Plany Rezeptdruck
Amerikaner wie vom Bäcker mit Zitronenguss
Die Teighäufchen werden mit Abstand gebacken, vollständig ausgekühlt und auf der flachen Unterseite glasiert. Mini-Amerikaner gelingen mit kürzerer Backzeit.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 12 Portionen.
Für den Rührteig
- 125 g weiche Süßrahmbutter, zimmertemperiert, aber nicht flüssig
- 120 g feiner Zucker, löst sich beim Aufschlagen schneller als grober Zucker
- 10 g Vanillezucker, für mildes Bäckereiaroma
- 2 g feines Salz, rundet die Süße ab
- 2 Stück Eier Größe M, zimmertemperiert, damit die Buttermasse nicht gerinnt
- 250 g Weizenmehl Type 405, für eine helle, feine Krume
- 30 g Speisestärke, macht den Rührteig zarter und formstabiler
- 8 g Backpulver, sorgt für die typische Wölbung
- 80 ml Vollmilch 3,5 % Fett, zimmertemperiert, nur kurz einrühren
Für den Zitronenguss
- 250 g Puderzucker, gesiebt, damit der Guss glatt wird
- 1 Stück Bio-Zitrone, Schale fein abreiben, Saft frisch auspressen und dosiert verwenden
Zubereitung
10 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Rührteig standfest vorbereiten
Backofen und Bleche vorbereiten
Zutaten: 80 ml Vollmilch 3,5 % Fett, zimmertemperiert, nur kurz einrühren
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen. Die Bleche nicht fetten: Auf Backpapier behalten die Teighäufchen besseren Halt und laufen weniger breit. Später ein Blech nach dem anderen backen, damit die Hitze gleichmäßig von oben und unten kommt.
Notiz: Umluft bräunt die Oberfläche schneller; für helle Amerikaner ist Ober-/Unterhitze verlässlicher.
Buttermasse hell aufschlagen
Zutaten: 125 g weiche Süßrahmbutter · 120 g feiner Zucker · 10 g Vanillezucker · 2 g feines Salz
Die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Rührschüssel mehrere Minuten auf mittlerer bis hoher Stufe schlagen, bis die Masse sichtbar heller wird und weiche Spitzen zieht. Nicht nur kurz verrühren: Eingeschlagene Luft hilft den Amerikanern, sich im Ofen rund aufzuwölben.
Notiz: Ist die Butter glänzend oder ölig, war sie zu warm; dann die Schüssel kurz kühl stellen und erst danach weiterrühren.
Eier einzeln unterarbeiten
Zutaten: 2 Stück Eier Größe M
Die Eier nacheinander zur Buttermasse geben und jedes Ei vollständig einrühren, bevor das nächste dazukommt. Die Masse soll glatt und gebunden aussehen. Trennt sie sich sichtbar, die Schüssel kurz handwarm temperieren und auf niedriger Stufe rühren, bis sie wieder bindet; anschließend nicht länger als nötig schlagen.
Notiz: Zimmertemperierte Eier verbinden sich schneller mit der Butter und halten den Teig stabiler.
Mehlmischung gleichmäßig mischen
Zutaten: 250 g Weizenmehl Type 405 · 30 g Speisestärke · 8 g Backpulver
Weizenmehl, Speisestärke und Backpulver in einer separaten Schüssel gründlich mit einem Schneebesen mischen. So verteilt sich das Backpulver gleichmäßig und es entstehen keine Triebmittel-Nester, die beim Backen Risse oder unregelmäßige Kuppeln verursachen können.
Notiz: Sieben ist hilfreich, wenn Mehl oder Stärke klumpen; wichtiger ist das gleichmäßige Vermischen der trockenen Zutaten.
Teig nur kurz glatt rühren
Zutaten: 80 ml Vollmilch 3,5 % Fett
Die Mehlmischung zur Butter-Ei-Masse geben und mit der Milch auf niedriger Stufe nur so lange rühren, bis ein glatter, zäher Rührteig entstanden ist. Der Teig soll vom Löffel schwer abfallen und als Häufchen stehen bleiben. Wirkt er weich und fließend, kurz stehen lassen, statt weitere Flüssigkeit zuzugeben.
Notiz: Zu langes Rühren entwickelt Kleber im Mehl und kann die Amerikaner später trockener wirken lassen.
Portionieren, hell backen und glasieren
Teighäufchen mit Abstand setzen
Den Teig mit einem Eisportionierer oder zwei Esslöffeln in 12 gleichmäßige Häufchen auf die vorbereiteten Bleche setzen. Jede Portion darf etwa 6 cm breit sein und braucht rundherum 7–8 cm Abstand, weil der Teig beim Backen noch aufgeht. Die Oberfläche nur leicht glätten, nicht flach drücken.
Notiz: Gleichmäßige Portionen backen gleichmäßig durch; zu flach gedrückter Teig bekommt weniger schöne Kuppeln.
Amerikaner hell durchbacken
Das erste Blech auf der mittleren Schiene backen, bis die Amerikaner aufgegangen sind, die Oberfläche hell bleibt und die Unterseite nur leicht goldene Ränder zeigt. Je nach Ofen dauert das 12–14 Minuten pro Blech. Ein Holzstäbchen soll ohne feuchten Teig herauskommen, die Kuppel aber noch weich nachgeben. Das zweite Blech genauso backen.
Notiz: Zu dunkle Ränder bedeuten meist zu lange Backzeit oder zu hohe Hitze; lieber früh prüfen.
Vollständig auskühlen lassen
Die gebackenen Amerikaner 5 Minuten auf dem Blech stabilisieren lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und weitere 40 Minuten vollständig auskühlen lassen. Erst wenn die flache Unterseite nicht mehr warm ist, hält der Guss deckend; warmes Gebäck macht ihn dünn und lässt ihn an den Rändern ablaufen.
Notiz: Beim Umsetzen behutsam arbeiten, denn die Kuppeln sind direkt nach dem Backen noch empfindlich.
Dicken Zitronenguss anrühren
Zutaten: 250 g Puderzucker · 1 Stück Bio-Zitrone
Den Puderzucker in eine Schüssel sieben. Die Zitrone heiß abspülen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Den gesamten Zitronenabrieb unter den Puderzucker mischen. Den Zitronensaft danach nur schrittweise einrühren, bis ein sehr dickflüssiger Guss entsteht, der langsam vom Löffel fällt und eine sichtbare Spur behält. Das Kuchengitter für die glasierten Amerikaner bereithalten.
Notiz: Nicht den kompletten Saft auf einmal zugeben. Die richtige Konsistenz ist erreicht, wenn der Guss streichfähig ist, aber nicht wie Sirup fließt.
Flache Unterseite glasieren
Die Amerikaner umdrehen und den Guss mit einem Löffel oder einer kleinen Palette auf der flachen Unterseite verstreichen. Zur Kante hin dünner auslaufen lassen, damit nichts heruntertropft. Mit der glasierten Seite nach oben auf das Gitter setzen und etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur trocknen lassen, bis die Oberfläche matt und berührbar ist.
Notiz: Die Trocknungszeit liegt meist bei 30–45 Minuten, abhängig von Raumtemperatur und Dicke des Gusses.
Rezeptnotiz
Das Rezept ergibt 12 große Amerikaner in Bäckereigröße. Für Mini-Amerikaner den Teig als walnussgroße Häufchen mit Abstand aufsetzen und bei gleicher Temperatur etwa 8–10 Minuten backen; sie sollen ebenfalls hell bleiben. Der Guss trocknet bei Raumtemperatur am schönsten, im Kühlschrank wird er schnell stumpf und kann Feuchtigkeit ziehen.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum laufen meine Amerikaner beim Backen auseinander?
Meist ist der Teig zu weich, die Butter zu warm oder der Abstand auf dem Blech zu knapp. Der Teig soll zäh vom Löffel fallen und als Häufchen stehen bleiben. Außerdem hilft Ober-/Unterhitze, weil Umluft die Ränder schneller trocknet und das Gebäck ungleichmäßiger aufgehen kann.
Woran erkenne ich, dass Amerikaner fertig gebacken sind?
Die Oberfläche soll hell bleiben und die Kuppel soll auf leichten Druck weich, aber nicht flüssig wirken. Ein Holzstäbchen muss ohne feuchten Teig herauskommen. Wenn die Unterseite kräftig braun ist, waren Temperatur oder Backzeit zu hoch.
Kann ich den Teig im Voraus zubereiten?
Besser nicht über Stunden, weil das Backpulver nach dem Anrühren an Triebkraft verliert. Du kannst aber die trockenen Zutaten mischen, Butter und Eier temperieren und die Bleche vorbereiten. Der fertige Teig wird dann direkt portioniert und gebacken.
Wie bewahre ich Amerikaner mit Zuckerguss am besten auf?
Nach dem vollständigen Trocknen in einer gut schließenden Dose bei Raumtemperatur lagern, am besten mit Backpapier zwischen den Lagen. Im Kühlschrank kann der Guss Feuchtigkeit ziehen. Am schönsten sind sie innerhalb von zwei Tagen.
Wie mache ich Mini-Amerikaner aus diesem Teig?
Für Mini-Amerikaner setzt du deutlich kleinere, walnussgroße Teighäufchen mit Abstand aufs Blech. Die Temperatur bleibt gleich, die Backzeit verkürzt sich auf etwa 8–10 Minuten. Auch hier gilt: hell backen und erst kalt glasieren.
Was mache ich, wenn der Zitronenguss zu dünn geworden ist?
Den Guss nicht auftragen, solange er schnell vom Löffel läuft. Zunächst einige Minuten stehen lassen und nochmals kräftig rühren. Bleibt er fließend, lässt er sich ohne weiteren Puderzucker nicht zuverlässig korrigieren; deshalb den Zitronensaft von Anfang an nur schrittweise einarbeiten und stoppen, sobald die Spur stehen bleibt.