Gefrierbeutel mit feiner Ecke oder ein kleiner Löffel hilft beim kontrollierten Füllen.

  11. 9

    Hell backen und die Backzeichen prüfen

    Die gekühlten Engelsaugen auf der mittleren Schiene 10 bis 12 Minuten backen. Fertig sind sie, wenn die Oberfläche matt und trocken aussieht, der Boden nur zart goldgelb ist und die oberen Ränder hell bleiben. Dunkle Ränder sind bereits zu trocken.

    Notiz

    Dunkle Ränder schmecken schnell trocken; lieber hell backen und die Plätzchen auf dem heißen Blech kurz nachziehen lassen.

  12. 10

    Direkt nach dem Backen glänzend nachfüllen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Blech aus dem Ofen nehmen und 2 Minuten stehen lassen. Die noch warmen Engelsaugen mit dem restlichen lauwarmen Johannisbeergelee bis knapp unter den Muldenrand auffüllen. Nicht überfüllen; die Wärme glättet das Gelee, während die Plätzchen auf dem Blech stabil genug zum Umsetzen werden.

    Notiz

    Nicht über den Rand füllen; beim Abkühlen zieht das Gelee noch leicht an.

  13. 11

    Auskühlen lassen und erst nach dem Setzen stapeln

    Die Engelsaugen vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen. Danach etwa 2 Stunden offen stehen lassen, bis die Geleefüllung nicht mehr klebrig wirkt. Erst dann in eine gut schließende Dose legen und die Lagen mit Backpapier trennen.

    Notiz

    Zu frühes Stapeln drückt die Füllung flach und macht die Unterseiten klebrig.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

368.9 kcal

pro Portion

3689 kcal

gesamt aktuell (10 Portionen)

Kohlenhydrate

37.1 g

pro Portion

371.2 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Protein

6.1 g

pro Portion

61 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Fett

22.4 g

pro Portion

224.2 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Ballaststoffe

2.16 g

pro Portion

21.6 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Zucker

17 g

pro Portion

169.5 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Salz

0.25 g

pro Portion

2.5 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Anmerkung

Ergibt etwa 48 kleine Engelsaugen und damit zehn normale Plätzchenportionen. Die Ruhezeit umfasst beide Kühlphasen sowie das vollständige Setzen der Geleefüllung.

FAQ

Häufige Fragen

Meist ist der Mürbeteig noch zu kalt oder die Teigportion wurde nicht glatt genug gerollt. Lass den Teig kurz temperieren, rolle jede Kugel ohne sichtbare Kanten und drücke die Mulde langsam ein. Kleine Risse vor dem Backen direkt mit den Fingern schließen.

Das passiert vor allem bei zu warmem Teig, zu flach gedrückten Vertiefungen oder fehlender zweiter Kühlung. Die geformten Engelsaugen sollten vor dem Backen wieder fest und kühl sein. Drücke die Mulde deutlich ein, aber lass einen geschlossenen Restboden stehen.

Am zuverlässigsten ist die zweistufige Methode: sparsam vor dem Backen füllen und direkt nach dem Backen ergänzen. So bekommt das Gelee Halt, läuft nicht so leicht über und die Mitte bleibt trotzdem voll und glänzend.

Ja, aber glattes Gelee ist formstabiler und sieht sauberer aus. Stückige Konfitüre solltest du fein passieren oder sehr glatt rühren, damit sie die Mulde gleichmäßig füllt und beim Backen nicht unkontrolliert überkocht.

In vielen Regionen werden die Begriffe für sehr ähnliche Plätzchen verwendet: kleine Mürbeteigkugeln mit Mulde und roter Füllung. Je nach Familie heißen sie auch Kulleraugen. Spitzbuben sind dagegen ausgestochene, zusammengesetzte Plätzchen.

Ja, aber die Mandeln sollten nicht einfach ersatzlos gestrichen werden, weil sich Teigfeuchte und Formstabilität verändern. Nutze dafür eine geprüfte mandelfreie Mengenlogik; der Teig wird weniger nussig, soll aber weiterhin mürbe und formstabil bleiben.

Gut ausgekühlte Engelsaugen halten in einer dicht schließenden Dose etwa 2–3 Wochen. Lege Backpapier zwischen die Lagen und lagere sie kühl, trocken und dunkel. Die Füllung sollte vor dem Stapeln vollständig gesetzt sein.

Ja, der Mürbeteig kann abgedeckt 1–2 Tage im Kühlschrank ruhen. Vor dem Portionieren kurz temperieren, bis er formbar ist. Geformte, ungebackene Kugeln kannst du ebenfalls gut gekühlt aufbewahren und später backen.

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