Plany Rezeptdruck
Hirschgulasch mit Rotwein
Das Fleisch wird portionsweise kräftig angebraten, der Rotwein offen reduziert. Preiselbeeren, Apfelessig und Zitronenabrieb geben der dunklen Sauce Balance.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 4 Portionen.
Fleisch & Flüssigkeit
- 1000 g Hirschfleisch aus Keule oder Schulter, pariert, in ca. 4 cm Würfeln
- 700 ml Wildfond, heiß
- 300 ml Rotwein, trocken
Gemüse
- 400 g Zwiebeln, fein gewürfelt
- 150 g Karotten, in kleinen Würfeln
- 120 g Knollensellerie, in kleinen Würfeln
- 10 g Knoblauch, fein gehackt
Aromaten & Würze
- 30 ml Rapsöl
- 30 g Tomatenmark
- 4 g Paprikapulver (edelsüß), nur für eine leichte Würznote
- 3 g Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 8 g Salz
- 4 g Wacholderbeeren, leicht angestoßen
- 2 Stück Lorbeerblätter
- 4 g frischer Thymian, als kleine Zweige
Finish
- 10 ml Apfelessig
- 40 g Preiselbeeren
- 10 g Speisestärke, nur bei Bedarf zum Binden
- 30 ml Wasser, kalt, für die Stärke; optional
- 1 Stück Bio-Zitrone, Schale fein abreiben
- 10 g Petersilie, grob gehackt
Zubereitung
8 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Vorbereitung
Fleisch würzen und Gemüse würfeln
Zutaten: Hirschfleisch aus Keule oder Schulter · Zwiebeln · Karotten · Knollensellerie · Knoblauch · 4 g Salz · 2 g Schwarzer Pfeffer
Tupfe das Hirschfleisch trocken und würze es rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer. Würfle Zwiebeln fein, Karotten und Knollensellerie klein und hacke den Knoblauch, damit das Gemüse später gleichmäßig in der Sauce schmort.
Notiz: Das Fleisch erst direkt vor dem Braten würzen, damit es nicht unnötig Wasser zieht.
Anbraten & Ansatz
Fleisch portionsweise anbraten
Zutaten: 20 ml Rapsöl · 1000 g Hirschfleisch aus Keule oder Schulter
Erhitze das Öl im Bräter und brate das Hirschfleisch portionsweise rundum kräftig an. Lege nicht zu viel Fleisch auf einmal hinein, damit es bräunt und nicht kocht. Nimm das angebratene Fleisch aus dem Bräter und stelle es mit ausgetretenem Saft beiseite.
Notiz: Nicht zu viel Fleisch auf einmal in den Topf geben, sonst kocht es statt zu braten.
Gemüse rösten und Tomatenmark ansetzen
Zutaten: 10 ml Rapsöl · 400 g Zwiebeln · 150 g Karotten · 120 g Knollensellerie · 30 g Tomatenmark · 4 g Paprikapulver (edelsüß) · 10 g Knoblauch
Das Rapsöl in den Topf geben. Zwiebeln, Karotten und Knollensellerie bei mittlerer bis kräftiger Hitze 8 bis 10 Minuten anrösten, bis das Gemüse weich wird und an den Rändern Farbe annimmt. Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten. Dann Paprikapulver und Knoblauch zugeben und nur noch etwa 30 Sekunden mitrühren, damit nichts bitter wird.
Notiz: Paprikapulver nie zu lange trocken rösten.
Mit Rotwein ablöschen
Zutaten: 300 ml Rotwein
Mit dem Rotwein ablöschen, dabei den Bodensatz gründlich lösen. Den Wein 4 bis 5 Minuten offen einkochen lassen, bis er etwa auf die Hälfte reduziert ist und nicht mehr roh riecht.
Notiz: Diese Reduktion gibt Tiefe und verhindert eine dünne, alkoholische Sauce.
Schmoren
Schmoransatz aufbauen
Zutaten: 700 ml Wildfond · 4 g Wacholderbeeren · 2 Stück Lorbeerblätter · 4 g frischer Thymian
Gieße den Wildfond an, gib Wacholder, Lorbeer und Thymian dazu und löse den Bratensatz gründlich vom Topfboden. Gib das angebratene Hirschfleisch samt ausgetretenem Saft zurück in den Bräter und rühre alles durch, sodass das Fleisch knapp von der Sauce umgeben ist.
Notiz: Wenn der Topf sehr breit ist, darf das Fleisch oben leicht herausschauen.
Im Ofen weich schmoren
Schmore das Hirschgulasch zugedeckt bei 160 °C Ober-/Unterhitze zunächst 90 Minuten im Ofen. Dann einmal umrühren und prüfen, ob genug Flüssigkeit vorhanden ist. Weitere 20 bis 30 Minuten schmoren, bis das Fleisch ohne Widerstand mit der Gabel nachgibt.
Notiz: Je nach Fleischstück kann die Gesamtzeit leicht variieren.
Fertigstellen
Sauce abschmecken und bei Bedarf binden
Zutaten: 40 g Preiselbeeren · 10 ml Apfelessig · 1 Stück Bio-Zitrone · 4 g Salz · 1 g Schwarzer Pfeffer · 10 g Speisestärke · 30 ml Wasser
Lorbeerblätter und Thymian entfernen. Falls die Sauce noch zu dünn ist, das Gulasch offen 10 bis 15 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Preiselbeeren, Apfelessig, fein abgeriebene Zitronenschale, Salz und schwarzen Pfeffer einrühren. Für eine etwas dichtere Sauce die Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren, einfließen lassen und 1 Minute sanft kochen.
Notiz: Die Stärke nur verwenden, wenn dir die Sauce nach dem Einkochen noch zu flüssig ist.
Kurz ruhen lassen und servieren
Zutaten: 10 g Petersilie
Die Petersilie unterheben und das Hirschgulasch vor dem Servieren 10 Minuten ruhen lassen. So setzt sich die Sauce etwas und die Aromen wirken runder.
Notiz: Besonders gut passt dazu Kartoffelstampf, Polenta, Spätzle oder ein Knödel.
Rezeptnotiz
Wenn dein Wildfond bereits kräftig gesalzen ist, erst ganz am Ende vollständig abschmecken. Am Vortag gekocht schmeckt das Hirschgulasch oft noch runder. Dazu passen besonders gut Kartoffelstampf, Semmelknödel, Polenta oder Spätzle.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Kann ich Hirschgulasch schon am Vortag kochen?
Ja, sogar sehr gut. Abgekühlt über Nacht durchgezogen schmeckt die Sauce meist noch runder. Zum Aufwärmen das Gulasch langsam erhitzen und bei Bedarf einen kleinen Schluck Fond ergänzen.
Warum wird Hirschgulasch manchmal zäh?
Meist wurde es zu kurz geschmort oder zu heiß gekocht. Hirsch braucht nach dem Anbraten ruhige, gleichmäßige Hitze, bis das Bindegewebe weich geworden ist.
Wie lange muss Hirschgulasch schmoren?
Rechne mit etwa 1 Stunde 50 Minuten bis 2 Stunden im Ofen bei 160 °C. Entscheidend ist nicht die Uhr, sondern dass das Fleisch weich mit der Gabel nachgibt.
Kann ich das Hirschgulasch auch auf dem Herd zubereiten?
Ja. Statt im Ofen lässt du es auf der kleinsten Herdstufe ganz leise schmoren. Es sollte nur sanft blubbern, nicht kräftig kochen.
Kann der Rotwein weggelassen werden?
Ja. Ersetze ihn durch zusätzlichen Wildfond. Für die Balance kannst du am Ende etwas sorgfältiger mit Apfelessig und Preiselbeeren abschmecken.
Wie lange hält sich das fertige Hirschgulasch?
Gut gekühlt hält es sich 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Du kannst es auch portionsweise einfrieren und schonend wieder erwärmen.