Bärlauchöl selber machen
Dieses Bärlauchöl schmeckt intensiv würzig und bleibt durch kurzes Blanchieren besonders grün. Es eignet sich als Finish für warme Gerichte und als aromatische Basis für Dressings und Dips. Die Zubereitung ist unkompliziert und gelingt auch ohne Vorkenntnisse. Gekühlt gelagert oder portionsweise eingefroren bleibt das Aroma lange erhalten.

Zutaten
Grundzutaten
- 50 g Bärlauch (gründlich gewaschen, trocken geschleudert)
- 250 ml Rapsöl (mild; kaltgepresst oder raffiniert)
- 1500 ml Wasser (für Blanchierbad und Kaltbad)
- 10 g Salz (für das Blanchierbad)
- 500 g Eiswürfel (für das Kaltbad)
Zubereitung
Schritt 1.Das frische Grün sorgfältig verlesen, welke Stellen entfernen und anschließend un...: Das frische Grün sorgfältig verlesen, welke Stellen entfernen und anschließend unter fließendem, kaltem Strahl gründlich reinigen. Danach das gereinigte Bärlauch sehr gut abtropfen lassen und mit einer Schleuder oder zwischen sauberen Tüchern so trocken wie möglich machen; je weniger Restfeuchte, desto klarer wird das Ergebnis und desto besser hält es.
Schritt 2.Die Basis Rapsöl bereitstellen und bis zur Verarbeitung kühl und lichtgeschützt h...: Die Basis Rapsöl bereitstellen und bis zur Verarbeitung kühl und lichtgeschützt halten. Ein hohes Mixgefäß, ein Sieb oder Tuch sowie eine saubere Flasche vorbereiten, damit später zügig gearbeitet werden kann und keine Fremdaromen ins Ergebnis gelangen.
Schritt 3.Einen Topf mit Wasser erhitzen, bis es stark sprudelt, dann Salz einrühren, bis s...: Einen Topf mit Wasser erhitzen, bis es stark sprudelt, dann Salz einrühren, bis sich alles gelöst hat. Das kräftige Bad sorgt dafür, dass das Grün schnell behandelt wird und die Farbe stabiler bleibt.
Schritt 4.Parallel eine große Schüssel mit Eiswürfel füllen und mit Wasser ergänzen, bis ei...: Parallel eine große Schüssel mit Eiswürfel füllen und mit Wasser ergänzen, bis ein sehr kaltes Bad entsteht. Das spätere Abschrecken stoppt die Hitze sofort und hilft, das leuchtende Grün zu bewahren.
Schritt 5.Das vorbereitete Bärlauch in das sprudelnde Bad geben und mit einer Zange oder ei...: Das vorbereitete Bärlauch in das sprudelnde Bad geben und mit einer Zange oder einem Löffel kurz bewegen, damit alles gleichmäßig Kontakt hat. Herausheben, sobald die Struktur zusammenfällt und die Farbe deutlich leuchtet; so bleibt das Aroma frisch und nicht zu streng.
Schritt 6.Das heiße Bärlauch sofort in das kalte Bad geben, kurz durchschwenken und dann se...: Das heiße Bärlauch sofort in das kalte Bad geben, kurz durchschwenken und dann sehr gründlich abtropfen lassen. Anschließend das abgeschreckte Bärlauch zwischen Küchentüchern ausdrücken und vollständig trocknen; Restfeuchte kann das Ergebnis trüben und die Lagerfähigkeit verkürzen.
Schritt 7.Das vollständig trockene Bärlauch in ein hohes Gefäß geben und mit Rapsöl bedecken: Das vollständig trockene Bärlauch in ein hohes Gefäß geben und mit Rapsöl bedecken. Mit einem Stabmixer in kurzen Impulsen fein zerkleinern und zwischendurch Gefäß und Inhalt schwenken, bis eine gleichmäßig grüne Flüssigkeit ohne grobe Stücke entsteht.
Schritt 8.Die Mischung aus Bärlauch und Rapsöl durch ein feinmaschiges Sieb oder ein sauber...: Die Mischung aus Bärlauch und Rapsöl durch ein feinmaschiges Sieb oder ein sauberes Tuch ablaufen lassen, ohne stark zu pressen. Für ein besonders klares Ergebnis die Flüssigkeit durch frisches Tuch nochmals passieren und dabei geduldig abtropfen lassen.
Schritt 9.Das gefilterte Ergebnis aus Bärlauch und Rapsöl in eine saubere Flasche füllen un...: Das gefilterte Ergebnis aus Bärlauch und Rapsöl in eine saubere Flasche füllen und den Rand sorgfältig reinigen, damit nichts am Verschluss klebt. Kühl und dunkel lagern; bei Bedarf portionsweise einfrieren, damit Farbe und Aroma länger erhalten bleiben.
Anmerkung
Für bestes Ergebnis das Grün nach dem Abschrecken wirklich trocken bekommen, damit die Flüssigkeit klar bleibt. Gekühlt lagern und sauber entnehmen; bei auffälligem Geruch oder sichtbaren Veränderungen entsorgen. Für längere Aufbewahrung portionsweise einfrieren und nur benötigte Mengen auftauen. Wer es milder mag, kann die Basis mit einer neutraleren Sorte wählen, ohne das Verfahren zu ändern.
Häufige Fragen
Warum wird das Grün blanchiert und sofort abgeschreckt?
Das stabilisiert die Farbe, rundet die Schärfe ab und reduziert unerwünschte Mikroorganismen; das schnelle Abkühlen stoppt die Hitze, damit Aroma und Farbe erhalten bleiben.
Wie lange ist das Ergebnis haltbar?
Gekühlt und sauber abgefüllt bleibt es mehrere Tage aromatisch; für längere Lagerung eignet sich Einfrieren in kleinen Portionen. Bei ungewohntem Geruch, Gasbildung oder sichtbaren Veränderungen sollte es entsorgt werden.
Kann eine andere Basis verwendet werden?
Ja, möglich sind auch Sonnenblumenöl oder ein mildes Olivenöl. Je neutraler die Basis, desto stärker steht das Aroma im Vordergrund.
Muss unbedingt fein gefiltert werden?
Feines Filtern sorgt für klare Optik und bessere Stabilität. Grobes Filtern oder ungefilterte Variante liefert mehr Kräuteranteil, wirkt aber trüber und sollte schneller verbraucht werden.