Dänische Zimtschnecken mit Kardamom
Kanelsnegle aus Kardamom-Hefeteig mit Zimt-Remonce, heller Vanilleglasur und grobem Hagelzucker.
Langes Kneten schafft ein belastbares Klebergerüst; Haupt- und Stückgare sorgen für lockere, formstabile Spiralen. Gleichmäßige Bräunung hält Krume und Füllung saftig.

- Vorbereiten
- 35 min
- Ruhen
- 2 h
- Kochen
- 18 min
Zutaten
Für Teig, Remonce und Glasur
So gelingt das Rezept
Abschnitt
Hefeteig mischen und gehen lassen
- 1
Milch-Butter-Ei-Basis handwarm mischen
Zutaten für diesen Schritt
Die Butter bei niedriger Hitze schmelzen und den Topf vom Herd ziehen. Den für den Teig vorgesehenen Anteil Vollmilch einrühren. Das Ei in einer kleinen Schale glatt verquirlen. Sobald die Milch-Butter-Mischung 30 bis 35 °C misst, das Ei gründlich einrühren. Die Basis darf weder heiß sein noch sichtbare Butteraugen oder Eiweißfäden zeigen.
- 2
Hefeteig bis zum Fenstertest kneten
Zutaten für diesen Schritt
Weizenmehl, Trockenhefe, Zucker, Salz und Kardamom in der Rührschüssel mischen. Die handwarme Basis zugießen, 3 Minuten auf kleiner Stufe verbinden und anschließend 7 bis 9 Minuten auf mittlerer Stufe kneten. Der Teig ist bereit, wenn er glatt und elastisch wirkt, sich größtenteils vom Schüsselrand löst und sich ein kleines Stück hauchdünn ausziehen lässt, ohne sofort zu reißen.
- 3
Teig bis zur langsamen Rückfederung gehen lassen
Zutaten für diesen Schritt
Den Kardamomteig mit glatter Oberfläche in die Schüssel legen, abdecken und 60 bis 90 Minuten an einem zugfreien, warmen Ort ruhen lassen. Er ist ausreichend gelockert, wenn sein Volumen deutlich zugenommen hat und eine mit bemehltem Finger gesetzte flache Delle langsam zurückfedert. Fällt der Teig ein oder bleibt die Delle unverändert tief, nicht länger warten.
Abschnitt
Remonce, Formen und Stückgare
- 4
Zimt-Remonce rühren und Teig füllen
Zutaten für diesen Schritt
Den für die Füllung vorgesehenen Anteil Butter mit braunem Zucker und Zimt zu einer streichfähigen, nicht fließenden Remonce verrühren. Den gegangenen Teig auf der sparsam bemehlten Arbeitsfläche sanft flach drücken und zu einem Rechteck von etwa 30 × 40 cm ausrollen. Die Remonce gleichmäßig verstreichen und an der gegenüberliegenden langen Kante einen schmalen Rand frei lassen.
- 5
Teigrolle gleichmäßig schneiden und sichern
Zutaten für diesen Schritt
Die gefüllte Teigplatte von der langen Seite her gleichmäßig straff aufrollen, ohne die Luft vollständig herauszudrücken. Die Naht nach unten drehen und die Rolle mit einem scharfen Messer oder ungewachstem Küchengarn in gleich breite Scheiben teilen. Jede Schnecke mit Abstand auf Backpapier setzen und das lose Teigende unter den Boden schieben, damit sich die Spirale nicht öffnet.
- 6
Stückgare am Fingerdruck prüfen
Zutaten für diesen Schritt
Die geformten Schnecken locker abdecken und 30 bis 45 Minuten gehen lassen. Für die letzten Minuten der Gare den Ofen einschalten: 200 °C bei Ober-/Unterhitze oder 180 °C bei Umluft. Backbereit sind die Schnecken, wenn sie sichtbar prall geworden sind und eine leichte Fingerdelle langsam, aber nicht vollständig zurückkommt. Schnellt sie sofort zurück, brauchen sie noch Zeit.
Abschnitt
Backen, glasieren und fertigstellen
- 7
Kanelsnegle gleichmäßig goldbraun backen
Zutaten für diesen Schritt
Die Schnecken auf mittlerer Schiene 16 bis 18 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn Oberseiten und äußere Windungen gleichmäßig goldbraun sind, die Mitte auf sanften Druck elastisch zurückfedert und keine feuchte Teigschicht zwischen den Spiralen sichtbar bleibt. Anschließend 10 Minuten auf dem Blech ruhen lassen; dunkle Ränder weisen auf zu lange Backzeit hin.
- 8
Vanilleglasur dickflüssig rühren
Zutaten für diesen Schritt
Puderzucker durch ein feines Sieb direkt in die Rührschüssel geben. Den für die Glasur vorgesehenen Anteil Vollmilch und den Vanilleextrakt einarbeiten, bis keine trockenen Nester mehr vorhanden sind. Richtig eingestellt fällt die Glasur langsam vom Löffel; eine gezogene Linie bleibt einige Sekunden stehen, ehe sie sich schließt. Verschwindet sie sofort, ist der Überzug zu dünn.
- 9
Lauwarm glasieren und mit Hagelzucker beenden
Zutaten für diesen Schritt
Die nur noch warmen Schnecken auf ein Abkühlgitter setzen und die Vanilleglasur dünn über die Oberseiten streichen. Den Hagelzucker sofort verteilen und die Glasur 10 bis 15 Minuten anziehen lassen. Servierbereit sind die Kanelsnegle, wenn der Überzug an den Rändern matt wird und beim Anheben nicht mehr vom Gebäck läuft.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
388.2 kcal
pro Portion
4658.4 kcal
gesamt aktuell (12 Portionen)
Kohlenhydrate
63.6 g
pro Portion
763.4 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Protein
5.98 g
pro Portion
71.7 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Fett
12.5 g
pro Portion
149.9 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Ballaststoffe
2.07 g
pro Portion
24.9 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Zucker
31.3 g
pro Portion
376.1 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Salz
0.554 g
pro Portion
6.65 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Mehr zum Rezept
Vorbereitung am Vortag: Den Teig nach der ersten Gare gut abgedeckt kalt stellen und am nächsten Tag erst auf Raumtemperatur bringen, dann formen und gehen lassen. Für eine besonders saubere Spiralform hilft es, die Rolle vor dem Schneiden kurz anzukühlen. Zum Einfrieren die ausgekühlten Schnecken portionsweise verpacken; zum Servieren auftauen lassen und kurz erwärmen, dann glasieren.
Häufige Fragen
Kanelsnegl bedeutet wörtlich Zimtschnecke und gehört in Dänemark zum Bäckereigebäck. Diese Version orientiert sich an der verbreiteten Kombination aus Kardamom-Hefeteig, Butter-Zucker-Zimt-Remonce und heller Glasur. Die bereits veröffentlichte schwedische Plany-Variante endet dagegen mit Eistreiche und dünnem Sirup.
Die Oberfläche soll glatt wirken und der Teig sich größtenteils vom Schüsselrand lösen. Beim Fenstertest lässt sich ein kleines Stück vorsichtig so dünn ausziehen, dass Licht hindurchscheint, bevor es reißt. Reißt es sofort stumpf ab, weiterkneten und erneut prüfen.
Nach der ersten Gare soll der Teig deutlich voluminöser und luftig sein; eine flache Fingerdelle federt langsam zurück. Bei der Stückgare sollen die geformten Schnecken prall aussehen und die Delle nur teilweise zurückkommen. Schnelles Zurückspringen bedeutet, dass noch Trieb fehlt; Einfallen weist auf Übergare hin.
Zu warme, fließende Butter, eine lockere Rolle oder ungesicherte Teigenden lassen die Füllung leichter austreten. Die Remonce nur streichfähig rühren, die Rolle gleichmäßig schließen und das lose Ende jeder Schnecke unter den Boden schieben. Eine kleine karamellisierte Spur auf dem Blech ist dennoch normal.
Oberseite und äußere Windungen sollen gleichmäßig goldbraun sein. Die Mitte federt auf leichten Druck elastisch zurück und zwischen den Spiralen ist keine feuchte rohe Teigschicht mehr sichtbar. Sehr dunkle Ränder oder eine harte Mitte sprechen für zu lange Backzeit.
Weizen enthält Gluten; außerdem gehören Milch und Ei zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen dieses Rezepts. Bei Trockenhefe, Vanilleextrakt und Dekorzucker zusätzlich die konkrete Verpackung auf weitere Zutaten und Spurenhinweise prüfen.
Die Schnecken vollständig auskühlen lassen und luftdicht verpacken. Wegen der milchhaltigen Glasur vorsorglich bei höchstens 7 °C kühlen und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Vor dem Essen kurz temperieren; starke Mikrowellenhitze macht die Glasur flüssig und die Krume zäh.
Ja. Die vollständig ausgekühlten Schnecken am besten unglasiert luftdicht einfrieren und möglichst vor Ablauf von drei Monaten aufbrauchen. Über Nacht im Kühlschrank auftauen, kurz bei niedriger Ofenwärme auffrischen und erst danach frisch glasieren und dekorieren.