Plany Rezeptdruck
Hefezopf mit Trockenhefe – weich, faserig und goldbraun
Der Teig bleibt elastisch und weich, wenn Milch und Butter sauber eingeknetet werden. Zwei Garen geben dem Zopf Volumen, die Eistreiche sorgt für Glanz.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 10 Portionen.
Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 550, Macht den Zopf elastischer und lockerer als sehr feines Kuchenmehl.
- 7 g Trockenhefe, Direkt mit dem Mehl mischen.
- 80 g Zucker, Für milde Süße und eine schöne Bräunung.
- 10 g Vanillezucker, Für rundes Aroma im süßen Hefeteig.
- 1 TL feines Salz, Balanciert die Süße und stärkt den Teiggeschmack.
- 1 Stück Bio-Zitrone, Nur die fein abgeriebene gelbe Schale verwenden.
Hefeteig und Eistreiche
- 235 ml Vollmilch 3,5 % Fett, Für Teig und Eistreiche.
Hefeteig
- 80 g Butter, Weich, aber nicht flüssig.
Hefeteig und Eistreiche
- 3 Stück Eier Größe M, Für Teig und Eistreiche; die Teilmengen stehen in den Arbeitsschritten.
Zum Bestreichen und Bestreuen
- 30 g Hagelzucker, Für den typischen süßen Biss auf der Kruste.
Zubereitung
10 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Hefeteig ansetzen
Trockene Zutaten mit Zitronenabrieb mischen
Zutaten: 500 g Weizenmehl Type 550 · 7 g Trockenhefe · 80 g Zucker · 10 g Vanillezucker · 1 TL feines Salz · 1 Stück Bio-Zitrone
Weizenmehl Type 550 in eine große Rührschüssel geben. Trockenhefe, Zucker, Vanillezucker und feines Salz zufügen. Die Bio-Zitrone heiß abwaschen, gründlich trockenreiben und nur die gelbe Schale fein dazureiben. Alles sorgfältig vermengen, damit Hefe, Salz und Aroma gleichmäßig im Mehl verteilt sind.
Notiz: Salz und Trockenhefe dürfen zusammen in die Schüssel, solange sie gründlich mit dem Mehl vermischt werden.
Teig mit Milch, Butter und Eiern kneten
Zutaten: 220 ml Vollmilch 3,5 % Fett · 80 g Butter · 2 Stück Eier Größe M
Lauwarme Vollmilch in die Schüssel gießen, weiche Butter und Eier Größe M zu den trockenen Zutaten geben. Den Teig auf niedriger bis mittlerer Stufe kneten, bis er glatt, elastisch und leicht glänzend wirkt. Er darf weich und minimal klebrig bleiben, soll aber nicht schmierig an der Schüssel hängen.
Notiz: Nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten. Ein zu fester Teig wird nach dem Backen eher trocken und kompakt.
Teig zur ersten Gare warm ruhen lassen
Zutaten: 80 g Butter, Weich, aber nicht flüssig. · 3 Stück Eier Größe M, Für Teig und Eistreiche; die Teilmengen stehen in den Arbeitsschritten.
Den gekneteten Hefeteig zu einer glatten Kugel formen, zurück in die Schüssel legen und abdecken. An einem warmen, zugfreien Ort etwa 75–90 Minuten gehen lassen, bis er deutlich größer geworden ist. Eine sanft eingedrückte Delle soll nur langsam zurückfedern.
Notiz: Warme Raumtemperatur reicht völlig. Auf einer heißen Heizung kann Butter austreten und die Teigstruktur schwächen.
Flechten und zweite Gare
Teig entgasen und in Stränge rollen
Den aufgegangenen Hefeteig auf eine nur leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und behutsam flach drücken, damit sehr große Luftblasen entweichen. In 3 gleich große Portionen teilen, jede Portion kurz rundwirken und 5 bis 10 Minuten entspannen lassen. Danach zu glatten, gleich langen Strängen rollen.
Notiz: Zieht sich der Teig stark zusammen oder reißt beim Rollen, kurz abdecken und ruhen lassen. Danach lässt er sich wieder leichter dehnen.
Hefezopf locker flechten
Die 3 Teigstränge oben zusammendrücken und zu einem klassischen 3-Strang-Zopf flechten, ohne stark daran zu ziehen. Die Enden sauber unterschlagen, damit sie beim Backen nicht aufspringen. Den geformten Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und rundherum Platz zum Aufgehen lassen.
Notiz: Locker geflochtene Stränge können sich während der zweiten Gare ausdehnen und reißen später weniger seitlich auf.
Eistreiche verquirlen und dünn auftragen
Zutaten: 1 Stück Eier Größe M · 15 ml Vollmilch 3,5 % Fett
Ei Größe M mit Vollmilch glatt verquirlen, bis keine Eiweißfäden mehr sichtbar sind. Den Hefezopf dünn und gleichmäßig bestreichen, besonders an den Übergängen der Stränge. Die Schüssel mit der übrigen Eistreiche für den zweiten Auftrag abdecken und den Zopf nicht zu dick einpinseln.
Notiz: Eine zu dicke Schicht läuft an den Seiten herunter und bräunt dort fleckig.
Zopf bis zur sichtbaren Lockerung gehen lassen
Den bestrichenen Hefezopf abgedeckt etwa 35–45 Minuten gehen lassen, bis er deutlich voller wirkt und die Zwischenräume der Flechtung weicher erscheinen. Ein leichter Fingerdruck soll kurz sichtbar bleiben und dann langsam zurückfedern.
Notiz: Zu straff geformt reißt der Zopf im Ofen stärker. Zu lange gegangen verliert er Spannung und kann flacher werden.
Backen und abkühlen
Ofen vorheizen und Zopf fertig machen
Zutaten: 30 g Hagelzucker
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den aufgegangenen Hefezopf vorsichtig ein zweites Mal dünn mit der übrigen Eistreiche bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Dabei möglichst wenig Druck ausüben, damit die Luft aus der zweiten Gare im Teig bleibt.
Notiz: Umluft funktioniert bei 160 °C ebenfalls, bräunt aber oft schneller und trocknet die Oberfläche leichter aus.
Hefezopf goldbraun backen
Den Hefezopf im vorgeheizten Ofen etwa 25–30 Minuten backen, bis die Oberfläche satt goldbraun ist und die Unterseite beim vorsichtigen Anheben leicht hohl klingt. Wird die Kruste früh dunkel, den Zopf locker mit Backpapier abdecken und fertig backen.
Notiz: Für besonders genaue Kontrolle liegt die Kerntemperatur idealerweise bei etwa 92–94 °C.
Lauwarm abkühlen lassen und anschneiden
Zutaten: 80 g Butter, Weich, aber nicht flüssig.
Den fertigen Hefezopf einige Minuten auf dem Blech stabilisieren lassen, dann auf ein Gitter ziehen und mindestens lauwarm abkühlen lassen. Zu heiß angeschnitten wirkt die Krume schnell klitschig; lauwarm zeigen sich die langen, weichen Fasern am schönsten.
Notiz: Sehr gut schmeckt der Zopf pur, mit Butter, Konfitüre oder Honig. Reste lassen sich am nächsten Tag kurz toasten oder im Ofen auffrischen.
Rezeptnotiz
Der Hefezopf schmeckt frisch und lauwarm am besten. Für eine klassische Oma-Variante können gut abgetropfte, eingeweichte Rosinen nach dem Kneten kurz untergearbeitet werden. Mandelblättchen passen statt Hagelzucker auf die Eistreiche.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Kann ich den Hefezopf auch mit frischer Hefe statt Trockenhefe backen?
Ja. Frische Hefe löst du in der lauwarmen Milch auf, bevor du sie mit den übrigen Zutaten verknetest. Der Teig braucht anschließend dieselben sichtbaren Gare-Zeichen: deutliches Volumen, weiche Oberfläche und langsames Zurückfedern.
Warum geht mein Hefezopf nicht richtig auf?
Häufig sind Milch oder Raum zu kalt, die Hefe ist alt oder der Teig wurde mit zu viel zusätzlichem Mehl fest gemacht. Der Teig soll weich und elastisch bleiben und braucht genug Zeit, bis er sichtbar aufgegangen ist.
Wie wird Hefezopf faserig statt trocken und krümelig?
Gründliches Kneten, ein weicher Teig und die richtige Backzeit sind entscheidend. Zu viel Mehl und zu langes Backen machen die Krume trocken. Die Butter sollte weich eingeknetet werden, nicht heiß geschmolzen in den Teig kommen.
Kann ich den Hefeteig über Nacht vorbereiten?
Ja. Den Teig nach dem Kneten abgedeckt im Kühlschrank langsam gehen lassen. Am nächsten Tag 30–45 Minuten Raumtemperatur annehmen lassen, dann formen, zur zweiten Gare stellen und frisch backen.
Kann ich Rosinen oder Mandeln ergänzen?
Rosinen passen sehr gut, sollten aber vorher eingeweicht und gut abgetropft werden. Mandelblättchen streust du am besten nach der Eistreiche oben auf den Zopf, damit sie leicht rösten und die Teigstruktur nicht stören.
Woran erkenne ich, dass der Hefezopf fertig gebacken ist?
Die Oberfläche ist gleichmäßig goldbraun, die Unterseite klingt beim Klopfen leicht hohl und der Zopf fühlt sich stabil, aber nicht hart an. Bei Unsicherheit hilft ein Thermometer: Im Kern sind etwa 92–94 °C ideal.
Wie bewahre ich Hefezopf am besten auf?
Nach dem vollständigen Auskühlen luftdicht verpacken und bei Raumtemperatur lagern. So bleibt er etwa 2 Tage gut. Scheiben schmecken kurz aufgebacken, getoastet oder mit etwas Butter wieder sehr weich.