Pfanne einbrennen: Gusseisen und Eisen
Blankes Eisen, Rost oder klebrige Patina: Prüfe zuerst das Material, bevor du deine Pfanne einölst und erhitzt.
Welche Pfannen werden eingebrannt?
Nur unbeschichtetes Gusseisen und Carbonstahl werden eingebrannt. Waschen, vollständig trocknen, sehr dünn einölen und nach Herstellerangabe erhitzen. Eine bereits eingebrannte neue Pfanne braucht meist nur die erste Reinigung.

Diese Oberflächen unterscheiden
Schwarz und schwer heißt nicht automatisch unbeschichtetes Gusseisen. Auch Emaille kann dunkel sein. Die Modellbeschreibung ist zuverlässiger als die Farbe.
Vor dem Einbrennen prüfen
- Unbeschichtetes Gusseisen oder Carbonstahl
- Bei blanken Stellen, Rost nach Reinigung oder fehlender Patina einbrennen.
- Ab Werk eingebrannt
- Nach Pflegeanleitung reinigen und zunächst damit kochen.
- Emailliert, antihaftbeschichtet oder Edelstahl
- Nicht mit dieser Methode einbrennen.
Öl so dünn auftragen, dass es fast wieder weg ist
Entferne Rost, lose Rückstände und gegebenenfalls den werkseitigen Schutzfilm nach Anleitung. Wasche die Pfanne und trockne sie auch an Griffansatz und Unterseite vollständig.
Verteile wenig raffiniertes Raps- oder Sonnenblumenöl. Wische anschließend mit einem trockenen Tuch nach. Wenn Öl tropft oder sichtbare Schlieren stehen bleiben, ist es zu viel. Dicke Schichten werden klebrig, statt eine belastbare Patina zu bilden.

Im Ofen: nur mit vollständig ofenfester Pfanne
Bei unbeschichtetem Lodge-Gusseisen nennt der Hersteller etwa 230–260 °C und eine Stunde. Das ist ein konkretes Herstellerbeispiel, keine Temperaturfreigabe für jede Eisenpfanne. Holz, Kunststoff und manche Griffbeschichtungen vertragen diese Hitze nicht.
- Vorbereiten
Ofen nach Pfannenanleitung vorheizen und die Küche gut lüften.
- Einbrennen
Die dünn geölte Pfanne kopfüber auf den Rost stellen; darunter ein geeignetes Blech zum Auffangen von Tropfen einsetzen. Zeit und Temperatur der Herstelleranleitung einhalten.
- Abkühlen
Ofen ausschalten und die Pfanne darin abkühlen lassen. Erst anfassen, wenn auch der Griff abgekühlt ist.
Was tun, wenn die Patina klebt oder abblättert?
Klebrig: Überschüssiges Fett gründlich entfernen, trocknen und mit deutlich weniger Öl neu beginnen. Fleckig, aber trocken: Du kannst in der Regel schon kochen; eine junge Patina muss nicht gleichmäßig schwarz aussehen.
Lose schwarze Schuppen: Abreiben und abwaschen, bis nichts mehr abblättert. Danach dünn nachbehandeln. Kleine Roststellen erst vollständig entfernen. Immer neue Ölschichten über Rückstände zu legen macht die Oberfläche nicht besser.
So bleibt die Pfanne im Alltag brauchbar
Mit etwas Bratfett kochen, anschließend reinigen und vollständig trocknen. Mildes Spülmittel ist bei einer intakten Patina möglich; langes Einweichen und die Spülmaschine vermeiden. Lange gekochte Tomatensauce kann eine junge Patina lösen – dafür ist eine andere Pfanne praktischer.
Lässt sich das Bratgut nicht lösen, kann neben der Patina auch die Temperatur oder zu frühes Wenden die Ursache sein. Erneutes Einbrennen ist nicht nach jedem Anhaften nötig.