Naan-Brot mit Joghurt aus der Pfanne
Ein elastischer Joghurt-Hefeteig wird dünn ausgerollt, kurz in der heißen Pfanne gebacken und direkt mit Ghee bestrichen.

Zutaten
Reicht für 4 Personen. Ergibt ca. 8 Naan-Fladen. Pro Person: 2 Naan-Fladen.
Teig und Arbeitsfläche
- 470 g Weizenmehl Type 550
Teig
- 140 ml Wasser
- 8 g Zucker
- 7 g Trockenhefe
- 10 g Salz
- 4 g Backpulver
- 150 g Naturjoghurt mit 3,5 % Fett
Teig und Finish
- 60 g Ghee
Zubereitung
Für 4 Personen bereitest du insgesamt ca. 8 Naan-Fladen zu. Pro Person: 2 Naan-Fladen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst. Das Rezept hat 6 Schritte; die passenden Zutaten stehen direkt im Ablauf.
Teig kneten und reifen lassen
Schritt 1: Hefe in temperiertem Wasser verteilen
Zutaten: 140 ml Wasser · 8 g Zucker · 7 g Trockenhefe
Das Wasser auf 30 bis 35 °C temperieren. Zucker in der großen Rührschüssel darin auflösen, anschließend die Trockenhefe klümpchenfrei verteilen. 5 bis 10 Minuten stehen lassen. Die Mischung ist bereit, wenn sich erste kleine Bläschen zeigen; eine hohe Schaumschicht ist nicht erforderlich. Bleibt sie unverändert und riecht die Hefe nicht frisch, mit neuer Hefe beginnen.
Schritt 2: Weichen, elastischen Teig kneten
Zutaten: 450 g Weizenmehl Type 550 · 10 g Salz · 4 g Backpulver · 150 g Naturjoghurt mit 3,5 % Fett · 25 g Ghee
Schon vorbereitet: Gleichmäßig verteilte Hefemischung
Mehl, Salz und Backpulver in einer zweiten Schüssel gleichmäßig mischen. Naturjoghurt auf Raumtemperatur bringen; Ghee schmelzen und nur lauwarm abkühlen lassen. Trockene Mischung, Joghurt und Ghee zur Hefemischung geben, erst ohne trockene Mehlnester zusammenführen und dann 8 bis 10 Minuten kneten. Der fertige Teig soll glatt, elastisch und leicht klebrig sein. Eine dünn ausgezogene Teigprobe soll Licht durchlassen, bevor sie reißt; bei starker Klebrigkeit erst 5 Minuten ruhen lassen, statt zusätzliches Mehl einzuarbeiten.
Schritt 3: Teig bis zur deutlichen Volumenzunahme gehen lassen
Nährwerte
Richtwerte pro Person und für das gesamte Rezept.
Rezeptnotiz
Die Portionsangabe ist als Beilage berechnet; die tatsächliche Zahl der Fladen hängt von Größe und Ausrolldicke ab. Eine schwere Pfanne mit für starke Hitze freigegebener Oberfläche liefert die kräftigsten Röstpunkte.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Ist Naan aus der Pfanne dasselbe wie traditionelles Tandoor-Naan?
Nein. Traditionelles Naan wird an der heißen Innenwand eines Tandoors gebacken. Eine schwere Pfanne bildet die kurze, intensive Kontakthitze zu Hause nach, erreicht aber weder dieselbe Ofengeometrie noch das identische Raucharoma. Deshalb bezeichnet dieses Rezept seine Pfannenmethode ausdrücklich.
Woran erkenne ich, dass der Naan-Teig ausreichend gegangen ist?
Die Minutenangabe dient nur zur Orientierung. Bereit ist der Teig, sobald er sichtbar aufgegangen ist und luftig wirkt. Drücke ihn sanft mit der Fingerspitze: Die Vertiefung soll sich gemächlich nur teilweise schließen. Verschwindet sie umgehend, wartet man noch; sackt die Masse ein, war die Gare zu lang.
Warum wird mein Naan hart oder trocken?
Häufige Ursachen sind zusätzlich eingearbeitetes Mehl, zu dünnes Ausrollen oder lange Backzeit bei zu geringer Hitze. Der Teig bleibt bewusst leicht klebrig. Die gut vorgeheizte Pfanne bräunt ihn schnell; danach hält ein geschlossener Behälter die Restfeuchte im Brot.
Warum bildet mein Naan keine großen Blasen?
Der Teig kann zu wenig gereift, nach dem Teilen nicht entspannt oder beim Formen stark entgast worden sein. Auch eine noch nicht ausreichend heiße Pfanne hemmt den schnellen Ofentrieb. Erst weiterbacken, wenn die beschriebenen Reifezeichen erreicht sind, und die Fladen nicht austrocknen lassen.
Welche Pfanne eignet sich für Naan-Brot?
Eine schwere Gusseisen- oder Edelstahlpfanne speichert Hitze besonders gleichmäßig. Bei einer beschichteten Pfanne gelten zwingend die Temperatur- und Vorheizangaben des Herstellers. Eine beschädigte Beschichtung oder eine nicht für starke Hitze freigegebene Pfanne ist ungeeignet.
Kann ich den Naan-Teig über Nacht vorbereiten?
Ja. Den fertig gekneteten Teig sofort in einem ausreichend großen geschlossenen Behälter kalt stellen und 8 bis 12 Stunden bei höchstens 7 °C reifen lassen. Vor dem Formen so lange bei Raumtemperatur stehen lassen, bis er wieder geschmeidig ist und das beschriebene Reifezeichen zeigt.
Darf ich den rohen Naan-Teig probieren?
Nein. Auch Teig ohne Ei ist wegen möglicher Keime im Mehl nicht zum Rohverzehr geeignet. Hände, Flächen und Geräte nach Mehlkontakt reinigen und jeden Fladen vollständig durchbacken; besonders Kinder und immungeschwächte Personen sollten keinen rohen Teig essen.
Wie bewahre ich gebackenes Naan sicher auf und wärme es wieder auf?
Reste rasch ausdampfen lassen und danach in einer geschlossenen Dose kalt stellen. Spätestens am zweiten Tag verzehren. Vor dem Essen in heißer Pfanne oder Backofen vollständig durcherhitzen. Naan, das ungewöhnlich riecht, aussieht oder sich schmierig anfühlt, wird entsorgt.