Flammkuchenteig ohne Hefe
Elastischer Ölteig für zwei hauchdünne Flammkuchenböden, die auf einer vollständig vorgeheizten Fläche trocken backen und sichtbare Randblasen bilden.
Der Teig wird glatt geknetet, abgedeckt entspannt und fast durchscheinend ausgerollt. Starke Unterhitze sorgt in wenigen Minuten für einen stabilen, knusprigen Boden.

- Vorbereiten
- 20 min
- Ruhen
- 30 min
- Kochen
- 16 min
Zutaten
Ergibt 2 Flammkuchenböden · Pro Person: ½ Flammkuchenboden ohne Belag
Teig
So gelingt das Rezept
Für 4 Personen bereitest du insgesamt 2 Flammkuchenböden zu. Pro Person: ½ Flammkuchenboden ohne Belag. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
- 1
Zutaten zu einem rauen Teig verbinden
Zutaten für diesen Schritt
Mehl und Salz in einer Rührschüssel gleichmäßig verteilen. Das Wasser lauwarm verwenden und zusammen mit dem Rapsöl zugießen. Mit einem Teigschaber vom Schüsselrand zur Mitte arbeiten, bis sich alle feuchten und trockenen Stellen zu einem zusammenhängenden, noch unebenen Teig verbinden.
- 2
Teig bis zur dehnbaren Oberfläche kneten
Schon vorbereitet
- Rauer Flammkuchenteig
Den rauen Teig auf der unbemehlten Arbeitsfläche mit dem Handballen nach vorn drücken, zurückfalten und drehen. Kneten, bis die Oberfläche glatt wirkt, der Teig nur schwach haftet und sich ein Randstück vorsichtig dünn ziehen lässt, ohne sofort zu reißen. Jetzt kein weiteres Mehl einarbeiten.
- 3
Teig abgedeckt entspannen
Schon vorbereitet
- Glatter Flammkuchenteig
Den glatten Teig zu einer flachen Kugel formen, in die saubere Schüssel legen und luftdicht abdecken. Bei Raumtemperatur 30 Minuten ruhen lassen. Die Ruhe ist beendet, wenn sich der Teig ohne starken Widerstand eindrücken lässt; sein Volumen muss sich nicht vergrößern.
- 4
Ofen und Backfläche vollständig vorheizen
Einen Backstahl, Pizzastein oder ein umgedrehtes Blech in den Ofen schieben und bei 250 °C Ober-/Unterhitze mindestens 30 Minuten vollständig durchheizen. Erlauben Ofen und Zubehör laut Hersteller eine höhere Temperatur, kann bis höchstens 280 °C aufgeheizt werden. Die zulässige Temperatur und Aufheizdauer des Zubehörs gehen immer vor.
- 5
Zwei sehr dünne Böden ausrollen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Entspannter Flammkuchenteig
Den entspannten Teig in zwei gleich große Stücke teilen. Arbeitsfläche und Teigroller nur leicht mit dem zurückbehaltenen Mehl bestäuben. Jedes Stück von der Mitte nach außen etwa einen Millimeter dünn ausrollen und dabei mehrmals drehen. Zieht sich der Teig zusammen, kurz liegen lassen und danach bis zu einem fast durchscheinenden Boden weiterrollen.
- 6
Nacheinander dünn belegen und knusprig backen
Schon vorbereitet
- Zwei ausgerollte Flammkuchenböden
Jeden Boden erst unmittelbar vor dem Backen nach dem gewählten Flammkuchenrezept dünn belegen; feuchte Zutaten zuvor gut abtropfen lassen. Den Flammkuchen auf die heiße Backfläche schieben und 6 bis 10 Minuten backen. Fertig ist er, wenn der Rand trocken, blasig und gebräunt ist und der Boden beim Anheben stabil bleibt. Kurz auf einem Gitter ausdampfen lassen und nicht stapeln.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Berechnungsgrundlage pro Person: ½ Flammkuchenboden ohne Belag. Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (2 Flammkuchenböden).
Kalorien
274.9 kcal
pro Person
1099.6 kcal
gesamtes Rezept (2 Flammkuchenböden)
Kohlenhydrate
47.7 g
pro Person
190.8 g
gesamtes Rezept (2 Flammkuchenböden)
Protein
6.96 g
pro Person
27.8 g
gesamtes Rezept (2 Flammkuchenböden)
Fett
5.66 g
pro Person
22.7 g
gesamtes Rezept (2 Flammkuchenböden)
Ballaststoffe
2.12 g
pro Person
8.48 g
gesamtes Rezept (2 Flammkuchenböden)
Zucker
0.663 g
pro Person
2.65 g
gesamtes Rezept (2 Flammkuchenböden)
Salz
1.22 g
pro Person
4.9 g
gesamtes Rezept (2 Flammkuchenböden)
Häufige Fragen
Im Elsass sind mehrere Teigarten überliefert. Historisch wurde auch dünn ausgerollter Brotteig verwendet; regionale Tourismusrezepte beschreiben daneben einen Ölteig aus Mehl, Wasser und Salz ohne Hefe. Dieses Rezept bildet bewusst die elastische Ölteig-Variante ab und beansprucht nicht, die einzige ursprüngliche Fassung zu sein.
Dinkelmehl Type 630 eignet sich als direkte Alternative. Den Teig nur bis zur glatten, dehnbaren Struktur kneten, weil Dinkel auf langes und kräftiges Kneten empfindlicher reagiert. Reißt er beim Ausrollen, hilft eine zusätzliche kurze Ruhephase besser als weiteres Mehl.
Fein gemahlenes Vollkornmehl lässt sich beimischen, bindet aber mehr Wasser und macht den Teig weniger dehnbar. Für einen besonders dünnen, splitternd knusprigen Boden ist helles Mehl verlässlicher. Bei einem größeren Vollkornanteil müssen Flüssigkeit und Ruhezeit nach Teiggefühl angepasst werden.
Der Boden soll ungefähr einen Millimeter dünn und stellenweise fast durchscheinend sein. Gleichmäßigkeit ist wichtiger als eine perfekte Form. Zieht sich der Teig zurück, fehlen ihm einige Minuten Entspannung; weiteres Mehl würde ihn dagegen trockener und schwerer formbar machen.
Ja. Den gekneteten Teig dicht verschlossen kalt stellen. Vor dem Ausrollen ausreichend temperieren, bis er wieder geschmeidig ist. Eine trockene Haut lässt sich später nicht sauber ausrollen, deshalb muss die Abdeckung eng schließen.
Ja. Den entspannten Teig portioniert und luftdicht verpackt einfrieren. Langsam im Kühlschrank auftauen, anschließend temperieren und erst danach ausrollen. Bereits belegte rohe Böden eignen sich schlechter, weil austretende Feuchtigkeit beim Auftauen die Teigoberfläche aufweicht.
Backstahl und Pizzastein übertragen viel gespeicherte Wärme direkt auf den dünnen Boden. Ein umgedrehtes, vollständig vorgeheiztes Blech funktioniert ebenfalls. Bei jedem Zubehör gelten die vom Hersteller erlaubte Höchsttemperatur und Aufheizdauer; eine unbekannte Beschichtung darf nicht über ihre Freigabe hinaus erhitzt werden.
Nein. Zutatenliste und berechnete Nährwerte beziehen sich ausschließlich auf den neutralen Grundteig. Belag, Würzung und deren Nährwerte gehören zum jeweils gewählten Flammkuchenrezept und müssen dort vollständig aufgeführt werden.