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Eistorte selber machen mit Baiser und Krokant

Die erhitzte Eigelbbasis wird mit geschlagener Sahne gelockert und über Nacht gefroren. Zehn Minuten Temperierzeit sorgen für saubere Stücke.

Eistorte selber machen mit Baiser und Krokant
KategorieDessert
SchwierigkeitMittel
Portionen12
Gesamtzeit14 h
Vorbereitung45 min
Kochen15 min
Ruhezeit13 h

Nährwerte

Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.

Kalorien375.1 kcal4500.9 kcal gesamt
Kohlenhydrate33.2 g397.8 g gesamt
Protein4.94 g59.3 g gesamt
Fett24.8 g297.6 g gesamt

Zutatenübersicht

Für 12 Portionen.

Für den Haselnusskrokant

  • 80 g Haselnusskerne, blanchiert, grob gehackt, damit der Krokant später gleichmäßig bricht
  • 170 g Feiner weißer Zucker, für einen hellen, nicht bitteren Karamell; löst sich schnell und gibt Gefrierstabilität; auf mehrere Schritte aufgeteilt
  • 2 g Feines Meersalz, hebt Nuss und Karamell geschmacklich an; balanciert die Süße der Eistorte; auf mehrere Schritte aufgeteilt

Für die Sahne-Parfaitbasis

  • 120 g Pasteurisiertes Eigelb, aus dem Kühlregal; wird zusätzlich erhitzt
  • 160 ml Vollmilch 3,5 % Fett, für eine geschmeidige, nicht zu schwere Basis
  • 16 g Bourbon-Vanillezucker, für runden Vanillegeschmack ohne künstliche Dominanz
  • 600 g Schlagsahne, mindestens 30 % Fett, sehr kalt verwenden, damit sie stabil aufschlägt

Für Einlagen und Oberfläche

  • 120 g Baisertupfen, trocken und knusprig; grob zerbrochen statt fein zerkrümelt
  • 100 g Zartbitterschokolade 70 % Kakao, mit einem Messer gehackt oder grob geraspelt

Zubereitung

9 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.

Krokant und Springform vorbereiten

01

Haselnüsse karamellisieren und auskühlen lassen

Zutaten: 80 g Haselnusskerne, blanchiert · 60 g Feiner weißer Zucker · 1 g Feines Meersalz

Die Haselnüsse grob hacken. Den Zucker für den Krokant in einer breiten Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten schmelzen lassen, ohne wild zu rühren. Sobald der Karamell hell bernsteinfarben ist, die gehackten Haselnüsse und das Salz zügig unterziehen. Die Masse sofort flach auf Backpapier streichen und 20 Minuten vollständig auskühlen lassen; zu dunkler Karamell schmeckt in der gefrorenen Torte schnell bitter.

Notiz: Die Pfanne nicht zu heiß werden lassen. Karamell gart nach und sollte beim Abziehen vom Herd noch hell glänzen.

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02

Springform auskleiden und kalt stellen

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Rand mit einem glatt zugeschnittenen Backpapierstreifen oder Tortenrandfolie auskleiden. Die Form anschließend in den Kühlschrank stellen. Ein sauberer Rand verhindert festgefrorene Sahnemasse und hilft, die Eistorte später ohne Risse zu lösen.

Notiz: Für besonders glatte Seiten sitzt Tortenrandfolie direkt am inneren Formrand am besten.

Sichere Sahne-Parfaitbasis herstellen

03

Eigelbmasse über dem Wasserbad erhitzen und abkühlen

Zutaten: 120 g Pasteurisiertes Eigelb · 160 ml Vollmilch 3,5 % Fett · 110 g Feiner weißer Zucker · 16 g Bourbon-Vanillezucker · 1 g Feines Meersalz

Eigelb, Vollmilch, Zucker für die Parfaitbasis, Vanillezucker und Salz in einer hitzefesten Schüssel gründlich verrühren. Die Schüssel über sanft siedendes Wasser setzen und die Masse unter ständigem Rühren etwa 10 Minuten auf 82–84 °C erhitzen. Sie soll sichtbar cremiger werden, darf aber nicht kochen. Danach vom Wasserbad nehmen, kurz weiterrühren und 30 Minuten abgedeckt im Kühlschrank abkühlen lassen, bis sie kühl, aber noch fließfähig ist.

Notiz: Der Schüsselboden soll das Wasser nicht berühren. Rühre besonders an Rand und Boden, damit keine heißen Stellen entstehen.

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04

Sahne weich standfest aufschlagen

Zutaten: 600 g Schlagsahne, mindestens 30 % Fett

Die sehr kalte Schlagsahne in einer kalten Schüssel aufschlagen, bis sie weich standfest ist und beim Anheben des Rührbesens Spitzen bildet. Nicht bis zur Butterigkeit schlagen: Zu steife Sahne lässt sich schlechter unter die Basis heben und kann in der gefrorenen Eistorte fettig wirken.

Notiz: Kurz vor Ende langsamer schlagen. So kontrollierst du die Konsistenz besser und verhinderst ein Überschlagen.

Eistorte füllen und durchfrieren

05

Parfaitmasse mit Baiser, Schokolade und Krokant mischen

Zutaten: 90 g Baisertupfen · 70 g Zartbitterschokolade 70 % Kakao · 141 g Haselnusskrokant · 407 g Abgekühlte Parfaitbasis · 600 g Aufgeschlagene Sahne

Den ausgekühlten Krokant grob hacken oder in grobe Stücke brechen. Die Baisertupfen grob zerbrechen und die Zartbitterschokolade hacken oder grob raspeln. Die kalte Parfaitbasis mit einem Spatel glattrühren. Die aufgeschlagene Sahne in zwei Arbeitsgängen unterziehen: zuerst behutsam angleichen, anschließend die restliche Sahne locker unterheben. Baiser, Schokolade und Krokant nur so lange einarbeiten, bis alles gleichmäßig verteilt ist; langes Rühren zerdrückt das Baiser.

Notiz: Der Krokant sollte nicht zu fein sein: Zu große Stücke erschweren das Schneiden, zu feine Stücke verlieren im Eis ihren Knusper-Effekt.

06

Masse einfüllen, glätten und Oberfläche bestreuen

Zutaten: 30 g Baisertupfen · 30 g Zartbitterschokolade 70 % Kakao

Die gemischte Parfaitmasse in die vorbereitete kalte Springform geben und mit einer Winkelpalette oder einem Löffelrücken glatt streichen. Die Form ein- bis zweimal sanft auf die Arbeitsfläche setzen, damit große Luftlöcher verschwinden. Die übrigen Baiserstücke und die übrige Schokolade oben verteilen und leicht andrücken.

Notiz: Nicht kräftig klopfen, sonst wandern schwere Einlagen nach unten und die Torte verliert ihre lockere Struktur.

07

Eistorte über Nacht vollständig durchfrieren

Die Springform gut abdecken und auf einer ebenen Fläche in den Gefrierschrank stellen. Die Eistorte mindestens 12 Stunden vollständig durchfrieren lassen, damit sie beim Lösen nicht zusammensackt und beim Schneiden klare Stücke ergibt. Eine kürzere Gefrierzeit reicht für die Mitte der Torte nicht aus, auch wenn der Rand schon fest wirkt.

Notiz: Die Abdeckung soll die Oberfläche nicht berühren. So bleiben Baiser und Schokoladenstücke oben sauber sichtbar.

Temperieren, lösen und schneiden

08

Kontrolliert temperieren und aus der Form lösen

Die Eistorte aus dem Gefrierschrank nehmen und 10 Minuten bei Raumtemperatur temperieren, bis der Rand minimal nachgibt. Dann den Springformring öffnen, Backpapier oder Folie vorsichtig abziehen und die Torte auf eine gekühlte Platte setzen. Wird sie deutlich länger temperiert, weicht die Sahnemasse am Rand auf und die Stücke verlieren ihre klare Kontur.

Notiz: Falls der Ring fest sitzt, kurz ein warmes Tuch außen um die Form legen. Kein Wasser über die Torte laufen lassen.

09

Mit warmem, trockenem Messer sauber anschneiden

Ein großes Messer in heißem Wasser erwärmen, sorgfältig trockenwischen und die Eistorte mit ruhigen, geraden Schnitten portionieren. Nach jedem Schnitt das Messer wieder erwärmen und abtrocknen. So gleitet die Klinge durch Baiser, Schokolade und Krokant, ohne die gefrorene Sahneschicht zu zerreißen.

Notiz: Reste sofort wieder abdecken und einfrieren, damit die Oberfläche nicht antrocknet oder Gefriergeruch annimmt.

Rezeptnotiz

Für eine Springform mit 24–26 cm Durchmesser. Die Torte wird am besten am Vortag zubereitet und erst kurz vor dem Servieren kontrolliert temperiert. Pasteurisiertes Eigelb und das Erhitzen der Parfaitbasis sorgen für eine klare, lebensmittelsichere Führung ohne rohe Ei-Masse.

Eigene Notizen

Häufige Fragen

Kann ich die Eistorte ohne Eismaschine wirklich cremig bekommen?

Ja. Die cremige Textur entsteht durch die erhitzte Parfaitbasis und die locker untergehobene Sahne. Eine Eismaschine ist hier nicht nötig, weil die Masse als Torte vollständig gefriert und vor dem Schneiden kurz temperiert wird.

Warum wird die Eigelbmasse erhitzt?

Das Erhitzen macht die Basis lebensmittelsicherer und verbessert zugleich die Bindung. Die Masse wird cremiger, Zucker löst sich besser und die fertige Eistorte schneidet sich glatter als bei einer ungeführten rohen Ei-Masse.

Kann ich normales Eigelb statt pasteurisiertem Eigelb verwenden?

Für eine besonders klare und sichere Zubereitung ist pasteurisiertes Eigelb die beste Wahl. Da die Masse zusätzlich auf 82–84 °C erhitzt wird, ist die Führung fachlich sauber und vermeidet rohe Ei-Schritte.

Wie lange vorher kann ich die Eistorte vorbereiten?

Am besten bereitest du sie am Vortag zu. Gut abgedeckt hält sie sich im Gefrierschrank etwa zwei Wochen, wobei Baiser und Krokant in den ersten Tagen am knackigsten bleiben.

Wie verhindere ich, dass Baiser und Krokant komplett aufweichen?

Mische beides erst ganz zum Schluss unter die kalte Parfaitmasse und rühre nur kurz. Vollständig knusprig wie frisch bleibt es im Eis nicht, aber grobe Stücke behalten deutlich mehr Biss als feine Krümel.

Kann ich den Haselnusskrokant ersetzen?

Du kannst den Krokant mit Mandeln zubereiten, wenn Haselnüsse nicht gewünscht sind. Ganz ohne Nüsse fehlt allerdings ein wichtiger Kontrast zur weichen Sahnebasis; dann lieber mehr grob gehackte Zartbitterschokolade verwenden.

Wie schneide ich die Eistorte, ohne dass sie bricht?

Lass sie kurz kontrolliert temperieren und nutze ein warmes, trockenes Messer. Wichtig ist, nach jedem Schnitt die Klinge zu reinigen und wieder zu erwärmen, damit Schokolade und Krokant nicht an der Klinge reißen.

Kann die Eistorte nach dem Servieren wieder eingefroren werden?

Reste dürfen wieder in den Gefrierschrank, solange sie nur kurz temperiert wurden und noch kalt sind. Längeres Antauen und erneutes Einfrieren verschlechtert Textur, Oberfläche und Knusper-Einlagen deutlich.

Gedruckt am 21.07.2026https://plany.de/rezept/eistorte-mit-baiser-und-haselnusskrokant-ohne-eismaschine/
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