Plany Rezeptdruck
Saftiger veganer Schokokuchen vom Blech
Heißes Wasser löst den Kakao an und intensiviert sein Aroma. Beim Backen bleiben an der Stäbchenprobe feuchte Krümel, aber kein nasser Teig.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 12 Portionen.
Kakao-Basis
- 60 g Backkakao
- 120 ml heißes Wasser
Teig
- 260 g Weizenmehl Type 405
- 180 g Zucker
- 16 g Bourbon-Vanillezucker
- 10 g Backpulver
- 1 TL Natron
- 0,5 TL feines Salz
- 260 ml ungesüßter Haferdrink
Teig und Schokoguss
- 115 ml Rapsöl
Teig
- 1 EL Apfelessig
Schokoguss
- 250 g Zartbitterschokolade, Vegan deklarierte Zartbitterschokolade verwenden.
- 100 g Hafercuisine
Zubereitung
10 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Teig vorbereiten
Backform und Ofen startklar machen
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Backform mit Backpapier auslegen. Das Papier an den Ecken sauber einschneiden oder falten, damit der Teig später gleichmäßig hochbackt und keine dünnen, trockenen Randstellen entstehen.
Notiz: Umluft ist möglich, dann die Temperatur etwas niedriger wählen und früher prüfen.
Backkakao aufblühen lassen
Zutaten: 60 g Backkakao · 120 ml heißes Wasser
Backkakao in eine große Rührschüssel geben und mit heißem Wasser glatt verrühren, bis keine trockenen Kakaonester mehr sichtbar sind. Die Masse soll dunkel, cremig und nur noch warm sein, bevor die übrigen Flüssigkeiten dazukommen.
Notiz: Dieser kleine Kakao-Trick sorgt für mehr Schokogeschmack und eine saftigere Krume.
Trockene Zutaten gleichmäßig mischen
Zutaten: 260 g Weizenmehl Type 405 · 180 g Zucker · 16 g Bourbon-Vanillezucker · 10 g Backpulver · 1 TL Natron · 0,5 TL feines Salz
Weizenmehl durch ein feines Sieb in eine zweite Schüssel geben. Zucker, Bourbon-Vanillezucker, Backpulver, Natron und feines Salz zufügen und alles gründlich mit dem Schneebesen vermengen, damit sich Triebmittel und Salz zuverlässig verteilen.
Notiz: Natron nie direkt in Flüssigkeit klumpen lassen, sondern immer erst trocken verteilen.
Flüssige Zutaten in die Kakao-Basis rühren
Zutaten: 260 ml ungesüßter Haferdrink · 110 ml Rapsöl · 1 EL Apfelessig
Ungesüßten Haferdrink, Rapsöl und Apfelessig zur warmen Kakao-Basis geben und mit dem Schneebesen rühren, bis die Oberfläche leicht glänzt. Der Apfelessig aktiviert später das Natron, schmeckt im fertigen Kuchen aber nicht sauer durch.
Notiz: Sehr kalter Haferdrink kann das Öl schlechter einbinden; zimmerwarm klappt es am zuverlässigsten.
Teig nur kurz zusammenführen
Die trockene Mischung zur Kakao-Flüssigkeit geben und mit einem Teigspatel nur so lange unterheben, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. Kleine Schlieren sind besser als langes Rühren, denn zu viel Bewegung macht den Kuchen kompakt.
Notiz: Nicht mit hoher Mixerleistung aufschlagen; dieser Teig soll glatt, aber nicht zäh werden.
Schokostücke unterheben und Teig verstreichen
Zutaten: 100 g Zartbitterschokolade
Die grob gehackte Zartbitterschokolade locker unter den Teig ziehen. Den Teig in die vorbereitete Form geben, bis in die Ecken streichen und die Oberfläche nur leicht glätten, damit die eingearbeitete Luft nicht wieder herausgedrückt wird.
Notiz: Schokostücke machen den Kuchen beim Anschneiden saftiger, ohne dass er wie ein Brownie zu dicht wird.
Backen, glasieren und servieren
Schokokuchen saftig backen
Die Form auf die mittlere Schiene stellen und den Kuchen 30–35 Minuten backen, bis die Oberfläche matt wirkt, leicht zurückfedert und am Holzstäbchen nur noch feuchte Krümel hängen. Klebt nasser Teig daran, kurz weiterbacken und erneut prüfen.
Notiz: Nicht warten, bis das Stäbchen völlig trocken bleibt; dann ist ein saftiger Schokokuchen meist schon überbacken.
Kuchen kontrolliert abkühlen lassen
Den gebackenen Kuchen in der Form ruhen lassen, bis er stabiler wird und sich die Ränder minimal lösen. Danach mit dem Backpapier herausheben und auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen, damit der Guss später nicht stumpf verläuft.
Notiz: Warm ist der Kuchen empfindlich; zu frühes Schneiden kann die Krume zusammendrücken.
Glänzenden Schokoguss rühren
Zutaten: 150 g Zartbitterschokolade · 100 g Hafercuisine · 5 ml Rapsöl
Zartbitterschokolade mit Hafercuisine und Rapsöl über einem warmen Wasserbad langsam schmelzen und dabei ruhig rühren. Die Schüssel darf nicht zu heiß werden, sonst trennt sich der Guss und wirkt körnig statt glatt.
Notiz: Alternativ in kurzen Intervallen in der Mikrowelle schmelzen und zwischendurch sorgfältig rühren.
Überziehen und schnittfest werden lassen
Den lauwarmen Schokoguss auf den abgekühlten Kuchen geben und mit einer Palette oder einem Löffelrücken bis zu den Rändern verstreichen. Vor dem Anschneiden stehen lassen, bis der Guss weich fest ist und beim Messer nicht mehr stark verschmiert.
Notiz: Für besonders saubere Stücke das Messer vor jedem Schnitt kurz säubern.
Rezeptnotiz
Ausgelegt für eine rechteckige Backform oder ein kleines tiefes Blech von etwa 30 × 25 cm. Der Kuchen schmeckt am Backtag weich und schokoladig, am nächsten Tag sogar noch etwas saftiger.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum wird dieser vegane Schokokuchen auch ohne Ei saftig?
Öl hält die Krume weich, Haferdrink bringt Feuchtigkeit und die Kombination aus Natron und Apfelessig lockert den Teig. Wichtig ist außerdem, nach dem Mehlkontakt nur kurz zu rühren und den Kuchen nicht zu lange zu backen.
Woran erkenne ich, dass der Schokokuchen fertig ist?
Die Oberfläche soll matt sein und auf leichten Druck zurückfedern. Bei der Stäbchenprobe dürfen feuchte Krümel hängen bleiben, aber kein nasser Teig. Ein komplett trockenes Stäbchen ist bei Schokokuchen oft ein Zeichen für zu langes Backen.
Kann ich daraus Schokokuchen mit flüssigem Kern machen?
Für einen flüssigen Kern ist ein Blechkuchen nicht ideal, weil die flache Form gleichmäßiger durchbackt. Besser sind kleine Förmchen, die heiß und kürzer gebacken sowie sofort serviert werden. Dieses Rezept ist auf saftige, schnittfeste Stücke ausgelegt.
Kann ich den Schokokuchen einen Tag vorher backen?
Ja, sogar sehr gut. Nach dem vollständigen Abkühlen luftdicht abdecken und bei kühler Raumtemperatur lagern. Der Kuchen zieht über Nacht durch, wird etwas fudgiger und lässt sich am nächsten Tag sauber schneiden.
Wie bewahre ich Schokokuchen auf und kann ich ihn einfrieren?
Luftdicht verpackt hält er bei kühler Raumtemperatur etwa zwei Tage, im Kühlschrank etwas länger, wird dort aber fester. Zum Einfrieren am besten in Stücke schneiden, gut verpacken und langsam bei Raumtemperatur auftauen lassen.
Kann ich den Kuchen auch nicht vegan backen?
Ja, die vegane Basis ist aber bereits vollständig abgestimmt. Wer nicht vegan backen möchte, kann den Haferdrink durch Kuhmilch und die Hafercuisine im Guss durch Sahne ersetzen. Ei ist nicht nötig und würde die Textur eher verändern.
Warum wird mein Schokokuchen manchmal trocken oder gummiartig?
Trocken wird er meist durch zu langes Backen oder eine zu große Form mit dünner Teigschicht. Gummiartig wird er eher durch langes Rühren nach Zugabe des Mehls. Deshalb nur kurz mischen und bei der Garprobe auf feuchte Krümel achten.
Kann ich den Schokokuchen als großes Blech backen?
Ja, aber auf einem großen Ofenblech wird die Teigschicht dünner und die Backzeit verkürzt sich deutlich. Für die saftigste Variante ist ein kleines tiefes Blech oder eine rechteckige Form besser, weil der Kuchen höher bleibt.