Plany Rezeptdruck
Zitronenkuchen vom Blech mit Joghurt und Zitronenguss
Der Rührteig wird nach der Mehlzugabe nur kurz verbunden. Der Zitronensirup kommt auf den warmen Kuchen, der dicke Guss erst nach dem vollständigen Abkühlen.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 16 Portionen.
Für das Blech und die Zitronen
- 4 Stück Bio-Zitronen, Schale fein abreiben, Saft auspressen; der Saft wird für Teig, Zitronensirup und Guss aufgeteilt
Für den Rührteig
- 360 g Weizenmehl Type 405, für eine feine, lockere Krume
- 40 g Speisestärke, macht den Zitronenkuchen zarter und weniger kompakt
- 16 g Backpulver, entspricht meist einem Päckchen; nach Gewicht ist es genauer
- 1 Prise feines Meersalz, hebt die Zitronennote und balanciert die Süße
- 200 g weiche Süßrahmbutter, zimmerwarm, aber nicht flüssig
Für den Zitronensirup
- 295 g feiner Zucker, muss nicht vollständig gelöst sein; die Restwärme hilft später
Für den Rührteig
- 16 g Vanillezucker, für ein rundes Aroma ohne die Zitrone zu überdecken
- 5 Stück Eier Größe M, zimmerwarm, damit die Buttercreme nicht gerinnt
- 40 ml neutrales Rapsöl, unterstützt die saftige Textur auch am nächsten Tag
- 220 g Naturjoghurt mit 3,5 % Fett, zimmerwarm; macht den Zitronenkuchen mit Joghurt besonders saftig
Für den Zitronenguss
- 190 g Puderzucker, gesiebt, damit der Guss glatt wird
Zubereitung
9 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Vorbereiten
Ofen, Blech und Zitronen vorbereiten
Zutaten: 4 Stück Bio-Zitronen, Schale fein abreiben, Saft auspressen; der Saft wird für Teig, Zitronensirup und Guss aufgeteilt
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen. Die Bio-Zitronen heiß abspülen, gründlich trockenreiben, die gelbe Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Abrieb und Saft getrennt bereithalten, damit keine bittere weiße Schale in den Teig gerät.
Notiz: Bei Umluft reichen meist 160 °C. Der Kuchen bräunt dann schneller, deshalb etwas früher prüfen.
Mehlmischung für eine lockere Krume anrühren
Zutaten: 360 g Weizenmehl Type 405 · 40 g Speisestärke · 16 g Backpulver · 1 Prise feines Meersalz
Weizenmehl, Speisestärke, Backpulver und feines Meersalz in einer Schüssel mit dem Schneebesen sorgfältig vermengen. So verteilt sich das Backpulver gleichmäßig und der Zitronenkuchen bekommt keine dichten Stellen oder bitteren Backpulvernester.
Notiz: Wirkt das Mehl klumpig, die Mischung einmal sieben. Das macht den Teig feiner, ist aber nicht zwingend nötig.
Rührteig herstellen
Butter, Zucker und Zitronenabrieb cremig schlagen
Zutaten: 200 g weiche Süßrahmbutter · 250 g feiner Zucker · 16 g Vanillezucker · 2 Stück Bio-Zitronen
Die weiche Süßrahmbutter mit feinem Zucker, Vanillezucker und Zitronenabrieb hell und cremig aufschlagen. Die Masse soll sichtbar luftiger werden und nicht mehr körnig aussehen, denn diese eingeschlagene Luft macht den Kuchen später lockerer.
Notiz: Ist die Butter noch zu fest, lieber kurz bei Raumtemperatur stehen lassen. Flüssig geschmolzene Butter macht den Teig schwerer.
Eier nacheinander einarbeiten und Öl unterrühren
Zutaten: 5 Stück Eier Größe M · 40 ml neutrales Rapsöl
Die Eier einzeln unter die Buttercreme rühren und jeweils warten, bis die Masse wieder cremig wirkt. Danach das neutrale Rapsöl langsam einlaufen lassen und kurz unterrühren. So bleibt die Emulsion stabil und der fertige Kuchen trocknet beim Lagern weniger schnell aus.
Notiz: Nicht auf höchster Stufe hetzen: Zu viel Geschwindigkeit kann die Masse eher trennen als glätten.
Joghurt, Zitronensaft und Mehlmischung kurz verbinden
Zutaten: 220 g Naturjoghurt mit 3,5 % Fett · 1 Stück Bio-Zitronen
Naturjoghurt und Zitronensaft unter die Eier-Butter-Masse rühren. Die vorbereitete Mehlmischung dazugeben und nur so lange einarbeiten, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Der Teig soll weich und glatt wirken, aber nicht minutenlang geschlagen werden.
Notiz: Langes Rühren nach der Mehlzugabe aktiviert Gluten und macht Zitronenkuchen eher kompakt als locker.
Backen, tränken und glasieren
Teig auf dem Blech verstreichen und goldgelb backen
Den Rührteig auf das vorbereitete Blech geben, bis in die Ecken verstreichen und die Oberfläche glattziehen. Auf der mittleren Schiene 22–25 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb ist, leicht zurückfedert und an einem Holzstäbchen höchstens feuchte Krümel hängen bleiben.
Notiz: Je nach Blech und Ofen liegt die Backzeit meist bei 22 bis 28 Minuten. Lieber früh prüfen als trocken backen.
Warmen Zitronenkuchen einstechen und tränken
Zutaten: 0,5 Stück Bio-Zitronen · 45 g feiner Zucker
Während der Kuchen bäckt, Zitronensaft und feinen Zucker für den Zitronensirup verrühren, bis die Mischung sirupartig und leicht körnig ist. Den frisch gebackenen Kuchen auf dem Blech lassen, die Oberfläche mit einem Holzstäbchen dicht, aber nicht bis zum Boden einstechen und den Zitronensirup gleichmäßig darüber verteilen.
Notiz: Der Kuchen sollte noch warm sein; auf kaltem Kuchen bleibt der Zitronensirup eher an der Oberfläche und zieht ungleichmäßig ein.
Zitronenguss dick anrühren und auftragen
Zutaten: 190 g Puderzucker · 0,5 Stück Bio-Zitronen
Den getränkten Kuchen vollständig abkühlen lassen. Den gesiebten Puderzucker mit Zitronensaft glatt rühren, bis eine dickflüssige, glänzende Glasur entsteht. Den Guss auf dem kalten Kuchen verteilen und zügig glattstreichen, damit er gleichmäßig anzieht.
Notiz: Ist der Guss zu dünn, mehr Puderzucker einrühren. Ist er zu fest, Zitronensaft nur tropfenweise ergänzen.
Guss fest werden lassen und Kuchen sauber schneiden
Zutaten: 4 Stück Bio-Zitronen, Schale fein abreiben, Saft auspressen; der Saft wird für Teig, Zitronensirup und Guss aufgeteilt · 200 g weiche Süßrahmbutter, zimmerwarm, aber nicht flüssig
Den glasierten Zitronenkuchen ruhen lassen, bis die Oberfläche trocken wirkt und beim Berühren nicht mehr klebt. Dann mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden. Für glatte Kanten das Messer zwischendurch mit warmem Wasser abwischen und gut trocknen.
Notiz: Wird der Kuchen zu früh geschnitten, zieht das Messer den noch weichen Guss über die Schnittkanten.
Rezeptnotiz
Für ein normales tiefes Backblech oder eine Fettpfanne von etwa 30 x 40 cm. Varianten: Für eine Kastenform die Teigmenge halbieren und deutlich länger backen, bis die Stäbchenprobe passt. Für veganen Zitronenkuchen funktionieren pflanzlicher Joghurt, vegane Butter und ein bewährter Ei-Ersatz für Rührkuchen am zuverlässigsten. Für extra intensives Zitronenaroma den Guss sehr dick anrühren und erst auf dem vollständig abgekühlten Kuchen verteilen.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum wird Zitronenkuchen manchmal trocken?
Meist liegt es an zu langer Backzeit oder zu langem Rühren nach der Mehlzugabe. Backe den Kuchen nur bis zur saftigen Stäbchenprobe und rühre den Teig nach dem Mehl wirklich nur kurz zusammen.
Welche Blechgröße passt für diesen Zitronenkuchen?
Am besten eignet sich ein tiefes Backblech oder eine Fettpfanne von etwa 30 x 40 cm. Auf einem größeren, flachen Blech wird der Kuchen dünner und ist schneller fertig; prüfe dann früher die Stäbchenprobe.
Kann ich den Zitronenkuchen am Vortag backen?
Ja, das klappt sehr gut. Durch Joghurt, Öl und Zitronensirup bleibt der Kuchen über Nacht saftig. Den Guss kannst du direkt nach dem Abkühlen auftragen oder frisch am Serviertag ergänzen.
Wie bewahre ich Zitronenkuchen vom Blech am besten auf?
Gut abgedeckt hält er sich bei kühler Raumtemperatur etwa zwei Tage. Im Kühlschrank bleibt er länger frisch, sollte vor dem Essen aber kurz Raumtemperatur annehmen, damit die Krume wieder weicher wirkt.
Kann ich das Rezept als veganen Zitronenkuchen backen?
Ja, aber die Textur wird etwas anders. Verwende pflanzlichen Joghurt, vegane Butter und einen zuverlässigen Ei-Ersatz für Rührkuchen. Wichtig ist auch beim veganen Teig: nach der Mehlzugabe nur kurz rühren.
Geht Zitronenkuchen auch ohne Joghurt?
Joghurt bringt Säure, Feuchtigkeit und eine zarte Krume. Als Ersatz passen saure Sahne, griechischer Joghurt oder milder pflanzlicher Joghurt. Sehr flüssige Alternativen können den Teig schneller kompakt machen.
Kann ich Zitronenkuchen einfrieren?
Ja. Am besten frierst du einzelne Stücke gut verpackt ein und taust sie abgedeckt bei Raumtemperatur auf. Mit Guss funktioniert es ebenfalls, er kann nach dem Auftauen aber etwas matter aussehen.