Plany Rezeptdruck
Naan-Brot aus der heißen Pfanne – weich und blasig
Joghurt-Hefeteig, sehr hohe Pfannenhitze und ein schnelles Ghee-Finish sorgen für Naan-Brote, die innen weich bleiben und außen die typischen dunklen Röstblasen bekommen – ganz ohne Tandoor.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 4 Portionen.
Teig
- 470 g Weizenmehl Type 550, Für Teig und Arbeitsfläche.
- 140 ml Wasser, Lauwarm, nicht heiß.
- 8 g Zucker, Hilft der Hefe beim Starten.
- 7 g Trockenhefe, Für zuverlässigen Trieb.
Teig und Finish
- 10 g Salz, 8 g für den Teig, 2 g sparsam zum Fertigstellen
Teig
- 4 g Backpulver, Unterstützt die Blasenbildung.
- 150 g Naturjoghurt mit 3,5 % Fett, Zimmertemperatur.
Zum Bestreichen
- 60 g Ghee, Geschmolzen.
Zubereitung
10 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Teig ansetzen und gehen lassen
Hefe mit lauwarmem Wasser starten
Zutaten: 140 ml Wasser · 8 g Zucker · 7 g Trockenhefe
Wasser, Zucker und Trockenhefe in einer großen Schüssel verrühren und stehen lassen, bis die Oberfläche leicht schäumt oder sichtbar cremig wirkt. Fühlt sich die Flüssigkeit angenehm warm an, passt die Temperatur; heißes Wasser würde die Hefe schwächen.
Notiz: Bleibt die Mischung völlig unverändert, ist die Hefe möglicherweise zu alt. Dann lieber neu ansetzen, bevor die übrigen Zutaten dazukommen.
Mehl, Salz und Backpulver einarbeiten
Zutaten: 450 g Weizenmehl Type 550 · 8 g Salz · 4 g Backpulver
Weizenmehl Type 550, feines Salz und Backpulver zur Hefemischung geben und an der Oberfläche locker vermengen. Dadurch verteilen sich Salz und Backpulver gleichmäßig, bevor der Teig geknetet wird.
Notiz: Type 550 ist für Naan besonders praktisch, weil der Teig elastisch wird, aber trotzdem weich bleibt.
Joghurt und Ghee zum Teig geben
Zutaten: 150 g Naturjoghurt mit 3,5 % Fett · 25 g Ghee
Naturjoghurt und handwarmes Ghee in die Schüssel geben. Alles zuerst mit einem Löffel oder Teigschaber zusammenbringen, dann mit den Händen oder dem Knethaken weiterverarbeiten, bis keine trockenen Mehlnester mehr am Schüsselboden liegen.
Notiz: Der Teig darf jetzt noch rau und leicht klebrig wirken. Beim Kneten wird er deutlich geschmeidiger.
Weich und elastisch kneten
Den Teig auf der Arbeitsfläche oder in der Küchenmaschine weiterkneten, bis er glatt, dehnbar und nur noch leicht klebrig ist. Klebt er stark an den Fingern, kurz ruhen lassen und dann weiterkneten, statt sofort viel Mehl einzuarbeiten.
Notiz: Zu viel Mehl ist der häufigste Grund für trockenes Naan-Brot. Eine leichte Klebrigkeit ist hier ausdrücklich erwünscht.
Teig abgedeckt luftig gehen lassen
Den Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel legen und abgedeckt 60 bis 90 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis er deutlich größer, weicher und sichtbar luftiger ist. Beim sanften Drücken soll er federnd nachgeben.
Notiz: Bei kühler Küche dauert die Gare länger. Geduld bringt mehr Aroma und eine bessere Textur als zusätzliche Hefe.
Naan formen
Teig portionieren und entspannen lassen
Zutaten: 10 g Weizenmehl Type 550
Den gegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, vorsichtig zu einer Rolle formen und in gleichmäßige Stücke teilen. Die Stücke locker rundziehen, abdecken und 10 Minuten entspannen lassen, damit sie sich anschließend ausrollen lassen.
Notiz: Nur so viel Mehl verwenden, dass nichts klebt. Eine dicke Mehlschicht stört später die Röstaromen.
Fladen dünn ausrollen
Zutaten: 10 g Weizenmehl Type 550
Jedes Teigstück auf der leicht bemehlten Fläche oval oder tropfenförmig ausrollen. Die Mitte darf etwas dünner sein, der Rand minimal kräftiger. Klebrige Stellen mit dem Teigschaber lösen und lose Mehlreste vor dem Backen abklopfen.
Notiz: Nicht zu dünn ausrollen: Naan braucht etwas Teigstärke, damit es innen weich bleibt und sich große Blasen bilden können.
In der Pfanne backen und fertigstellen
Ersten Fladen in der trockenen Pfanne starten
Eine schwere Pfanne trocken sehr heiß vorheizen. Einen ausgerollten Teigfladen hineinlegen und 60 bis 90 Sekunden backen, bis die Oberfläche große Blasen wirft, matt wird und die Unterseite dunkelbraune Punkte zeigt. Bleibt der Fladen blass, braucht die Pfanne mehr Hitze.
Notiz: Die ersten Garzeichen sind wichtiger als eine starre Zeitangabe: Blasen, matte Oberfläche und kräftige Punkte zeigen, dass die Hitze stimmt.
Wenden und kurz fertig backen
Den Fladen wenden und die zweite Seite 30 bis 60 Sekunden backen, bis auch dort braune Röststellen entstehen und das Naan innen gar, aber noch biegsam ist. Wird es hart oder crackerartig, war die Backzeit zu lang oder die Hitze zu niedrig.
Notiz: Stellenweise kräftig dunkle Flecken sind gewollt und bringen den typischen tandoorähnlichen Geschmack.
Restliche Naan backen, mit Ghee bestreichen und stapeln
Zutaten: 35 g Ghee · 2 g Salz
Die übrigen Fladen nacheinander genauso in der heißen Pfanne backen. Fertige Naan-Brote sofort mit geschmolzenem Ghee bestreichen, sparsam mit grobem Salz bestreuen und unter einem Küchentuch stapeln, damit sie weich und warm bleiben.
Notiz: Für Knoblauch-Naan kannst du in das geschmolzene Ghee frisch geriebenen Knoblauch und gehackten Koriander rühren; das ist eine Variante, nicht Teil der Grundzutaten.
Rezeptnotiz
Ergibt etwa 8 Naan-Fladen als Beilage für 4 erwachsene Portionen. Am besten funktioniert eine schwere Gusseisen- oder Edelstahlpfanne, die sehr heiß werden darf. Beschichtete Pfannen nur verwenden, wenn sie ausdrücklich für hohe Temperaturen geeignet sind.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Kann ich Naan-Brot ohne Hefe machen?
Ja, eine schnelle Variante funktioniert ohne Hefe, dann aber mit stärkerer Backpulver-Triebkraft und nur kurzer Ruhezeit. Das Ergebnis wird weniger aromatisch und nicht ganz so elastisch wie die Hauptversion mit Hefegare, ist aber für ein schnelles Pfannenbrot absolut brauchbar.
Warum wird mein Naan hart statt weich?
Meist liegt es an zu viel zusätzlichem Mehl, zu niedriger Pfannenhitze oder zu langer Backzeit. Naan braucht starke Hitze und kurze Backzeit. Danach sofort mit Ghee bestreichen und abgedeckt stapeln, damit die Feuchtigkeit im Brot bleibt.
Wie nah kommt dieses Rezept an original indisches Naan-Brot?
Traditionelles Naan wird im Tandoor bei extrem hoher Hitze gebacken. Zu Hause kommt eine schwere, sehr heiße Pfanne dem Ergebnis am nächsten: Der Joghurt-Hefeteig bläht sich schnell auf, bekommt dunkle Röststellen und bleibt innen weich.
Kann ich den Naan-Teig vorbereiten?
Ja, du kannst den Teig nach dem Kneten abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Tag erst Raumtemperatur annehmen lassen, dann portionieren, ausrollen und backen. Die lange, kühle Gare macht den Geschmack sogar runder.
Wie bewahre ich gebackene Naan-Brote auf?
Frisch schmecken sie am besten. Reste halten gut verpackt etwa zwei Tage im Kühlschrank oder mehrere Wochen im Gefrierfach. Zum Aufwärmen kurz in eine heiße Pfanne legen oder leicht befeuchten und im Ofen erwärmen.
Welche Varianten passen zu diesem Naan-Brot?
Sehr beliebt sind Knoblauch-Naan mit Knoblauch-Ghee, Kräuter-Naan mit Koriander oder Minze und gefülltes Naan mit etwas Käse. Füllungen sollten dünn bleiben, damit die Fladen in der Pfanne innen gar werden.