Linzer Torte klassisch mit Nuss-Mürbeteig und Johannisbeergelee

Klassische Linzer Torte mit würzigem Nuss-Mürbeteig, rotem Johannisbeergelee und Rautengitter.

Kalter Teig, kurze Verarbeitung und klare Backzeichen sorgen für ein sauberes Gitter. Nach zwei Tagen Reifezeit ist die Torte aromatisch und mürbe.

Linzer Torte klassisch mit Nuss-Mürbeteig und Johannisbeergelee fertig angerichtet
Vorbereitung

45 min

Ruhezeit

50 h 45 min

Kochen

40 min

Zutaten

Nuss-Mürbeteig

Füllung

Oberfläche

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Teig kalt anlegen

  2. 1

    Trockene Basis aromatisch mischen

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl, gemahlene Haselnüsse, feinen Zucker, Bourbon-Vanillezucker, Zimt, Gewürznelken und Salz in einer großen Schüssel gründlich vermengen. Die Bio-Zitrone heiß waschen, trocknen und nur die gelbe Schale fein dazureiben; die weiße Schicht schmeckt bitter und gehört nicht in den Teig.

    Notiz

    Sind die Haselnüsse eher grob gemahlen, später besonders sanft ausrollen, damit die Teigstreifen nicht ausfransen.

  3. 2

    Butter und Ei nur kurz einarbeiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die kalten Butterwürfel zur Mehl-Nuss-Mischung geben und mit den Fingerspitzen oder dem Flachrührer zügig zu feinen Bröseln verarbeiten. Das Teig-Ei zugeben und nur so lange mischen, bis sich große, feuchte Krümel bilden; langes Kneten macht die Linzer Torte später fest statt mürbe.

    Notiz

    Der Teig darf leicht rissig wirken. Sobald er beim Zusammendrücken hält, ist er fertig.

  4. 3

    Teig teilen, flach drücken und kühlen

    Den Teig auf die Arbeitsfläche geben, ohne zusätzliches Mehl rasch zusammendrücken und in einen größeren Teil für Boden und Rand sowie einen kleineren Teil für das Gitter teilen. Beide Portionen flach verpacken und 60 Minuten kühlen, bis sie fest, aber noch biegbar sind; zu warmer Teig klebt, zu kalter bricht beim Formen.

    Notiz

    Flache Teigplatten kühlen gleichmäßiger als Kugeln und lassen sich später leichter ausrollen.

  5. Abschnitt

    Füllen und Rautengitter formen

  6. 4

    Springform vorbereiten und Ofen vorheizen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Boden der Springform mit Backpapier belegen und den Rand dünn mit weicher Butter ausstreichen. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen; Umluft bräunt das Gitter schneller, deshalb die Farbe gegen Ende besonders aufmerksam prüfen.

    Notiz

    Eine gut vorbereitete Form schützt den mürben Rand beim Herauslösen.

  7. 5

    Boden und Rand ohne Mehl formen

    Den größeren Teigteil zwischen Backpapier rund ausrollen und in die Form legen. Den Boden gleichmäßig andrücken und einen niedrigen Rand hochziehen; kleine Risse einfach mit Teigresten flicken. Der Teig soll überall ähnlich dick sein, damit die Torte gleichmäßig bäckt.

    Notiz

    Zusätzliches Mehl macht die Oberfläche stumpf und kann die fertige Torte trockener wirken lassen.

  8. 6

    Johannisbeergelee glatt verteilen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das rote Johannisbeergelee glatt rühren und auf dem Teigboden verstreichen, dabei am Rand etwas Abstand lassen. Die Schicht soll geschlossen, aber nicht hoch aufgetürmt sein; zu viel Füllung kocht beim Backen über und kann das Rautengitter anheben.

    Notiz

    Sehr stückige Konfitüre vorher sorgfältig durchrühren, damit sie sich gleichmäßig verteilen lässt.

  9. 7

    Rautengitter kalt und sauber auflegen

    Den kleineren Teigteil zwischen Backpapier ausrollen und in gleichmäßige Streifen schneiden. Die Streifen diagonal über die Konfitüre legen, dann die zweite Lage gekreuzt darüberführen, sodass Rauten entstehen. Wird der Teig weich, die Streifen kurz kühlen, statt sie mit Mehl zu retten.

    Notiz

    Ein glattes Messer oder ein Teigrädchen sorgt für saubere Kanten und ein ordentliches Muster.

  10. 8

    Gitter bestreichen und Rand ordnen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Ei zum Bestreichen gründlich verquirlen und das Teiggitter sowie den Rand dünn damit bepinseln. Nicht in die Konfitüre streichen, sonst entstehen matte Stellen. Überstehende Streifen am Rand sanft andrücken, damit das Muster beim Backen nicht verrutscht.

    Notiz

    Dünn bestreichen reicht völlig; zu viel Ei läuft in die Füllung und bräunt fleckig.

  11. Abschnitt

    Backen, auskühlen und reifen lassen

  12. 9

    Goldbraun backen

    Die Linzer Torte auf der unteren bis mittleren Schiene etwa 40 Minuten backen und ab Minute 35 prüfen. Fertig ist sie, wenn Rand und Gitter deutlich goldbraun sind, die Füllung zwischen den Rauten nur sanft blubbert und sich der feste Rand minimal von der Form löst. Wird das Gitter früh dunkel, locker abdecken.

    Notiz

    Die typische Backzeit liegt je nach Ofen und Formmaterial im Bereich von etwa vierzig Minuten.

  13. 10

    Vollständig auskühlen lassen

    Die Torte 15 Minuten in der Form ruhen lassen, bis der Rand stabiler wird. Dann den Springformrand lösen und die Linzer Torte auf einem Kuchengitter etwa 90 Minuten vollständig auskühlen lassen. Warm angeschnitten zerbricht der Mürbeteig leicht und die Füllung wirkt zu flüssig.

    Notiz

    Geduld zahlt sich aus: Erst kalt lässt sich die Torte sauber bewegen und verpacken.

  14. 11

    Reifen lassen und vor dem Servieren bestäuben

    Zutaten für diesen Schritt

    Die ausgekühlte Linzer Torte locker abgedeckt 48 Stunden an einem kühlen, trockenen Ort reifen lassen. Danach ist der Nuss-Mürbeteig mürber, die Gewürze schmecken runder und das Johannisbeergelee hat sich besser mit dem Teig verbunden. Kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

    Notiz

    Nicht luftdicht verpacken, solange noch Restfeuchte entweichen soll; sonst wird die Oberfläche weich.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

428.7 kcal

pro Portion

5144.4 kcal

gesamt aktuell (12 Portionen)

Kohlenhydrate

50.2 g

pro Portion

602.6 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Protein

5.93 g

pro Portion

71.2 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Fett

23.7 g

pro Portion

284.7 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Ballaststoffe

2.91 g

pro Portion

34.9 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Zucker

31.5 g

pro Portion

378.6 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Salz

0.217 g

pro Portion

2.61 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Anmerkung

Ausgelegt für eine runde Springform mit 26 cm Durchmesser. Die aktive Arbeit ist überschaubar; den großen Geschmacksschub bringen vollständiges Auskühlen und mindestens zwei Tage Reifezeit. Den Teig möglichst ohne zusätzliches Mehl formen, damit die Torte zart bleibt.

FAQ

Häufige Fragen

Rote Johannisbeerkonfitüre ist besonders stimmig, in Österreich heißt sie oft Ribiselkonfitüre. Ihre Säure balanciert den süßen, würzigen Nuss-Mürbeteig. Himbeerkonfitüre funktioniert ebenfalls, schmeckt aber milder und weniger herb.

Ja, die Reifezeit ist hier ein wichtiger Teil des Ergebnisses. Nach zwei Tagen zieht die Konfitüre leicht in den Teig, die Gewürze verbinden sich und die Torte wird mürber. Frisch gebacken schmeckt sie gut, aber noch nicht so rund.

Mandeln sind möglich und ebenfalls traditionell vertreten. Sie machen die Torte feiner und etwas weniger kräftig. Für ein nussiges, österreichisch geprägtes Aroma sind Haselnüsse ideal; eine Mischung aus beiden ist ein guter Kompromiss.

Meist ist der Teig entweder zu warm oder zu kalt. Zu warmer Teig klebt und verzieht sich, zu kalter bricht. Rolle ihn zwischen Backpapier aus und kühle die Streifen nur kurz nach, bis sie stabil, aber noch flexibel sind.

Nach dem vollständigen Auskühlen locker abgedeckt an einem kühlen, trockenen Ort lagern. Eine Kuchendose ist gut, wenn sie nicht komplett luftdicht schließt. Im Kühlschrank wird der Mürbeteig oft fester und verliert etwas Aroma.

Gut gebacken und trocken gelagert hält sie ungefähr eine Woche, oft auch etwas länger. Wichtig ist, dass sie vor dem Verpacken komplett ausgekühlt ist und die Konfitüre nicht ausläuft oder feucht an der Oberfläche steht.

Vorbereiten ist sogar ideal: Backe die Torte zwei Tage vor dem Servieren und bestäube sie erst zuletzt. Einfrieren klappt ohne Puderzucker, wenn die Torte vollständig ausgekühlt und gut verpackt ist. Langsam bei Raumtemperatur auftauen lassen.

Verarbeite den Teig nur kurz, arbeite beim Formen möglichst ohne zusätzliches Mehl und backe die Torte nicht zu dunkel. Außerdem hilft die Reifezeit: Die Konfitüre gibt Feuchtigkeit ab und macht die Krume nach dem Durchziehen angenehmer mürbe.

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