Welches Öl zum Braten? Die passende Wahl für deine Pfanne

Scharf anbraten oder sanft dünsten: Die benötigte Hitze entscheidet mit, welches Öl in die Pfanne passt.

Eine einfache Auswahl für den Alltag

Raffiniertes Rapsöl eignet sich für viele Brataufgaben. Für sehr starke Hitze ein ausdrücklich hoch erhitzbares Bratöl wählen. Natives Olivenöl kann zum sanften Braten passen; empfindliche Öle wie Leinöl gehören in die kalte Küche.

Gemüse wird in einer Edelstahlpfanne gewendet; daneben stehen mehrere Flaschen mit Speiseöl.
Kennzeichnung, Raffination und Kochmethode sind zuverlässiger als eine einzelne Rauchpunktzahl.

Welches Öl für welches Gericht?

Produktangaben gehen vor allgemeinen Rauchpunkttabellen

Gemüse sanft dünsten oder braten
Rapsöl oder geeignetes natives Olivenöl.
Alltäglich in der Pfanne braten
Raffiniertes Rapsöl.
Fleisch kräftig anbraten
Als hoch erhitzbar gekennzeichnetes Bratöl, etwa raffiniertes Raps- oder High-Oleic-Öl.
Frittieren
Ein dafür geeignetes Frittieröl; Temperatur kontrollieren.
Salat oder fertige Speisen verfeinern
Natives Oliven-, Nuss- oder Leinöl nach Geschmack.
Drei neutrale Schälchen mit unterschiedlichen Bratfetten stehen neben einer Edelstahlpfanne.
Bratfett wird nach Temperatur, Dauer und gewünschtem Eigengeschmack ausgewählt.

Darf natives Olivenöl in die Pfanne?

Ja, bei geeigneter Qualität und moderater Hitze. Die pauschale Regel „Olivenöl nie erhitzen“ stimmt nicht. Für sehr starkes Anbraten ist ein entsprechend gekennzeichnetes Öl jedoch einfacher zu handhaben.

Raffiniert bedeutet stärker aufbereitet und meist geschmacksneutraler. Nativ beziehungsweise kaltgepresst beschreibt die Herstellung, aber keine universelle Temperaturfreigabe. Auch High-Oleic-Sonnenblumenöl unterscheidet sich von gewöhnlichem Sonnenblumenöl.

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Wenn das Öl raucht

Schalte die Hitze aus und lass die Pfanne sicher abkühlen. Hat das Öl stark geraucht oder riecht es verbrannt, verwende es nicht weiter und entsorge auch darin zubereitete Speisen. Neues Öl dazuzugeben macht es nicht wieder brauchbar. Eine Pfanne „bis zum Rauchen“ vorzuheizen ist deshalb kein sinnvoller Standard.

Für gutes Bräunen helfen trockenes Bratgut und Platz in der Pfanne. Maximale Hitze verbrennt die Außenseite, während die Mitte noch roh sein kann.

In der Praxis: Rinderfiletsteak mit raffiniertem Rapsöl anbraten

Frittieröl nochmals verwenden?

Nur sachgerecht behandeltes Öl wiederverwenden: nach dem Abkühlen Rückstände herausfiltern und gut verschlossen lagern. Bei starkem Schäumen, zäher Konsistenz oder unangenehmem Geruch entsorgen. Eine feste Zahl an Durchgängen sagt wenig über den Zustand aus.

Öl weder in Ausguss noch Toilette geben. Kleine Haushaltsmengen nach örtlicher Vorgabe in einem verschlossenen Behälter entsorgen; Sammelstellen können andere Mengen annehmen.

Zum Rezept: Chicken Nuggets im Backteig frittieren

So bleiben angebrochene Öle länger gut

Dunkel, gut verschlossen und fern von Herdwärme lagern. Für empfindliche Öle gelten die Kühlhinweise auf der Flasche. Kleine Flaschen sind sinnvoll, wenn du ein Öl selten verwendest.

Ranzig riechendes Öl gehört nicht mehr ans Essen. Starke Gewürze oder Erhitzen beseitigen den Qualitätsfehler nicht.

Pfanne einbrennen: Gusseisen und EisenBeschichtete Pfanne reinigen: Eingebranntes schonend lösen