Plany Rezeptdruck
Puddingplätzchen mit Vanille ohne Ausstechen
Vanille-Puddingpulver macht den Teig formstabil. Nach 60 Minuten Kühlzeit werden Kugeln mit der Gabel geprägt und vor dem hellen Backen weitere 15 Minuten gekühlt.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 10 Portionen.
Teig
- 200 g Süßrahmbutter, zimmerwarm, aber nicht ölig weich
- 90 g Puderzucker, gesiebt, damit der Teig fein und glatt wird
- 8 g Bourbon-Vanille-Zucker, für deutliches Vanillearoma
- 2 g feines Meersalz, hebt die Vanille, ohne salzig zu schmecken
- 220 g Weizenmehl Type 405, für eine zarte, mürbe Plätzchenstruktur
- 74 g Vanillepuddingpulver zum Kochen, nicht Instant-Dessertcreme
Zubereitung
9 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Teig rühren und kühlen
Butterbasis glatt rühren
Zutaten: 200 g Süßrahmbutter · 90 g Puderzucker · 8 g Bourbon-Vanille-Zucker · 2 g feines Meersalz
Süßrahmbutter in eine Rührschüssel geben. Puderzucker darübersieben, Bourbon-Vanille-Zucker und feines Meersalz zugeben und mit den Quirlen nur so lange rühren, bis die Masse hell, glatt und cremig wirkt. Den Schüsselrand dabei einmal mit einem Silikon-Teigschaber abstreifen, damit keine Butter- oder Zuckernester bleiben. Nicht minutenlang aufschlagen: Zu viel Luft macht die Plätzchen beim Backen eher breit und die Gabelrillen werden flacher.
Notiz: Die Butter soll weich nachgeben, aber keinen öligen Rand in der Schüssel bilden.
Puddingpulver und Mehl kurz einarbeiten
Zutaten: 220 g Weizenmehl Type 405 · 74 g Vanillepuddingpulver zum Kochen
Weizenmehl Type 405 und Vanillepuddingpulver zum Kochen durch ein feines Sieb in eine zweite Schüssel geben und mit einem Schneebesen gleichmäßig mischen. Die trockene Mischung zur Butterbasis geben. Erst langsam mit den Quirlen rühren, damit nichts staubt, dann nur weiterarbeiten, bis keine trockenen Nester mehr sichtbar sind. Der Teig darf weich wirken, soll aber nicht klebrig glänzen oder schmieren.
Notiz: Langes Kneten macht die Struktur weniger zart. Aufhören, sobald der Teig zusammenhält.
Teig zur formbaren Konsistenz kühlen
Den Teig zu einer flachen Platte zusammendrücken, abdecken und 60 Minuten kalt stellen. Richtig ist die Konsistenz, wenn ein Stück beim Rollen glatt bleibt, keine tiefen Risse bekommt und nicht an den Handflächen hängen bleibt. Ist der Teig sehr hart, kurz bei Raumtemperatur entspannen lassen.
Notiz: Flach gekühlt wird der Teig gleichmäßiger fest und lässt sich später schneller portionieren.
Kugeln formen und mit der Gabel prägen
Gleich große Kugeln rollen
Den gekühlten Teig in 40 gleich große Portionen teilen und zwischen den Handflächen zu glatten Kugeln rollen. Die Kugeln mit Abstand auf zwei mit Backpapier belegte, kalte Bleche setzen. Wenn der Teig beim Rollen bröselt, ist er noch zu kalt; wenn er glänzend klebt, braucht er wieder kurze Kühlung.
Notiz: Kleine Größenunterschiede fallen beim Backen stark auf: sehr kleine Plätzchen bräunen schneller, große bleiben länger weich.
Mit der Gabel deutliche Rillen drücken
Eine saubere, trockene Gabel gerade auf jede Kugel setzen und behutsam nach unten drücken. Der Druck soll klare Rillen hinterlassen, die Plätzchen aber nicht zerquetschen. Klebt Teig an der Gabel, die Zinken abwischen und die Kugeln nochmals kurz kalt stellen. Bricht der Rand stark auf, den Teig wenige Minuten entspannen lassen.
Notiz: Die Gabel nur gerade ansetzen und wieder anheben, nicht über den Teig ziehen.
Geprägte Plätzchen kurz nachkühlen
Die geprägten Plätzchen auf dem Blech 15 Minuten kalt stellen, bis die Oberfläche matt wirkt und sich die Rillen stabil anfühlen. Dieser Zwischenstopp hilft, dass die Form im Ofen hält und die Puddingplätzchen wie vom Bäcker hell und sauber gerillt bleiben.
Notiz: Besonders sinnvoll ist das Nachkühlen, wenn die Küche warm ist oder der Teig beim Prägen weich wurde.
Hell backen und mürbe lagern
Nur bis zum hellen Backpunkt backen
Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und beide Bleche nacheinander auf mittlerer Schiene jeweils 12 Minuten backen. Die Puddingplätzchen sind fertig, wenn die Ränder fest wirken, die Unterseite leicht gesetzt ist und die Oberfläche noch hell bleibt. Nicht auf goldbraune Farbe warten.
Notiz: Bei 150 °C Umluft backen und ab Minute 10 kontrollieren, weil die Rillen sonst schneller austrocknen.
Auf dem Blech stabilisieren lassen
Die heißen Plätzchen zunächst auf dem Blech ruhen lassen, weil sie direkt nach dem Backen noch sehr zart sind. Erst wenn sie sich ohne Verbiegen lösen, auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen. Beim Abkühlen werden sie fester und bekommen ihre mürbe Textur.
Notiz: Zu frühes Umsetzen ist der häufigste Grund für gebrochene Puddingplätzchen.
Trocken verpacken und mürbe ziehen lassen
Zutaten: 8 g Bourbon-Vanille-Zucker, für deutliches Vanillearoma
Vollständig ausgekühlte Puddingplätzchen in eine gut schließende Dose legen und trocken lagern. Nach kurzer Ruhe schmecken sie runder, weil Butter, Vanille und Stärke sich verbinden. Erst verpacken, wenn keine Restwärme mehr spürbar ist, sonst werden die Rillen weich.
Notiz: Zwischen die Lagen Backpapier legen, damit die zarte Oberfläche schön bleibt.
Rezeptnotiz
Für klare Rillen ist der Teig richtig, wenn er sich glatt rollen lässt, aber beim Drücken mit der Gabel nicht schmiert.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum verlaufen meine Puddingplätzchen beim Backen?
Meist war der Teig zu warm oder die Butter zu weich. Kühle die geprägten Plätzchen vor dem Backen kurz nach und setze sie immer auf ein kaltes Blech. Auch zu langes Aufschlagen der Butterbasis kann die Form instabil machen.
Wie bleiben die Gabelrillen deutlich sichtbar?
Der Teig muss kühl formbar sein: nicht hart-bröselig, aber auch nicht klebrig. Drücke die Gabel gerade nach unten und hebe sie sauber wieder an. Wenn Teig an den Zinken hängen bleibt, die Kugeln nochmals kurz kalt stellen.
Warum werden Puddingplätzchen hell gebacken?
Der typische Charakter sind zarte, mürbe Vanilleplätzchen. Wartest du auf kräftige Bräunung, werden Oberfläche und Rillen schneller trocken. Fertig sind sie, sobald Rand und Unterseite gesetzt sind.
Kann ich den Teig für Puddingplätzchen vorbereiten?
Ja, der Teig lässt sich gut vorbereiten. Vor dem Formen sollte er aber wieder so weich werden, dass er beim Rollen nicht reißt. Geprägte, ungebackene Plätzchen kannst du ebenfalls kurz kühlen und anschließend direkt backen.
Wie bewahre ich Puddingplätzchen auf, damit sie mürbe bleiben?
Lagere sie vollständig ausgekühlt in einer luftdichten Dose an einem kühlen, trockenen Ort. Feuchtigkeit macht die Oberfläche weich, deshalb nicht warm einpacken und nicht zusammen mit sehr feuchtem Gebäck lagern.
Kann ich Speisestärke statt Vanillepuddingpulver verwenden?
Für den vertrauten Geschmack klassischer Vanille-Puddingplätzchen ist Puddingpulver zum Kochen die beste Wahl. Speisestärke funktioniert nur mit zusätzlicher Vanille und etwas Feingefühl, schmeckt aber weniger typisch.