Plany Rezeptdruck
Mürbe Butterplätzchen zum Ausstechen
Kalte Butter, Puderzucker und kurze Verarbeitung sorgen für zarte, mürbe Plätzchen mit sauberer Form. Nach der Kühlzeit lässt sich der Teig gut ausrollen, ausstechen und nach dem Backen beliebig verzieren.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 40 Portionen.
Mürbeteig
- 320 g Weizenmehl Type 405, für Teig und sparsames Ausrollen
- 100 g Puderzucker, gesiebt, für eine feine Teigstruktur
- 200 g kalte Butter, in etwa 1 cm große Würfel schneiden
- 1 Stück Ei Größe M, direkt aus dem Kühlschrank
- 1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker, etwa 8 g
- 1 Prise Jodsalz, balanciert die Süße
Optional
- 1 Stück Bio-Zitrone, optional; Schale fein abreiben
Zubereitung
10 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Mürbeteig herstellen und kühlen
Mehl, Puderzucker, Vanillezucker und Salz mischen
Zutaten: 300 g Weizenmehl Type 405 · 100 g Puderzucker · 1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker · 1 Prise Jodsalz
Weizenmehl in eine große Rührschüssel geben. Puderzucker darübersieben, damit später keine Klümpchen im Teig bleiben. Bourbon-Vanille-Zucker und Jodsalz zufügen und alles mit einem Schneebesen gründlich vermischen.
Notiz: Puderzucker macht den Mürbeteig feiner als grober Zucker und hilft, dass die Butterplätzchen zart statt körnig werden.
Kalte Butter zügig in die Mehlmischung reiben
Zutaten: 200 g kalte Butter
Kalte Butter in kleine Würfel schneiden und zur Mehlmischung geben. Die Butter mit den Fingerspitzen rasch in das Mehl reiben, bis eine sandige, krümelige Masse mit einzelnen erbsengroßen Butterstückchen entsteht. Stoppe, bevor die Butter weich glänzt oder der Teig warm wird.
Notiz: Du kannst kurz mit Knethaken auf niedriger Stufe arbeiten. Wichtig ist, nur bis zur streuseligen Struktur zu mischen und nicht cremig zu rühren.
Ei und fein abgeriebene Zitronenschale kurz unterkneten
Zutaten: 1 Stück Ei Größe M · 1 Stück Bio-Zitrone
Ei und optional fein abgeriebene Zitronenschale zur Butter-Mehl-Masse geben. Alles nur so lange kneten, bis sich die Krümel zu einem glatten Teig verbinden. Trockene Reste am Schüsselrand mit der Handfläche kurz in den Teig drücken, aber nicht minutenlang weiterkneten.
Notiz: Zu langes Kneten entwickelt das Gluten im Weizenmehl stärker. Dann werden die Plätzchen weniger mürbe und beim Ausrollen schneller zäh.
Teig flach formen und 60 Minuten kühlen
Den Mürbeteig zu einer etwa 2 cm flachen Scheibe drücken, fest einwickeln und 60 Minuten in den Kühlschrank legen. Die flache Form kühlt gleichmäßiger als eine dicke Kugel und lässt sich später leichter ausrollen. Der Teig soll nach dem Kühlen fest, aber nicht steinhart sein.
Notiz: Wenn der Teig nach längerer Kühlung bricht, 5–10 Minuten bei Raumtemperatur liegen lassen und dann mit leichtem Druck ausrollen.
Ausrollen, ausstechen und hell backen
Ofen vorheizen und Bleche mit Backpapier belegen
Zutaten: 200 g kalte Butter, in etwa 1 cm große Würfel schneiden
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Wenn du nur ein Blech hast, lasse es zwischen den Backdurchgängen abkühlen, damit die Butter im Teig nicht schon auf dem heißen Blech schmilzt.
Notiz: Ober-/Unterhitze bräunt Ausstechplätzchen oft etwas sanfter. Bei Umluft können zwei Bleche gleichzeitig backen, sie bräunen aber je nach Ofen schneller.
Teig mit wenig Mehl auf 4 mm ausrollen
Zutaten: 20 g Weizenmehl Type 405
Arbeite mit einer gut handhabbaren Portion des gekühlten Teigs auf einer Arbeitsmatte oder der Arbeitsfläche. Nur wenig Weizenmehl unter und auf den Teig stäuben. Den Teig auf 4 mm Dicke ausrollen und zwischendurch vorsichtig lösen, damit er nicht festklebt. Wird der Teig weich, 5–10 Minuten kühlen statt mehr Mehl einzuarbeiten.
Notiz: 4 mm sind ideal: Dünnere Plätzchen werden schnell trocken und dunkel, dickere Plätzchen brauchen länger und verlieren eher scharfe Konturen.
Formen dicht ausstechen und Teigreste kalt halten
Mit den Ausstechern Formen möglichst dicht nebeneinander ausstechen. Die Plätzchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Bleche legen. Teigreste nur kurz zusammendrücken, flach drücken und wieder kühlen, bevor du sie erneut ausrollst. So bleiben auch die zweite und dritte Runde mürbe statt klebrig.
Notiz: Beim Backen mit Kindern funktionieren mittelgroße Ausstecher ohne sehr dünne Spitzen besonders gut, weil die Formen leichter vom Tisch aufs Blech kommen.
Ausgestochene Plätzchen 10 Minuten kühlen
Zutaten: 200 g kalte Butter, in etwa 1 cm große Würfel schneiden
Die belegten Bleche vor dem Backen 10 Minuten kühl stellen. Dadurch wird die Butter im Teig wieder fester und die Ausstechränder bleiben im Ofen sauberer. Das lohnt sich besonders bei Sternen, Tannenbäumen oder Teig, der beim Ausstechen weich geworden ist.
Notiz: Wenn im Kühlschrank kein Platz ist, stelle das Blech an den kühlsten Ort in der Küche und nicht neben den vorheizenden Ofen.
Butterplätzchen hell backen
Zutaten: 200 g kalte Butter, in etwa 1 cm große Würfel schneiden
Die Plätzchen auf der mittleren Schiene 8–10 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn die Oberfläche hell bleibt und die Unterseite gerade zart goldgelb ist. Nimm sie lieber etwas früher heraus, sobald die Ränder Farbe annehmen, denn die Plätzchen festigen beim Abkühlen noch nach.
Notiz: Sehr kleine Ausstecher brauchen oft nur 7–8 Minuten. Bei Umluft die Bleche nach etwa 6 Minuten tauschen, wenn dein Ofen ungleichmäßig bräunt.
Abkühlen lassen und nach Wunsch verzieren
Zutaten: 200 g kalte Butter, in etwa 1 cm große Würfel schneiden · 1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker, etwa 8 g
Die frisch gebackenen Butterplätzchen 5 Minuten auf dem Blech liegen lassen, weil sie direkt aus dem Ofen noch weich und bruchempfindlich sind. Danach auf ein Gitter legen und vollständig auskühlen lassen. Erst kalte Plätzchen mit Zuckerguss, geschmolzener Schokolade oder Streuseln verzieren.
Notiz: Verzierte Plätzchen erst in Dosen stapeln, wenn Glasur oder Schokolade komplett fest sind. Zwischen empfindliche Lagen passt ein Stück Backpapier.
Rezeptnotiz
Ergibt etwa 40 kleine bis mittelgroße Plätzchen. Die Portionsangabe entspricht einem Plätzchen; bei sehr großen Ausstechern werden es entsprechend weniger.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum klebt mein Mürbeteig für Ausstechplätzchen?
Meist ist die Butter zu warm geworden oder der Teig wurde zu lange geknetet. Drücke den Teig flach, kühle ihn 20–30 Minuten und rolle ihn anschließend mit nur wenig Mehl weiter aus. Zu viel zusätzliches Mehl löst das Kleben kurzfristig, macht die Butterplätzchen aber trockener.
Wie dick sollte ich Butterplätzchen zum Ausstechen ausrollen?
Für dieses Rezept sind 4 mm ideal. Die Plätzchen backen dann gleichmäßig, bleiben mürbe und behalten ihre Form. Sehr dünne Plätzchen bräunen schnell, sehr dicke Plätzchen wirken weniger fein und brauchen länger im Ofen.
Wie verhindere ich braune Ränder beim Plätzchenbacken?
Backe die Plätzchen nur, bis die Unterseite zart goldgelb ist und die Oberfläche noch hell aussieht. 180 °C Ober-/Unterhitze, mittlere Schiene und 8–10 Minuten sind ein guter Richtwert. Kleine Ausstecher können schon nach 7 Minuten fertig sein.
Kann ich den Teig für Butterplätzchen vorbereiten?
Ja, der Mürbeteig kann gut verpackt 1–2 Tage im Kühlschrank liegen. Vor dem Ausrollen 5–10 Minuten bei Raumtemperatur liegen lassen, wenn er sehr fest ist. Zum längeren Aufbewahren kannst du den Teig einfrieren und langsam im Kühlschrank auftauen.
Welche Ausstecher eignen sich beim Backen mit Kindern?
Mittelgroße Formen wie Sterne, Herzen, Kreise oder Tannenbäume sind am einfachsten. Sehr filigrane Formen mit dünnen Spitzen reißen schneller und bräunen ungleichmäßiger. Wenn Kinder mitbacken, den Teig lieber portionsweise ausrollen und die zweite Hälfte im Kühlschrank lassen.
Wie bewahre ich Butterplätzchen auf, damit sie mürbe bleiben?
Lasse die Plätzchen vollständig auskühlen und lagere sie in einer gut schließenden Blechdose. Zwischen verzierte Lagen legst du am besten Backpapier. Unverzierte Butterplätzchen bleiben etwa 3–4 Wochen mürbe, wenn sie trocken und kühl stehen.