Plany Rezeptdruck
Wrap-Teig selber machen – weiche Weizenfladen ohne Hefe
Der Weizenteig ruht vor dem dünnen Ausrollen. In der heißen trockenen Pfanne entstehen kleine braune Flecken; gestapelt bleiben die Fladen biegsam.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 4 Portionen.
Wrap-Teig
- 400 g Weizenmehl Type 550, davon einen kleinen Teil zum Ausrollen zurückbehalten
- 8 g feines Meersalz, für einen mild-würzigen Grundteig
- 240 g warmes Wasser, handwarm, nicht heiß, damit der Teig schneller geschmeidig wird
- 25 g raffiniertes Rapsöl, neutral im Geschmack und gut für weiche Fladen
Zubereitung
9 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Teig ansetzen und ruhen lassen
Mehl, Salz, Wasser und Öl zusammenführen
Zutaten: 380 g Weizenmehl Type 550 · 8 g feines Meersalz · 240 g warmes Wasser · 25 g raffiniertes Rapsöl
Den für den Teig vorgesehenen Anteil Weizenmehl Type 550 in eine Rührschüssel geben und mit feinem Meersalz gründlich mischen, damit keine salzigen Stellen entstehen. Warmes Wasser und raffiniertes Rapsöl zugeben und alles erst mit einem Teigmischer oder Löffel, dann mit der Hand zu einem weichen, noch etwas rauen Teig zusammendrücken.
Notiz: Der Teig darf anfangs ungleichmäßig wirken. Wichtig ist nur, dass am Schüsselboden keine trockenen Mehlnester bleiben.
Teig elastisch kneten
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und so lange kneten, bis er glatter wird und beim Drücken langsam zurückfedert. Kein zusätzliches Mehl einarbeiten: Leicht klebrige Stellen verschwinden beim Kneten oft von selbst, während zu viel Mehl die fertigen Wraps trocken und brüchig macht.
Notiz: Fühlt sich der Teig fest oder rissig an, die Hände leicht anfeuchten und weiterkneten, statt ihn mit Mehl fester zu machen.
Abgedeckt entspannen lassen
Den Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel legen und direkt abdecken, damit die Oberfläche nicht antrocknet. Bei Raumtemperatur 30 Minuten ruhen lassen, bis er spürbar weicher und dehnbarer ist; dadurch lassen sich später runde, dünne Fladen ausrollen.
Notiz: Eine angetrocknete Teighaut bleibt beim Ausrollen störend und wird nach dem Backen schnell hart. Deshalb die Schüssel wirklich dicht abdecken.
Portionieren und dünn ausrollen
Teig in gleich große Stücke teilen
Den geruhten Teig kurz zu einer dicken Rolle formen und in acht gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer glatten Kugel schleifen, flach drücken und wieder abdecken, während du nacheinander weiterarbeitest. So trocknen die Ränder nicht aus und die Wraps bekommen später keine harten Bruchkanten.
Notiz: Am saubersten gelingt das Portionieren mit einer Waage. Gleich große Teiglinge brauchen in der Pfanne ähnlich lange und lassen sich später besser stapeln.
Sehr dünn und rund ausrollen
Zutaten: 20 g Weizenmehl Type 550
Die Arbeitsfläche sparsam mit dem zurückbehaltenen Weizenmehl Type 550 bestäuben und einen Teigling dünn ausrollen. Den Fladen nach jedem Rollzug leicht drehen, bis er fast papierdünn wirkt und zur Pfannenfläche passt. Überschüssiges Mehl vor dem Backen sanft abklopfen, sonst bräunt es in der trockenen Pfanne bitter.
Notiz: Ziel ist ungefähr 1 mm Stärke. Springt der Teig stark zurück, kurz abdecken und entspannen lassen, dann weiterrollen.
Trocken backen und weich halten
Pfanne trocken vorheizen
Eine große Pfanne ohne Fett auf mittelhohe bis hohe Temperatur vorheizen. Sie ist bereit, wenn ein aufgelegter Teigfladen zügig kleine Blasen bildet, aber nicht innerhalb weniger Sekunden dunkel wird. Die Hitze nach dem ersten Fladen fein nachregeln, falls die Flecken zu schnell oder zu langsam entstehen.
Notiz: Öl gehört hier nicht in die Pfanne. Der Teig enthält bereits Fett und soll trocken gebacken werden.
Ersten Wrap kurz backen
Einen ausgerollten Fladen in die heiße, trockene Pfanne legen und backen, bis sich Blasen heben und unten einzelne hellbraune Flecken erscheinen. Wenden und die zweite Seite ebenfalls nur kurz backen. Der Wrap soll gar sein, aber noch weich wirken; großflächig dunkle Stellen bedeuten zu viel Hitze oder zu lange Pfannenzeit.
Notiz: Als Orientierung reichen meist 30 bis 45 Sekunden pro Seite. Die genaue Zeit hängt von Pfanne, Herd und Ausrollstärke ab.
Sofort stapeln und abdecken
Den fertigen Fladen direkt aus der Pfanne auf einen Teller legen und sofort mit einem sauberen Küchentuch oder einem passenden Deckel abdecken. Der leichte Dampf im Stapel macht die Oberfläche geschmeidig und gleicht kleine trockene Stellen aus. Diesen Schritt nicht auf später verschieben, sonst werden die Wraps am Rand spröde.
Notiz: Besonders weich bleiben die Fladen, wenn der ganze Stapel locker in ein Tuch eingeschlagen oder zwischen zwei Tellern warm gehalten wird.
Alle Fladen fertig backen
Die übrigen Teiglinge nacheinander ausrollen, in der trockenen Pfanne backen und immer sofort auf den abgedeckten Stapel legen. Falls zu viel loses Mehl in der Pfanne bräunt, die Pfanne zwischendurch trocken auswischen. Die Wraps nach dem Backen kurz im Stapel liegen lassen, damit sie gleichmäßig weich werden.
Notiz: Zum Füllen schmecken die Wraps lauwarm am besten. Kalte Fladen lassen sich kurz in der trockenen Pfanne oder gut abgedeckt erwärmen.
Rezeptnotiz
Ergibt 8 große Wrap-Fladen für eine Pfanne mit etwa 24 bis 28 cm Durchmesser, also 4 normale Portionen mit je 2 Wraps. Bei dieser Grundmenge wiegt ein Teigling ungefähr 83 g; beim Skalieren das Gesamtgewicht des fertigen Teigs neu durch die gewünschte Stückzahl teilen. Die Pfanne bleibt trocken, zusätzliches Öl ist nicht nötig und macht die Oberfläche weniger typisch.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum werden selbst gemachte Wraps hart oder brüchig?
Meist wurden sie zu lange gebacken, zu dick ausgerollt oder nach dem Backen nicht sofort abgedeckt. Wraps sollen nur kleine braune Flecken bekommen, nicht knusprig werden. Direktes Stapeln unter einem Tuch hält die Restfeuchte im Fladen.
Kann ich den Wrap-Teig vorbereiten und später ausrollen?
Ja, das klappt gut. Den gekneteten Teig abgedeckt im Kühlschrank lagern und vor dem Ausrollen wieder Raumtemperatur annehmen lassen. Ist er noch zu kalt, zieht er sich beim Rollen stärker zusammen.
Welches Mehl eignet sich am besten für weiche Weizen-Wraps?
Weizenmehl Type 550 ist ideal, weil es genug Struktur für dünne, elastische Fladen liefert. Type 405 funktioniert ebenfalls, wird aber etwas zarter. Vollkornmehl macht die Wraps kräftiger und weniger biegsam.
Wie dünn muss ich den Teig für Wraps ausrollen?
Sehr dünn: Der Fladen sollte fast papierdünn wirken und ungefähr zur Pfannengröße passen. Ist er deutlich dicker, braucht er länger, trocknet stärker aus und lässt sich später schlechter rollen.
Kann ich die fertigen Wraps einfrieren?
Ja, vollständig abgekühlte Wraps lassen sich gut einfrieren. Am besten mit kleinen Stücken Backpapier dazwischen stapeln, luftdicht verpacken und später abgedeckt auftauen, damit sie nicht austrocknen.
Muss Öl in den Wrap-Teig oder kann ich es weglassen?
Ein wenig Öl macht den Teig geschmeidiger und die Fladen nach dem Backen biegsamer. Ganz ohne Öl gelingen sie zwar, trocknen aber schneller aus und brechen beim Rollen leichter.