Tagliatelle selber machen – frische Eierpasta mit Nudelmaschine oder Nudelholz
Frische Tagliatelle aus Tipo-00-Mehl und Eiern: elastischer Teig, dünne Bahnen und eine sichere Garprobe mit Maschine oder Nudelholz.
Der feste Eierpastateig ruht luftdicht, wird gleichmäßig dünn ausgerollt und erst nach vollständigem Erhitzen bissfest probiert.

- Vorbereiten
- 55 min
- Ruhen
- 45 min
- Kochen
- 4 min
Zutaten
Eierpastateig
Ausrollen und Formen
Kochwasser
So gelingt das Rezept
Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Eierpastateig kneten und ruhen lassen
- 1
Mehl und Eier kontrolliert verbinden
Zutaten für diesen Schritt
Lege Eier mit verschmutzter, gesprungener oder anderweitig beschädigter Schale beiseite. Häufe das Mehl in einer breiten Schüssel an und drücke eine tiefe Mulde hinein. Öffne die Eier nacheinander über einem kleinen leeren Gefäß; erst nach Geruchs- und Sichtkontrolle kommt der Inhalt jeweils in die Mulde. Verwirble die Eier mit einer Gabel und ziehe dabei schrittweise Mehl vom inneren Rand ein, bis eine dicke, krümelige Masse entsteht und nichts mehr auslaufen kann.
- 2
Pastateig kräftig glatt kneten
Schon vorbereitet
- gleichmäßig verbundene krümelige Mehl-Ei-Masse
Drücke die Masse mit dem Handballen nach vorn, falte sie zusammen, drehe sie und knete sie etwa 15–20 Minuten weiter. Der Teig ist fertig geknetet, wenn er fest, glatt und elastisch ist, nicht an den Fingern klebt und nach leichtem Druck langsam zurückfedert. Koste die ungegarte Masse weder während noch nach dem Kneten. Entsorge die Eierschalen, entferne Ei- und Mehlreste, reinige Schüssel, Fläche und Geräte mit warmem Spülwasser und wasche deine Hände mit Seife mindestens 20 Sekunden lang.
- 3
Teig vollständig abgedeckt ruhen lassen
Schon vorbereitet
- glatter fester Eierpastateig
Forme den Teig zu einer flachen Kugel und verpacke ihn vollständig luftdicht. Lass ihn etwa 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. Danach soll er deutlich entspannter sein, sich ohne Randrisse eindrücken lassen und nur langsam zurückfedern. Verarbeite ihn direkt weiter; die Oberfläche darf während der Ruhe keine trockene Haut bilden.
Abschnitt
Teigbahnen ausrollen und Tagliatelle schneiden
- 4
Teig portionieren und vor Austrocknung schützen
Schon vorbereitet
- entspannter ausrollbarer Eierpastateig
Teile den entspannten Teig mit einer Teigkarte in handliche Stücke. Drücke ein Stück flach und decke alle übrigen Stücke sofort wieder luftdicht ab. Arbeite immer nur an einem Stück, damit die späteren Bahnen glatt bleiben und die Ränder nicht brüchig werden.
- 5
Mit Nudelmaschine oder Nudelholz dünn ausrollen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Abgedeckte gleich große Teigstücke
Wähle für jede Portion eine Methode. Mit der Nudelmaschine walzt du das flach gedrückte Stück zuerst auf der weitesten Stufe, faltest und walzt es erneut, bis die Bahn gleichmäßig und rissfrei läuft; danach stellst du stufenweise dünner und faltest nicht mehr. Mit dem Nudelholz rollst du von der Mitte nach außen, hebst und drehst die Bahn regelmäßig und gleichst dicke Ränder gezielt aus. In beiden Fällen soll die fertige Bahn etwa 1 mm dünn, geschmeidig, fast durchscheinend und ohne klebrige Stellen sein. Bestäube nur so sparsam, dass sie nicht an Maschine, Fläche oder Nudelholz haftet.
- 6
Bahnen passend antrocknen und schneiden
Schon vorbereitet
- dünne elastische Eierpastabahnen
Lass die Bahnen 5–10 Minuten offen liegen, bis die Oberflächen trocken wirken, die Bahnen aber noch weich und biegsam sind. Lege sie locker übereinander oder rolle sie ohne Druck auf und schneide sie in etwa 8 mm breite Bänder. Lockere die Tagliatelle sofort mit den Fingern, damit die feuchten Schnittflächen nicht wieder zusammenkleben.
- 7
Tagliatelle locker bereitlegen oder kühlen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- gleichmäßig geschnittene rohe Tagliatelle
Bestäube die aufgelockerten Bänder hauchdünn und forme sehr lockere Nester oder hänge sie mit Abstand auf einen sauberen Pastatrockner. Drücke sie nicht zusammen. Koche sie möglichst direkt. Wenn du sie später garst, stelle sie umgehend abgedeckt bei höchstens 7 °C kalt und verarbeite sie innerhalb von 24 Stunden; für längere Lagerung frierst du die lockeren Nester einzeln vor.
Abschnitt
Tagliatelle sicher garen und servieren
- 8
Salzwasser kräftig zum Sieden bringen
Zutaten für diesen Schritt
Bringe das Wasser in einem großen Topf zugedeckt kräftig zum Sieden. Rühre das Salz ein und warte, bis das Wasser wieder deutlich siedet. Halte das Wasser kräftig siedend bereit.
- 9
Vollständig erhitzen und den Biss prüfen
Schon vorbereitet
- lockere kochbereite rohe Tagliatelle
- kräftig siedendes Salzwasser
Gib die Tagliatelle in das kräftig siedende Salzwasser und lockere die Bänder sofort vorsichtig mit einer Zange oder langen Gabel, ohne sie zu zerreißen. Warte, bis das Wasser wieder siedet, und gare die Tagliatelle danach mindestens 2 Minuten vollständig im heißen Wasser. Probiere erst anschließend ein ganzes Band. Je nach Dicke und Antrocknung sind sie nach insgesamt etwa 2–4 Minuten fertig: geschmeidig mit feinem Widerstand, aber ohne mehlig-rohen Kern.
- 10
Abtropfen lassen und ohne Wartezeit servieren
Schon vorbereitet
- Gegarte bissfeste Tagliatelle
Gieße die Tagliatelle ab und lass sie nur kurz abtropfen. Verteile sie sofort auf vorgewärmte Teller. Spüle die Pasta nicht kalt ab und öle sie nicht auf Vorrat ein. Serviere sie direkt, solange sie heiß und klar bissfest ist.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).
Kalorien
424.7 kcal
pro Person
1698.7 kcal
gesamtes Rezept (4 Personen)
Kohlenhydrate
75.6 g
pro Person
302.4 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Protein
16.8 g
pro Person
67.1 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Fett
5.22 g
pro Person
20.9 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Ballaststoffe
2.07 g
pro Person
8.28 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Zucker
1.17 g
pro Person
4.7 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Salz
0.477 g
pro Person
1.91 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Häufige Fragen
Tagliatelle sind lange, flache Eiernudeln aus der italienischen Küche. Die Bänder werden traditionell ungefähr 8 mm breit geschnitten und bieten genügend Fläche für sämige oder langsam gekochte Saucen.
Ja. Teile den Teig klein genug, rolle jede Portion mit gleichmäßigem Druck von der Mitte nach außen und drehe die Bahn häufig. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern eine durchgehend dünne, elastische Bahn ohne dicke Ränder.
Italienisches Tipo-00-Weizenmehl ergibt einen feinen, elastischen Eierpastateig. Weizenmehl Type 405 kann funktionieren, bindet aber je nach Produkt und Eigröße etwas anders. Für dieses Rezept bleibt Tipo 00 die verbindliche Grundlage.
Ein frisch verbundener Teig wirkt zunächst krümelig und wird erst durch ausdauerndes Kneten glatt. Bleibt er klebrig, knete weiter und halte Fläche sowie Hände sauber. Gib keine ungebundene Flüssigkeit hinzu; prüfe zuerst, ob Knetzeit und abgedeckte Ruhe fehlen.
Für gleichmäßig garende Tagliatelle sollen die Bahnen ungefähr 1 mm dünn und fast durchscheinend sein. Hebe sie an mehreren Stellen an: Dicke Ränder oder eine deutlich kräftigere Mitte werden vor dem Schneiden weiter ausgerollt.
Meist waren die Bahnen beim Schneiden noch zu feucht, die Schnittflächen wurden nicht sofort gelockert oder die Nester zu fest gepackt. Kurzes Antrocknen, wenig Hartweizengrieß und viel Luft zwischen den Bändern verhindern das Zusammenkleben.
Gib sie nur in kräftig siedendes Wasser. Nach dem erneuten Sieden bleibt sie mindestens 2 Minuten vollständig im heißen Wasser; erst dann folgt die Bissprobe. Fertige Bänder sind geschmeidig, besitzen feinen Widerstand und haben keinen mehlig-rohen Kern.
Am besten werden sie unmittelbar gekocht. Musst du die Pasta kurz aufheben, verteile die Nester locker in einem sauberen Behälter, decke ihn ab und stelle ihn sofort in den Kühlschrank. Dort darf die Temperatur 7 °C nicht überschreiten; koche die Pasta spätestens nach 24 Stunden vollständig. Langes Stehen bei Raumtemperatur ist für Eierpasta ungeeignet.
Ja. Friere lockere Nester zunächst einzeln auf einem Brett fest und verpacke sie danach luftdicht. Gib sie gefroren direkt in siedendes Wasser. Einfrieren ersetzt das vollständige Garen nicht, weil Kälte mögliche Keime nicht zuverlässig abtötet.
Das Rezept enthält Gluten durch Weizenmehl und Hartweizengrieß sowie Ei. Bei abgepackten Zutaten sind zusätzlich die jeweiligen Produktetiketten maßgeblich. Eine separat servierte Sauce muss unabhängig davon geprüft werden.