Plany Rezeptdruck
Focaccia mit Tomaten und Rosmarin
Ein feuchter Hefeteig, mehrere Falt-Runden und eine entspannte Gare sorgen für eine großporige, weiche Krume. Kirschtomaten, Olivenöl, Rosmarin und grobes Salz kommen kurz vor dem Backen auf den Teig.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 8 Portionen.
Für den Focaccia-Teig
- 500 g Weizenmehl Type 550 oder italienisches Tipo 00, proteinreiches helles Weizenmehl für elastischen, luftigen Teig
- 400 ml lauwarmes Wasser, nicht heiß, damit die Hefe aktiv bleibt
- 10 g Frischhefe, fein zerbröselt
- 12 g feines Meersalz, für den Teig
Für Teig, Blech und Oberfläche
- 60 ml natives Olivenöl extra, für Geschmeidigkeit, knusprigen Boden und die typischen Mulden
Für den Belag
- 250 g Kirschtomaten, reif, fest und aromatisch
- 5 g grobes Meersalz, für die Oberfläche
- 4 g frischer Rosmarin, optional, Nadeln abgezupft
Zubereitung
13 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Teig ansetzen und Struktur aufbauen
Hefe im Wasser verteilen
Zutaten: 400 ml lauwarmes Wasser · 10 g Frischhefe
Gib das lauwarme Wasser in eine große Schüssel und rühre die Frischhefe gründlich ein, bis keine größeren Hefestücke mehr sichtbar sind. Das Wasser soll angenehm warm wirken, aber nicht heiß sein, sonst verliert die Hefe an Triebkraft und der Teig geht später nur träge auf.
Notiz: Wenn du Trockenhefe verwendest, rührst du sie an dieser Stelle ebenfalls in das Wasser ein.
Mehl einrühren und quellen lassen
Zutaten: 500 g Weizenmehl Type 550 oder italienisches Tipo 00
Rühre das Weizenmehl in das Hefewasser, bis keine trockenen Mehlnester mehr zu sehen sind. Der Teig wirkt jetzt rau, weich und klebrig; genau so soll er sein. Decke die Schüssel ab und lass den Teig etwa 20 Minuten stehen, damit das Mehl Wasser aufnehmen und sich das Glutengerüst leichter entwickeln kann.
Notiz: Diese kurze Quellzeit macht den nassen Focaccia-Teig später deutlich besser dehnbar.
Salz und Olivenöl einarbeiten
Zutaten: 12 g feines Meersalz · 30 ml natives Olivenöl extra
Streue das feine Meersalz über den gequollenen Teig und gib Olivenöl dazu. Knete oder falte alles direkt in der Schüssel ein, bis der Teig wieder zusammenhängend wirkt und leicht glänzt. Anfangs kann er rutschig aussehen; nach kurzer Bearbeitung verbindet sich das Öl mit dem Teig.
Notiz: Salz kommt erst nach der Quellzeit dazu, damit das Mehl entspannt Wasser aufnehmen kann.
Erstes Dehnen und Falten
Fette deine Hände leicht mit dem Ölfilm auf dem Teig, ziehe eine Teigseite vorsichtig nach oben und klappe sie zur Mitte. Drehe die Schüssel weiter und wiederhole das rundherum, bis der Teig spürbar straffer wird. Ziehe nur so weit, wie der Teig mitgeht, damit er nicht reißt und die ersten Luftbläschen erhalten bleiben.
Notiz: Bei sehr klebrigem Teig hilft eine kurze Pause mehr als zusätzliches Mehl.
Weitere Falt-Runden und erste Gare
Decke die Schüssel wieder ab und lass den Teig bei Raumtemperatur insgesamt etwa 90 Minuten gehen. Falte ihn dabei 2- bis 3-mal im Abstand von ungefähr 30 Minuten. Nach der letzten Falt-Runde noch ruhen lassen, bis der Teig sichtbar luftiger, elastischer und von Blasen durchzogen ist. Übergare erkennst du daran, dass er sehr schlaff wird und beim Bewegen stark zusammenfällt.
Notiz: Die Uhr ist nur Orientierung: In warmer Küche geht der Teig schneller, in kühler Küche langsamer.
Blechgare, Belag und Backen
Blech ölen und Teig einlegen
Zutaten: 20 ml natives Olivenöl extra
Verteile Olivenöl auf einem tiefen Backblech oder in einer passenden rechteckigen Backform. Löse den Teig vorsichtig aus der Schüssel und lege ihn auf das Öl, ohne ihn zusammenzudrücken. Wende ihn behutsam, damit die Oberfläche benetzt ist, und lasse ihn locker im Blech ruhen.
Notiz: Ein gut geöltes Blech verhindert Kleben und macht den Boden aromatisch knusprig.
Teig entspannen und ins Blech ziehen
Decke den Teig ab und lass ihn etwa 20 Minuten entspannen, bevor du ihn weiter in Richtung Blechrand ziehst. Wenn er sich zusammenzieht, gib ihm erneut eine Pause statt ihn zu zerren. Ziel ist ein gleichmäßig hoher Teigfladen mit sichtbaren Gasblasen, nicht eine dünn gedrückte Teigplatte.
Notiz: Geduld verhindert dichte Stellen und bewahrt die luftige Struktur.
Zweite Gare im Blech abschließen
Lass den Teig abgedeckt im geölten Blech noch etwa 45 bis 60 Minuten gehen, bis er deutlich höher steht und an der Oberfläche viele kleine Blasen zeigt. Heize währenddessen den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vor. Der Teig ist bereit, wenn er weich und lebendig wirkt, aber noch genug Spannung hat.
Notiz: Bei Umluft trocknet die Oberfläche schneller aus; Ober-/Unterhitze ist für diese Focaccia besonders zuverlässig.
Kirschtomaten vorbereiten
Zutaten: Kirschtomaten
Halbiere die Kirschtomaten und lege sie mit der Schnittfläche nach oben bereit. Sehr wässrige Tomaten kannst du kurz auf Küchenpapier ablegen, damit die Oberfläche später nicht zu nass wird. Feste, süße Kirschtomaten rösten im heißen Ofen saftig, ohne den Teig zu beschweren.
Notiz: Zu große Tomatenstücke drücken den Teig stärker ein und können die Oberfläche ungleichmäßig backen lassen.
Mulden drücken und Tomaten einsetzen
Zutaten: 10 ml natives Olivenöl extra · 250 g Kirschtomaten
Beträufle die Teigoberfläche mit Olivenöl und drücke mit geölten Fingerspitzen tiefe Mulden in den Teig. Arbeite senkrecht von oben und nicht schiebend, damit die Luftblasen nicht herausgedrückt werden. Setze die Tomaten leicht in die Mulden, ohne sie bis zum Blechboden zu drücken.
Notiz: Die Mulden geben der Focaccia ihre typische Oberfläche und halten Öl, Salz und Tomatensaft an Ort und Stelle.
Mit Salz und Rosmarin würzen
Zutaten: 5 g grobes Meersalz · 4 g frischer Rosmarin
Streue das grobe Meersalz über die Oberfläche und verteile nach Wunsch die Rosmarinnadeln darüber. Achte darauf, Rosmarin nicht in dicken Büscheln auf die Tomaten zu legen, weil er dort schneller dunkel wird. Eine gleichmäßige Verteilung würzt den Teig und hält den Belag ausgewogen.
Notiz: Wenn dein Rosmarin sehr trocken wirkt, kannst du die Nadeln kurz mit dem Öl auf der Oberfläche benetzen.
Heiß backen, bis die Ränder goldbraun sind
Backe die Focaccia im gut vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene für 22-25 Minuten. Sie ist fertig, wenn die Ränder kräftig goldbraun sind, die Unterseite stabil wirkt und die Tomaten geröstet, aber nicht schwarz sind. Werden die Tomaten zu schnell dunkel, schiebe das Blech etwas tiefer.
Notiz: Ein heißer Ofen sorgt für Ofentrieb; zu niedrige Hitze macht die Focaccia eher blass und kompakt.
Ausdampfen lassen und schneiden
Löse die Focaccia nach dem Backen vorsichtig vom Rand und lass sie auf einem Gitter ausdampfen. Schneide sie erst an, wenn die Krume nicht mehr dampfend heiß ist; so bleibt sie saftig und reißt nicht zusammen. Lauwarm schmeckt sie besonders gut, weil Öl, Salz und Tomaten dann klar hervortreten.
Notiz: Direkt auf dem Blech würde der Boden durch Restdampf schneller weich werden.
Rezeptnotiz
Der Teig darf weich, glänzend und klebrig sein; zusätzliches Mehl macht die Focaccia schnell dichter. Für Trockenhefe kannst du dich an der üblichen Umrechnung von Trockenhefe zu frischer Hefe im Verhältnis eins zu drei orientieren. In sehr warmer Küche zählt der Teig stärker als die Uhr: Er soll sichtbar aufgegangen und blasig sein, aber nicht schlaff in sich zusammenfallen.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Frische Hefe oder Trockenhefe - was ist besser für Focaccia?
Beides funktioniert. Frische Hefe ist hier die Hauptversion, weil sie sich leicht im Wasser verteilt und mild treibt. Trockenhefe kannst du nach der üblichen Umrechnung im Verhältnis eins zu drei verwenden und ebenfalls ins Wasser einrühren.
Warum wird meine Focaccia nicht luftig?
Meist liegt es an zu trockenem Teig, zu wenig Gare oder daran, dass beim Formen zu viel Luft herausgedrückt wurde. Der Teig soll weich und klebrig bleiben, durch Falten Spannung bekommen und im Blech sichtbar blasig aufgehen, bevor er gebacken wird.
Kann ich den Focaccia-Teig vorbereiten?
Ja, der Teig lässt sich gut vorbereiten. Nach dem Mischen und den ersten Falt-Runden kann er abgedeckt in den Kühlschrank. Am Backtag braucht er Zeit, um wieder geschmeidig zu werden und im geölten Blech deutlich aufzugehen.
Welche Tomaten passen am besten für Tomaten-Focaccia?
Kleine, feste und aromatische Kirschtomaten sind ideal, weil sie im Ofen süß rösten und nicht zu viel Saft abgeben. Sehr große oder überreife Tomaten machen die Oberfläche schneller nass und können den Teig rund um den Belag schwer wirken lassen.
Wie viel Öl ist bei Focaccia sinnvoll?
Focaccia braucht spürbar mehr Olivenöl als viele andere Brote: im Teig für Geschmeidigkeit, auf dem Blech für knusprige Ränder und auf der Oberfläche für Aroma und die typischen Mulden. Zu wenig Öl führt oft zu trockener Kruste und klebendem Boden.
Kann ich Dinkelmehl statt Weizenmehl verwenden?
Ja, aber Dinkelteig ist empfindlicher und wird schneller weich oder überknetet. Verwende am besten helles Dinkelmehl und falte den Teig besonders sanft. Falls er sehr weich wirkt, hilft eine etwas kürzere Gare besser als viel zusätzliches Mehl.
Wie vermeide ich Übergare beim Focaccia-Teig?
Beobachte Volumen, Blasen und Spannung. Der Teig soll deutlich aufgegangen sein und lebendig wirken, aber nicht schlaff zusammenfallen. In warmer Küche verkürzt sich die Gare, im Kühleren braucht der Teig entsprechend länger.
Wie bewahre ich Focaccia auf und wie backe ich sie wieder auf?
Am besten schmeckt Focaccia frisch oder am selben Tag. Reste lagerst du gut verpackt bei Raumtemperatur. Zum Aufbacken kommt sie kurz in den heißen Ofen, bis die Kruste wieder knusprig ist und die Krume sich warm und weich anfühlt.
Kann man Focaccia einfrieren?
Ja, Focaccia lässt sich gut einfrieren. Schneide sie dafür in Stücke und verpacke sie luftdicht. Zum Servieren direkt aus dem Gefrierfach im Ofen aufbacken; so wird der Boden wieder stabil und die Oberfläche schmeckt nicht pappig.
Was passt außer Tomaten als Belag auf Focaccia?
Gute Beläge sind Oliven, dünne rote Zwiebelstreifen, kleine Kartoffelscheiben, Salbei, Thymian oder etwas Knoblauchöl. Wichtig ist, den Belag nicht zu schwer zu wählen, damit der Teig im Ofen noch aufgehen kann.